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Lehrkommando 300: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das Lehrkommando 300 war eine der bedeutendsten Ausbildungseinheiten der Kleinkampfverbände (K-Verbände) der Kriegsmarine. Es fungierte als zentrale Geburts- und Schulungsstätte für die bemannten Torpedos vom Typ "[[Neger]]" und später "[[Marder]]". Unter der Leitung von Kapitänleutnant Johann-Otto Krieg wurden hier die taktischen Grundlagen für den Einsatz von Einmann-Torpedos entwickelt. Die Einheit bildete das personelle Rückgrat für die ersten Einsatzflottillen, die 1944 gegen die alliierte Invasionsflotte operierten, wobei ein Großteil des Personals aus hochmotivierten Freiwilligen der U-Boot-Waffe rekrutiert wurde.
 
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| colspan="3" | Standort: Die Ausbildung fand primär in Heiligenhafen (Schleswig-Holstein) und an der Lübecker Bucht statt.
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| colspan="3" | Struktur: Das Kommando unterstand dem Konteradmiral Hellmuth Heye, dem Befehlshaber der Kleinkampfverbände.
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| colspan="3" | Pionierarbeit: Das Lehrkommando 300 entwickelte die Taktik für den Einsatz von Einmann-Torpedos. Der „Neger“ bestand aus einem modifizierten G7e-Torpedo als Träger und einem scharfen Torpedo darunter.
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| Pionierarbeit: || colspan="3" | Entwicklung der Einsatzprofile für bemannte G7e-Trägertorpedos; Erprobung der Glaskuppel-Sichtmittel und der mechanischen Auslösevorrichtungen.
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| Personalpool: || colspan="3" | Rekrutierung nautisch begabter Freiwilliger aus den U-Boot-Jahrgängen (Crews 40 bis 43); Nutzung der dortigen Disziplin für die extrem verlustreichen K-Einsätze.
 
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| colspan="3" | Personalpool: Da die Kleinkampfmittel eine hohe nautische Begabung erforderten, wurden viele Freiwillige aus der U-Boot-Waffe (insbes. Crews 40 bis 43) und von den Schnellbooten rekrutiert.
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| Einsätze 1944: || colspan="3" | Formierung der ersten K-Flottillen für Operationen gegen die Invasionsflotte in der Normandie (Seine-Bucht) und vor dem Brückenkopf von Anzio.
 
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| colspan="3" | Einsätze: Aus dem Lehrkommando 300 gingen die ersten Einsatzflottillen hervor, die im Sommer 1944 gegen die Invasionsflotte in der Normandie (Anzio und Seine-Bucht) operierten.
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| Technik-Spezifik: || colspan="3" | Die Ausbildung umfasste das schwierige Navigieren dicht unter der Wasseroberfläche, was höchste Anforderungen an die physische und psychische Belastbarkeit stellte.
 
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| BArch RM 7.433 ff || colspan="3" | Kleinkampfverbände der Kriegsmarine. Kernbestand für die Aufstellung und die Einsatzberichte des Lehrkommandos 300.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945“ (Band 2, Abschnitt Kleinkampfverbände: Organisation und Ausbildungsgruppen).
 
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| Blocksdorf, Helmut || colspan="3" | „Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“ (Details zur strategischen Einordnung des Lkdo 300).
| Matt, Klaus || colspan="3" | Die bemannten Torpedos der deutschen Kriegsmarine. (Details zu Heiligenhafen und Johann-Otto Krieg).
 
 
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 09:35 Uhr

Verband Lehrkommando 300
Das Lehrkommando 300 war eine der bedeutendsten Ausbildungseinheiten der Kleinkampfverbände (K-Verbände) der Kriegsmarine. Es fungierte als zentrale Geburts- und Schulungsstätte für die bemannten Torpedos vom Typ "Neger" und später "Marder". Unter der Leitung von Kapitänleutnant Johann-Otto Krieg wurden hier die taktischen Grundlagen für den Einsatz von Einmann-Torpedos entwickelt. Die Einheit bildete das personelle Rückgrat für die ersten Einsatzflottillen, die 1944 gegen die alliierte Invasionsflotte operierten, wobei ein Großteil des Personals aus hochmotivierten Freiwilligen der U-Boot-Waffe rekrutiert wurde.
Historischer Werdegang und Standorte
Aufstellung: Formierung im März 1944 unter Kapitänleutnant Johann-Otto Krieg, einem erfahrenen und hochdekorierten U-Boot-Kommandanten (U 81 / U 142).
Standort: Hauptausbildungsplatz in Heiligenhafen (Schleswig-Holstein) sowie Erprobungsstellen an der Lübecker Bucht zur Simulation von Küstenangriffen.
Struktur: Direkte Unterstellung unter Konteradmiral Hellmuth Heye, dem Befehlshaber der Kleinkampfverbände (B.d.K.), zur Straffung der Einsatzbereitschaft.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Pionierarbeit: Entwicklung der Einsatzprofile für bemannte G7e-Trägertorpedos; Erprobung der Glaskuppel-Sichtmittel und der mechanischen Auslösevorrichtungen.
Personalpool: Rekrutierung nautisch begabter Freiwilliger aus den U-Boot-Jahrgängen (Crews 40 bis 43); Nutzung der dortigen Disziplin für die extrem verlustreichen K-Einsätze.
Einsätze 1944: Formierung der ersten K-Flottillen für Operationen gegen die Invasionsflotte in der Normandie (Seine-Bucht) und vor dem Brückenkopf von Anzio.
Technik-Spezifik: Die Ausbildung umfasste das schwierige Navigieren dicht unter der Wasseroberfläche, was höchste Anforderungen an die physische und psychische Belastbarkeit stellte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7.433 ff Kleinkampfverbände der Kriegsmarine: Kernbestand für die Aufstellungsbefehle und die ersten Einsatzberichte des Lehrkommandos 300.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio Nachweis für Soldaten mit dem spezifischen Vermerk „K-Verband“ oder „Kommando Krieg“.
BArch RM 121.630 Ausbildungseinheiten der K-Verbände: Dokumentiert die Standorte und die fachliche Gliederung der Lehrabteilungen in Heiligenhafen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945“ (Band 2, Abschnitt Kleinkampfverbände: Organisation und Ausbildungsgruppen).
Blocksdorf, Helmut „Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“ (Details zur strategischen Einordnung des Lkdo 300).
Matt, Klaus „Die bemannten Torpedos der deutschen Kriegsmarine“ (Spezifische Details zu Heiligenhafen und Johann-Otto Krieg).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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