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7. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 7. Minensuchflottille war ein spezialisierter Verband der Sicherungskräfte, der sowohl in der Ostsee als auch in der Nordsee für Minenräum- und Sicherungsaufgaben sowie für offensive Minenunternehmungen eingesetzt wurde.
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| colspan="3" | Die 7. Minensuchflottille war ein bedeutender Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während des Zweiten Weltkrieges primär in der Nordsee, vor der norwegischen Küste und später im Nordmeer eingesetzt wurde. Die Flottille war für die Freihaltung der strategisch wichtigen Seewege von Minen sowie für den Schutz der kriegswichtigen Erztruppentransporte verantwortlich. Ausgerüstet mit den robusten Minensuchbooten vom Typ 1935, war sie ein wesentlicher Bestandteil der Verteidigungsorganisation im nördlichen Operationsraum.
 
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| colspan="3" | Erste Aufstellung: September 1939. Einsatz bei der Blockade von Hela sowie im Sicherungs- und Minensuchdienst zwischen Stolpmünde und Pillau. Im Oktober 1939 erfolgte das Räumen polnischer Minensperren, gefolgt von Einsätzen in der Nordsee bis zur Auflösung im März 1940.
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| colspan="3" | Aufstellung und Standorte: Die Flottille wurde bereits im September 1939 bei Kriegsbeginn mobilgemacht. In der Anfangsphase operierte sie in der Nordsee und im Skagerrak. Im April 1940 nahm sie aktiv am Unternehmen „Weserübung“ teil und war der Kriegsschiffgruppe 5 (Oslo) zugeteilt. Später verlegte der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit nach Nordnorwegen mit Stützpunkten in Tromsø und Kirkenes. Die Flottille unterstand operativ dem Admiral norwegische Polarküste und fachlich dem Führer der Minensuchboote Nord.
 
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| colspan="3" | Zweite Aufstellung: Neuformierung am 02.01.1942 mit Stabssitz in Cuxhaven. Ab März 1942 Unterstellung unter die 5. Sicherungsdivision.
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| colspan="3" | Aufgabenprofil: Die Kernaufgaben umfassten das systematische Räumen von britischen und sowjetischen Minensperren in den Eismeerfjorden sowie den Geleitschutz für Nachschubtransporte zur Lapplandfront. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen im Nordmeer und der ständigen Bedrohung durch sowjetische U-Boote und Fliegerkräfte gehörten die Einsätze der 7. Minensuchflottille zu den härtesten im Bereich der Sicherungsstreitkräfte.
 
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| colspan="3" | Einsatzgebiete 1942–1945: Sicherungsdienst in der Deutschen Bucht sowie Geleitverkehr zwischen der Elbe und Rotterdam. Die Flottille war maßgeblich am Ausbringen von Minensperren vor der holländischen Küste (Süd-Westwall) und in der Nordsee beteiligt.
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges sicherte die Flottille die Rückzugsbewegungen der deutschen Truppen aus Nordfinnland und Nordnorwegen. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 verblieben die Einheiten in norwegischen Gewässern. Aufgrund ihrer Spezialisierung im Minenräumen wurde die Flottille fast geschlossen in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.) überführt und räumte bis 1946 die gefährlichen Sperren im Nordmeer.
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| colspan="3" | Ende: Nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Flottille zur Räumung der Westwall-Minensperren unter alliierter Aufsicht eingesetzt.  
 
 
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| colspan="3" | Wegesicherung (Ostsee): In der Frühphase sicherte die Flottille die Transitwege für U-Boote im Raum Danziger Bucht/Pillau gegen polnische Minengefahren.
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| colspan="3" | Sicherung der Stützpunkte im Nordmeer: Die 7. Minensuchflottille war direkt für die Minensicherheit vor den U-Boot-Basen in Nordnorwegen (z. B. Hammerfest und Kirkenes) verantwortlich. Dies ermöglichte den Booten der 11. und 13. U-Flottille den gefahrlosen Auslauf zu den Angriffen auf die alliierten PQ-Konvois.
 
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| colspan="3" | U-Jagd: Von 1939 bis 1940 war die Flottille in der Nordsee aktiv an der U-Boot-Jagd beteiligt, um britische Vorstöße in die Deutsche Bucht abzuwehren.
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| colspan="3" | Geleitschutz für Eismeer-U-Boote: Bei der Passage der gefährdeten Küstenabschnitte vor dem Nordkap stellten die Boote der Flottille den notwendigen Flak- und U-Jagd-Schutz für auslaufende Frontboote bereit, um diese vor sowjetischen Schnellbooten und Flugzeugen zu schützen.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz West: Während des Geleitverkehrs nach Rotterdam sicherte die Flottille die Flanken für ein- und auslaufende U-Boote im Bereich der holländischen Küstengewässer.
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| colspan="3" | Unterstützung bei Havarien im Arktiseinsatz: Aufgrund der robusten Bauweise der Boote vom Typ 1935 wurden Einheiten der 7. Minensuchflottille häufig zur Hilfeleistung für beschädigte U-Boote im Eismeer herangezogen, um diese unter schwierigsten Bedingungen sicher in die Reparaturwerften zu schleppen.
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| colspan="3" | Minenwarndienst: Durch das Ausbringen eigener Sperren schuf die Flottille geschützte Zonen, die den Handlungsspielraum allierter Überwasserkräfte einschränkten und so die Sicherheit der deutschen U-Boot-Auslaufwege erhöhten.
 
