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II. Wachoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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! Dienststellung
! '''II. Wachoffizier'''
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! '''II. Wachoffizier (II. W.O.)'''
 
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| colspan="3" | Der II. Wachoffizier (II. W.O.) war auf einem deutschen U-Boot der dritthöchste Offizier an Bord und der „Junior“ unter den Wachgängern. Diese Position ist besonders wichtig, da sie fast immer die erste Einstiegsposition für spätere Erfolgskommandanten war.
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| colspan="3" | Der II. Wachoffizier (II. W.O.) war auf Booten der dritthöchste Offizier und der „Junior“ unter den Wachgängern. Er bildete die fundamentale Einstiegsstufe für den Seeoffiziersnachwuchs. In dieser Position bewies der Offizier seine erste Kaltblütigkeit im Fronteinsatz und legte das Fundament für den späteren Aufstieg zum I. Wachoffizier oder Kommandanten. Er fungierte als technischer und taktischer Leiter spezifischer Sektionen an Bord.
 
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! colspan="3" | Entstehung und Funktion 
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! colspan="3" | Aufgaben und Verantwortlichkeiten
 
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| colspan="3" | Die Dienststellung des II. W.O. war seit der Aufstellung der ersten U-Flottillen fest im Rollenplan verankert. Auf U-Booten war er einer von zwei (später drei) Wachoffizieren. 
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| Wachdienst: || colspan="3" | Führung einer der drei Seewachen (häufig die „Hundewache“); volle Verantwortung für Kurs, Ausguck und navigatorische Sicherheit während der Dienstzeit auf der Brücke.
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| colspan="3" | Wachdienst: Er führte eine der drei Wachen (meist die sogenannte „Hundewache“ oder die Nachmittagswache) auf der Brücke. Er trug während dieser Zeit die volle Verantwortung für die Sicherheit des Bootes und die Einhaltung des Kurses.
 
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| colspan="3" | Waffenoffizier: Seine wichtigste Spezialaufgabe war die Funktion des Artillerie- und Flak-Offiziers. Er war verantwortlich für die Wartung der Geschütze (8,8-cm oder 10,5-cm Deckskanone sowie die 2-cm/3,7-cm Flak) und die Ausbildung der Geschützbedienungen.
 
 
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| colspan="3" | Torpedowesen: Er unterstützte den I WO bei der Pflege der Torpedos in den Rohren und Lasten.Funk- und Horchdienst: Oft unterstanden ihm administrativ die Funker, da er für die Verschlüsselung (Enigma/Schlüssel M) mitverantwortlich war. 
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| Waffenoffizier: || colspan="3" | Primäre Zuständigkeit als Artillerie- und Flak-Offizier; verantwortlich für Wartung und Einsatz der Deckskanone (8,8-cm/10,5-cm) sowie der leichten und mittleren Flugabwehr.
 
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| colspan="3" | Verwaltung: Er war Verantwortlicher für die Planung des Proviants der Unternehmung an Bord und der Abwicklung allgemeiner Verwaltungsmaßnahmen.
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| Nachrichtendienst: || colspan="3" | Mitverantwortlich für die Verschlüsselung via Enigma (Schlüssel M) und Fachvorgesetzter des Funk- und Horchpersonals zur Sicherstellung des Signalflusses.
 
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| colspan="3" | Ende Die Funktion endete für den Offizier entweder durch Versetzung zum Kommandanten-Lehrgang (nach meist 3–5 Feindfahrten), durch Tod im Einsatz oder mit der Kapitulation im Mai 1945. 
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| Logistik: || colspan="3" | Funktion als Proviantoffizier; Planung der Verpflegung, Überwachung der Lastenverteilung und Koordination der Vorratsplanung für monatelange Unternehmungen.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe und Sicherungsverbände
 
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| colspan="3" | Nachrichten- und Flakoffizier: Er war primär für das Nachrichtenwesen (Verschlüsselung mit der Enigma) und die Flugabwehr (Flakleitung) verantwortlich. Im Falle eines Luftangriffs leitete er das Feuer der Geschütze auf dem „Wintergarten“.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Der II WO kam oft direkt von Fachschulen (z.B. Sperrschule); er unterstützte den I WO im Torpedowesen und war maßgeblich an der Lastenberechnung beteiligt.
 
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| colspan="3" | Logistik: Der II. W.O. fungierte oft als Proviantoffizier und war für die Lastenverteilung und die Verpflegungsplanung für die oft monatelangen Feindfahrten zuständig.
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| Überwasser-Spezifik: || colspan="3" | Auf Torpedobooten und Minensuchern Koordination der Nahbereichsverteidigung gegen Schnellboote und Flieger sowie Aufsicht über die Ausbringung der Räumgeräte.
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die Position des II. W.O. den ersten Schritt in der bordseitigen Führungslaufbahn eines U-Boot-Offiziers. Hier sammelte er die notwendige Erfahrung für den späteren Aufstieg zum I. W.O. und Kommandanten.
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| Selektionsphase: || colspan="3" | Die Position galt als „Prüffeld“ für Führungsgeschick; nach meist 3 bis 5 Feindfahrten erfolgte bei Eignung die Kommandierung zum Kommandanten-Lehrgang.
 
