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5. Schiffsstammabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 5. Schiffsstammabteilung (5. S.S.A.) war eine mobile Ausbildungseinheit, deren Einsatzgeschichte eng mit der Sicherung der Ausbildungsgebiete in der Ostsee und später mit der Verteidigung im Westen verknüpft ist.
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| colspan="3" | Die 5. Schiffsstammabteilung war eine mobile Ausbildungseinheit der Kriegsmarine, deren Einsatzgeschichte eng mit der Sicherung der Ausbildungsgebiete in der Ostsee und später mit der Verteidigung im Westen verknüpft ist. Sie diente als zentrale Durchgangsstation für Rekruten, bevor diese spezialisierten Fachschulen oder Frontverbänden zugewiesen wurden.
 
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 
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| colspan="3" | Anfang: Aufstellung im März 1939 in Eckernförde.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert im März 1939 in Eckernförde; unterstellt dem 2. Admiral der Ostsee bzw. dem 3. Schiffsstammregiment.
 
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| colspan="3" | Status: Unterstellung unter den 2. Admiral der Ostsee bzw. das 3. Schiffsstammregiment.
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| Verlegungen: || colspan="3" | Winter 1941/42 Verlegung nach Libau (Lettland) zur Deckung des Personalbedarfs an der Ostfront. Im April 1944 erfolgte die Verlegung nach Epinal (Frankreich).
 
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| colspan="3" | Verlegungen: Im Winter 1941/42 erfolgte die Verlegung mit fünf Kompanien nach Libau (Lettland), um den Personalbedarf für die Ostfront und die dortigen Stützpunkte zu decken. Im April 1944 wurde die Abteilung nach Epinal (Frankreich) verlegt.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Durchführung des Kompaniedienstes, infanteristischer Drill sowie erste Einweisungen in das Marine-Reglement und die Bordordnung.
 
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| colspan="3" | Ende: Am 01.01.1944 erfolgte die Umbenennung in 15. Schiffsstammabteilung. (Hinweis: Die Verlegung nach Epinal im April 1944 erfolgte bereits unter der neuen Bezeichnung bzw. im Rahmen der Umstrukturierung).
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| Umbenennung: || colspan="3" | Am 01.01.1944 erfolgte die offizielle Umbenennung in 15. Schiffsstammabteilung, unter der auch die spätere Verlegung in den Westraum durchgeführt wurde.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Ausbildung im Osten: Während der Zeit in Libau stellte die Abteilung das Basismaterial für die dortigen Ausbildungsflottillen der U-Boot-Waffe (z. B. die 25. U-Flottille).
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| Standort Libau: || colspan="3" | Funktion als personelles Depot für die Sicherungskräfte im Baltikum und zur Unterstützung der dortigen Hafenschutzflottillen.
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| Standort Epinal: || colspan="3" | Aufbau infanteristischer Verteidigungsstellungen im Hinterland der Westfront zur Abwehr alliierter Luftlandeoperationen und Sabotagetrupps.
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die 5. S.S.A. oft den Diensteintritt von Personal, das direkt für den Einsatz im Baltikum oder später zur Verstärkung der Sicherungskräfte im Westen vorgesehen war.
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| Rekrutierung: || colspan="3" | Schwerpunkt auf der Ausbildung von technischem Personal und Signalgasten für den späteren Dienst auf kleineren Sicherungsfahrzeugen.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Organisation der Schiffsstammabteilungen der Ostsee (Belegt die Aufstellung in Eckernförde)
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| Ausbildungsbasis: || colspan="3" | Während der Stationierung in Libau stellte die Abteilung das Basismaterial für die dortigen Ausbildungsflottillen, insbesondere für die [[25. U-Flottille]].
 
