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Stützpunkt-Kompanie: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Eine Stützpunkt-Kompanie (oft auch als Stützpunkt-Abteilung oder Marine-Stützpunkt-Einheit geführt) war ein logistischer und defensiver Verband der Kriegsmarine, der für das reibungslose Funktionieren und die Sicherheit eines Marinestützpunktes verantwortlich war.
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| colspan="3" | Eine Stützpunkt-Kompanie bildete das logistische und defensive Rückgrat der Bodenorganisation in den Kriegsmarinehäfen. In der Regel den jeweiligen Hafen- oder Seekommandanten unterstellt, waren diese Einheiten für den reibungslosen Betrieb der Infrastruktur in den besetzten Gebieten (Frankreich, Norwegen, Ostland) verantwortlich. Für die U-Boot-Waffe war ihre Existenz in den großen Bunkerstützpunkten wie Lorient oder Brest essentiell, da sie das Fachpersonal für den Schleusenbetrieb, Krananlagen und die Brandwachen stellten. Zudem fungierten sie als administrative Betreuungsinstanz während der Baubelehrung und als Auffangbecken für Personal nach dem Verlust eines Bootes.
 
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| colspan="3" | Organisation: Diese Kompanien waren in der Regel den jeweiligen Hafen- oder Seekommandanten unterstellt und bildeten das „Rückgrat“ der Bodenorganisation in den besetzten Häfen (z. B. in Frankreich, Norwegen oder im Osten).
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| Organisation: || colspan="3" | Unterstellung unter die regionalen Seekommandanturen; Gliederung in spezialisierte Züge für Transport, Bewachung und technische Instandsetzung.
 
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| colspan="3" | Logistische Aufgaben: Sicherstellung der Versorgung der einlaufenden Einheiten mit Treibstoff, Proviant und Munition. Sie koordinierten die Instandsetzung der Kaianlagen und die Belegung der Liegeplätze.
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| Logistik: || colspan="3" | Sicherstellung der Versorgung einlaufender Einheiten mit Treibstoff, Proviant und Munition; Koordination der Liegeplatzbelegung und Kaianlageninstandsetzung.
 
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| colspan="3" | Sicherungsaufgaben: Bewachung der Hafenanlagen, Bunker und Depots gegen Sabotage und feindliche Kommandounternehmen. In der Endphase des Krieges wurden sie oft als Marine-Schützen im direkten Erdkampf zur Verteidigung der „Festungen“ eingesetzt.  
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| Sicherung: || colspan="3" | Bewachung der Depots und U-Boot-Bunker gegen Sabotage; in der Endphase 1944/45 verstärkter Einsatz im Erdkampf zur Verteidigung der zur „Festung“ erklärten Häfen.
 
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| colspan="3" | Bunkerbetrieb: In den großen U-Boot-Stützpunkten wie Lorient, Brest oder St. Nazaire stellten die Stützpunkt-Kompanien das Personal für den Betrieb der riesigen Bunkeranlagen (Schleusenwärter, Kranführer, Brandwachen).
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| Bunkerbetrieb: || colspan="3" | Gestellung des Stammpersonals für den Betrieb der massiven U-Boot-Schutzbauten (Schleusenwärter, Dockmeister, Brandwachen und technisches Hilfspersonal).
 
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| colspan="3" | Baubelehrung: U-Boot-Besatzungen, die zur Baubelehrung oder zur Übernahme eines neuen Bootes in einem Stützpunkt eintrafen, wurden administrativ und logistisch oft von der örtlichen Stützpunkt-Kompanie betreut.
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| Baubelehrung: || colspan="3" | Administrative und logistische Betreuung von U-Boot-Besatzungen, die zur Schiffsübernahme oder technischen Einweisung in einem Stützpunkt eintrafen.
 
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| colspan="3" | Auffangbecken: Nach dem Verlust eines Bootes wurde das überlebende Personal häufig vorübergehend einer Stützpunkt-Kompanie zugeteilt, bis eine neue Verwendung (z. B. bei einer Ersatz-Abteilung) feststand.
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| Personalreserve: || colspan="3" | Aufnahme und vorübergehende Zuteilung von überlebenden Besatzungsmitgliedern versenkter Boote bis zur Festlegung einer neuen Front- oder Ersatzeinheit.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Unterlagen zur Aufstellung und personellen Zusammensetzung von Marine-Stützpunkt-Einheiten und Ersatz-Abteilungen.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Marine-Ersatz-Abteilungen: Dokumentiert die Aufstellung, Gliederung und personelle Zusammensetzung der Stützpunkt-Einheiten an den Küsten.
 