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| colspan="3" | Spezialisierung: Viele II. W.O.s kamen direkt von den Spezialschulen, wie der Sperrwaffenschule (für Minenkenntnisse) oder nach einer Abkommandierung als Beobachter der Luftwaffe.
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen markiert diese Stellung den Beginn der aktiven Führungslaufbahn an Bord eines Frontbootes und dokumentiert die erste operative Bewährung.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Aufgabenverteilung auf Unterseebooten und die Pflichten des II. W.O.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalbestimmungen und Dienstvorschriften für Wachoffiziere der Unterseeboot-Waffe und Sicherungsstreitkräfte.
 
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Unterseebootwesens zur Ausbildung der Wachoffiziere in der Nachrichtenübermittlung
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| BArch RM 92 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Frontflottillen: Dokumentation der Ressortverteilung und Einsatzleistungen der Zweiten Wachoffiziere.
 
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| BArch RM 98 / [Boot-Nummer] || colspan="3" | Kriegstagebücher, in denen die personelle Besetzung der Offiziersstellen dokumentiert ist
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Seeoffiziere: Nachweise über die Verwendung als II WO und die fachliche Qualifikation für den weiteren Aufstieg.
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, zur Hierarchie und Stellenbesetzung auf U-Booten)
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945" (Band III, Kapitel zur bordorganisatorischen Gliederung und Hierarchie).
 
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| Giessler, Helmuth: || colspan="3" | Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst (Informationen zur Rolle des Nachrichtenoffiziers an Bord)
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| Merten, Karl-Friedrich || colspan="3" | "Nach Kompass: Lebenserinnerungen eines Seeoffiziers" (Schilderung der Einstiegsverwendung als Wachoffizier).
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| Hessler, Günter: || colspan="3" | The U-Boat War in the Atlantic (Analyse der Führungsstruktur und der logistischen Aufgaben des II. W.O.)
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| Herzog, Bodo || colspan="3" | "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Informationen zur personellen Struktur und den Laufbahnstufen).
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
 
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 26. Februar 2026, 16:22 Uhr

Dienststellung II. Wachoffizier (II. W.O.)
Der II. Wachoffizier (II. W.O.) war auf Booten der dritthöchste Offizier und der „Junior“ unter den Wachgängern. Er bildete die fundamentale Einstiegsstufe für den Seeoffiziersnachwuchs. In dieser Position bewies der Offizier seine erste Kaltblütigkeit im Fronteinsatz und legte das Fundament für den späteren Aufstieg zum I. Wachoffizier oder Kommandanten. Er fungierte als technischer und taktischer Leiter spezifischer Sektionen an Bord.
Aufgaben und Verantwortlichkeiten
Wachdienst: Führung einer der drei Seewachen (häufig die „Hundewache“); volle Verantwortung für Kurs, Ausguck und navigatorische Sicherheit während der Dienstzeit auf der Brücke.
Waffenoffizier: Primäre Zuständigkeit als Artillerie- und Flak-Offizier; verantwortlich für Wartung und Einsatz der Deckskanone (8,8-cm/10,5-cm) sowie der leichten und mittleren Flugabwehr.
Nachrichtendienst: Mitverantwortlich für die Verschlüsselung via Enigma (Schlüssel M) und Fachvorgesetzter des Funk- und Horchpersonals zur Sicherstellung des Signalflusses.
Logistik: Funktion als Proviantoffizier; Planung der Verpflegung, Überwachung der Lastenverteilung und Koordination der Vorratsplanung für monatelange Unternehmungen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe und Sicherungsverbände
Ausbildung: Der II WO kam oft direkt von Fachschulen (z.B. Sperrschule); er unterstützte den I WO im Torpedowesen und war maßgeblich an der Lastenberechnung beteiligt.
Überwasser-Spezifik: Auf Torpedobooten und Minensuchern Koordination der Nahbereichsverteidigung gegen Schnellboote und Flieger sowie Aufsicht über die Ausbringung der Räumgeräte.
Selektionsphase: Die Position galt als „Prüffeld“ für Führungsgeschick; nach meist 3 bis 5 Feindfahrten erfolgte bei Eignung die Kommandierung zum Kommandanten-Lehrgang.
Personalhistorie: In den Stammrollen markiert diese Stellung den Beginn der aktiven Führungslaufbahn an Bord eines Frontbootes und dokumentiert die erste operative Bewährung.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 642 Personalbestimmungen und Dienstvorschriften für Wachoffiziere der Unterseeboot-Waffe und Sicherungsstreitkräfte.
BArch RM 92 Kriegstagebücher (KTB) der Frontflottillen: Dokumentation der Ressortverteilung und Einsatzleistungen der Zweiten Wachoffiziere.
BArch PERS 6 Personalakten der Seeoffiziere: Nachweise über die Verwendung als II WO und die fachliche Qualifikation für den weiteren Aufstieg.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945" (Band III, Kapitel zur bordorganisatorischen Gliederung und Hierarchie).
Merten, Karl-Friedrich "Nach Kompass: Lebenserinnerungen eines Seeoffiziers" (Schilderung der Einstiegsverwendung als Wachoffizier).
Herzog, Bodo "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Informationen zur personellen Struktur und den Laufbahnstufen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132