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Rekrutenstammrollen der 5. Schiffsstammabteilung (Dokumentation der Verlegungen nach Libau und Epinal)
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die 5. S.S.A. oft den Diensteintritt von Personal, das später zur Verstärkung der Sicherungskräfte in der Biskaya vorgesehen war.
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Akten des OKM zur Umbenennung in die 15. Schiffsstammabteilung am 01.01.1944
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| Grundschliff: || colspan="3" | Vermittlung der militärischen Disziplin, die als Voraussetzung für die spätere Kommandierung zur [[1. U-Lehrdivision|1. U.L.D.]] oder [[2. U-Lehrdivision|2. U.L.D.]] galt.
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation und den Schiffsstammregimentern)
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Organisation der Schiffsstammabteilungen der Ostsee (Aufstellung Eckernförde).
 
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| Tessin, Georg: || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der 5. und 15. S.S.A.)
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Rekrutenstammrollen der 5. Schiffsstammabteilung (Dokumentation der Verlegungen nach Libau und Epinal).
| Hildebrand, Hans H.: || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Kontext zur Bedeutung der Standorte Libau und Eckernförde)
 
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Akten des OKM zur Umbenennung in die 15. Schiffsstammabteilung am 01.01.1944.
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Bedeutung der Standorte Libau und Eckernförde).
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 15:22 Uhr

Verband 5. Schiffsstammabteilung (5. S.S.A.)
Die 5. Schiffsstammabteilung war eine mobile Ausbildungseinheit der Kriegsmarine, deren Einsatzgeschichte eng mit der Sicherung der Ausbildungsgebiete in der Ostsee und später mit der Verteidigung im Westen verknüpft ist. Sie diente als zentrale Durchgangsstation für Rekruten, bevor diese spezialisierten Fachschulen oder Frontverbänden zugewiesen wurden.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert im März 1939 in Eckernförde; unterstellt dem 2. Admiral der Ostsee bzw. dem 3. Schiffsstammregiment.
Verlegungen: Winter 1941/42 Verlegung nach Libau (Lettland) zur Deckung des Personalbedarfs an der Ostfront. Im April 1944 erfolgte die Verlegung nach Epinal (Frankreich).
Ausbildung: Durchführung des Kompaniedienstes, infanteristischer Drill sowie erste Einweisungen in das Marine-Reglement und die Bordordnung.
Umbenennung: Am 01.01.1944 erfolgte die offizielle Umbenennung in 15. Schiffsstammabteilung, unter der auch die spätere Verlegung in den Westraum durchgeführt wurde.
Spezifische Merkmale & Standorte
Standort Libau: Funktion als personelles Depot für die Sicherungskräfte im Baltikum und zur Unterstützung der dortigen Hafenschutzflottillen.
Standort Epinal: Aufbau infanteristischer Verteidigungsstellungen im Hinterland der Westfront zur Abwehr alliierter Luftlandeoperationen und Sabotagetrupps.
Rekrutierung: Schwerpunkt auf der Ausbildung von technischem Personal und Signalgasten für den späteren Dienst auf kleineren Sicherungsfahrzeugen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsbasis: Während der Stationierung in Libau stellte die Abteilung das Basismaterial für die dortigen Ausbildungsflottillen, insbesondere für die 25. U-Flottille.
Personalhistorie: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die 5. S.S.A. oft den Diensteintritt von Personal, das später zur Verstärkung der Sicherungskräfte in der Biskaya vorgesehen war.
Grundschliff: Vermittlung der militärischen Disziplin, die als Voraussetzung für die spätere Kommandierung zur 1. U.L.D. oder 2. U.L.D. galt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Organisation der Schiffsstammabteilungen der Ostsee (Aufstellung Eckernförde).
BArch RM 121 / 642 Rekrutenstammrollen der 5. Schiffsstammabteilung (Dokumentation der Verlegungen nach Libau und Epinal).
BArch RM 3 / 1024 Akten des OKM zur Umbenennung in die 15. Schiffsstammabteilung am 01.01.1944.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Bodenorganisation und Schiffsstammregimenter).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Übersicht der 5. und 15. S.S.A.).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Bedeutung der Standorte Libau und Eckernförde).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132