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| BArch RM 47 / 112 || colspan="3" | Akten der Seekommandanturen (z. B. Seekommandant Bretagne), welche die Einsatzbefehle und Gliederungen der unterstellten Stützpunkt-Kompanien enthalten.
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| BArch RM 47 / 112 || colspan="3" | Seekommandanturen: Akten des Seekommandanten Bretagne; enthalten Einsatzbefehle und operative Gliederungen der unterstellten Stützpunkt-Kompanien.
 
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| BArch PERS 6 / [Aktennummer] || colspan="3" | In den Personalakten sind Kommandierungen „z. V.“ (zur Verfügung) oder Dienststellungen in Stützpunkt-Kompanien als Zwischenstationen dokumentiert.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Soldaten mit Zwischenstationen „z.V.“ (zur Verfügung) oder festen Dienststellungen in Stützpunkt-Kompanien.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation und den Stützpunkt-Einheiten).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Bodenorganisation: Struktur und Aufgaben der Marine-Stützpunkt-Einheiten).
 
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Beschreibt die Rolle der Hafenabteilungen und Stützpunkt-Kompanien bei der Absicherung der Marinekriegshäfen).
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verteidigung der Küsten“ (Detaillierte Beschreibung der Rolle der Hafenabteilungen bei der Absicherung der Marinekriegshäfen).
| Herzog, Bodo || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine im Einsatz. (Bietet statistische Einblicke in die Stärken der Landdienststellen der Kriegsmarine).  
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| Herzog, Bodo || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine im Einsatz“ (Statistische Daten zur personellen Stärke und Verteilung der Landdienststellen der Kriegsmarine).
 
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 11:11 Uhr

Verband Stützpunkt-Kompanie (Marine-Stützpunkt-Einheit)
Eine Stützpunkt-Kompanie bildete das logistische und defensive Rückgrat der Bodenorganisation in den Kriegsmarinehäfen. In der Regel den jeweiligen Hafen- oder Seekommandanten unterstellt, waren diese Einheiten für den reibungslosen Betrieb der Infrastruktur in den besetzten Gebieten (Frankreich, Norwegen, Ostland) verantwortlich. Für die U-Boot-Waffe war ihre Existenz in den großen Bunkerstützpunkten wie Lorient oder Brest essentiell, da sie das Fachpersonal für den Schleusenbetrieb, Krananlagen und die Brandwachen stellten. Zudem fungierten sie als administrative Betreuungsinstanz während der Baubelehrung und als Auffangbecken für Personal nach dem Verlust eines Bootes.
Historischer Kontext & Funktion
Organisation: Unterstellung unter die regionalen Seekommandanturen; Gliederung in spezialisierte Züge für Transport, Bewachung und technische Instandsetzung.
Logistik: Sicherstellung der Versorgung einlaufender Einheiten mit Treibstoff, Proviant und Munition; Koordination der Liegeplatzbelegung und Kaianlageninstandsetzung.
Sicherung: Bewachung der Depots und U-Boot-Bunker gegen Sabotage; in der Endphase 1944/45 verstärkter Einsatz im Erdkampf zur Verteidigung der zur „Festung“ erklärten Häfen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bunkerbetrieb: Gestellung des Stammpersonals für den Betrieb der massiven U-Boot-Schutzbauten (Schleusenwärter, Dockmeister, Brandwachen und technisches Hilfspersonal).
Baubelehrung: Administrative und logistische Betreuung von U-Boot-Besatzungen, die zur Schiffsübernahme oder technischen Einweisung in einem Stützpunkt eintrafen.
Personalreserve: Aufnahme und vorübergehende Zuteilung von überlebenden Besatzungsmitgliedern versenkter Boote bis zur Festlegung einer neuen Front- oder Ersatzeinheit.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 642 Marine-Ersatz-Abteilungen: Dokumentiert die Aufstellung, Gliederung und personelle Zusammensetzung der Stützpunkt-Einheiten an den Küsten.
BArch RM 47 / 112 Seekommandanturen: Akten des Seekommandanten Bretagne; enthalten Einsatzbefehle und operative Gliederungen der unterstellten Stützpunkt-Kompanien.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Soldaten mit Zwischenstationen „z.V.“ (zur Verfügung) oder festen Dienststellungen in Stützpunkt-Kompanien.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Bodenorganisation: Struktur und Aufgaben der Marine-Stützpunkt-Einheiten).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Detaillierte Beschreibung der Rolle der Hafenabteilungen bei der Absicherung der Marinekriegshäfen).
Herzog, Bodo „Die deutsche Kriegsmarine im Einsatz“ (Statistische Daten zur personellen Stärke und Verteilung der Landdienststellen der Kriegsmarine).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132