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 62 / 12 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 7. Minensuchflottille (belegt die Einsätze vor Hela und in der Nordsee).
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| B.Arch. RM 69 / 18 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 7. Minensuchflottille (Dokumentiert die Einsätze ab September 1939, bei Weserübung und im Nordmeer).
 
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| BArch RM 51 / 11 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee zur operativen Unterstellung der Flottille 1939/40.
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| B.Arch. RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Belegt die materielle Ausstattung und die personelle Struktur der Flottille).
 
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| BArch RM 52 / 85 || colspan="3" | Unterlagen der 5. Sicherungsdivision zum Geleitverkehr Elbe–Rotterdam und den Minenlegereinsätzen (1942–1945).
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| B.Arch. RM 45-II || colspan="3" | Unterlagen des Admirals norwegische Polarküste (Dokumentiert die operativen Befehle zur Geleitsicherung im Eismeer).
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/7MinSuch-R.htm| → 7. Minensuchflottille]
 
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zu den Minensuchflottillen und der 5. Sicherungsdivision).
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Minensuchflottillen in Norwegen).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Standorte und Kommandeure).
 
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Details zur taktischen Rolle beim Ausbringen des Süd-Westwalls).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Minensuchbooten Typ 1935).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Details zu den Booten des Typs M 1935 und M 1940 der 7. Flottille).  
 
 
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Aktuelle Version vom 11. Februar 2026, 13:35 Uhr

Datenblatt 7. Minensuchflottille
Die 7. Minensuchflottille war ein bedeutender Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während des Zweiten Weltkrieges primär in der Nordsee, vor der norwegischen Küste und später im Nordmeer eingesetzt wurde. Die Flottille war für die Freihaltung der strategisch wichtigen Seewege von Minen sowie für den Schutz der kriegswichtigen Erztruppentransporte verantwortlich. Ausgerüstet mit den robusten Minensuchbooten vom Typ 1935, war sie ein wesentlicher Bestandteil der Verteidigungsorganisation im nördlichen Operationsraum.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung und Standorte: Die Flottille wurde bereits im September 1939 bei Kriegsbeginn mobilgemacht. In der Anfangsphase operierte sie in der Nordsee und im Skagerrak. Im April 1940 nahm sie aktiv am Unternehmen „Weserübung“ teil und war der Kriegsschiffgruppe 5 (Oslo) zugeteilt. Später verlegte der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit nach Nordnorwegen mit Stützpunkten in Tromsø und Kirkenes. Die Flottille unterstand operativ dem Admiral norwegische Polarküste und fachlich dem Führer der Minensuchboote Nord.
Aufgabenprofil: Die Kernaufgaben umfassten das systematische Räumen von britischen und sowjetischen Minensperren in den Eismeerfjorden sowie den Geleitschutz für Nachschubtransporte zur Lapplandfront. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen im Nordmeer und der ständigen Bedrohung durch sowjetische U-Boote und Fliegerkräfte gehörten die Einsätze der 7. Minensuchflottille zu den härtesten im Bereich der Sicherungsstreitkräfte.
Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges sicherte die Flottille die Rückzugsbewegungen der deutschen Truppen aus Nordfinnland und Nordnorwegen. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 verblieben die Einheiten in norwegischen Gewässern. Aufgrund ihrer Spezialisierung im Minenräumen wurde die Flottille fast geschlossen in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.) überführt und räumte bis 1946 die gefährlichen Sperren im Nordmeer.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Stützpunkte im Nordmeer: Die 7. Minensuchflottille war direkt für die Minensicherheit vor den U-Boot-Basen in Nordnorwegen (z. B. Hammerfest und Kirkenes) verantwortlich. Dies ermöglichte den Booten der 11. und 13. U-Flottille den gefahrlosen Auslauf zu den Angriffen auf die alliierten PQ-Konvois.
Geleitschutz für Eismeer-U-Boote: Bei der Passage der gefährdeten Küstenabschnitte vor dem Nordkap stellten die Boote der Flottille den notwendigen Flak- und U-Jagd-Schutz für auslaufende Frontboote bereit, um diese vor sowjetischen Schnellbooten und Flugzeugen zu schützen.
Unterstützung bei Havarien im Arktiseinsatz: Aufgrund der robusten Bauweise der Boote vom Typ 1935 wurden Einheiten der 7. Minensuchflottille häufig zur Hilfeleistung für beschädigte U-Boote im Eismeer herangezogen, um diese unter schwierigsten Bedingungen sicher in die Reparaturwerften zu schleppen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
B.Arch. RM 69 / 18 Kriegstagebuch (KTB) der 7. Minensuchflottille (Dokumentiert die Einsätze ab September 1939, bei Weserübung und im Nordmeer).
B.Arch. RM 61 Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Belegt die materielle Ausstattung und die personelle Struktur der Flottille).
B.Arch. RM 45-II Unterlagen des Admirals norwegische Polarküste (Dokumentiert die operativen Befehle zur Geleitsicherung im Eismeer).
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Minensuchflottillen in Norwegen).
Hildebrand, Hans H. Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Standorte und Kommandeure).
Gröner, Erich Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Minensuchbooten Typ 1935).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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