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Divisionsleutnant: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Der Divisionsleutnant fungierte als Adjutant oder Personalreferent im Stab einer Schiffsstammdivision und bildete die Schnittstelle zwischen der Divisionsführung und den einzelnen Ausbildungsabteilungen.
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| colspan="3" | Der Divisionsleutnant fungierte als Adjutant oder Personalreferent im Stab einer Schiffsstammdivision und bildete die zentrale Schnittstelle zwischen der Divisionsführung und den einzelnen Ausbildungsabteilungen. Er war verantwortlich für die administrative Abwicklung des Dienstbetriebs und die personelle Verwaltung großer Kontingente innerhalb der Bodenorganisation.
 
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| colspan="3" | Anfang: Die Dienststellung wurde mit der Einrichtung der Schiffsstammdivisionen (z. B. S.D.N. in Wilhelmshaven) ab 1920 geschaffen.
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| Entstehung: || colspan="3" | Einrichtung der Dienststellung mit der Formation der Schiffsstammdivisionen (z. B. S.D.N. in Wilhelmshaven) ab 1920 zur Professionalisierung der Marineverwaltung.
 
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| colspan="3" | Rolle: Er führte die Personalpapiere (Stammrollen, Wehrpässe) einer gesamten Division (hier im Sinne eines organisatorischen Teils der Abteilung, ca. 400–600 Mann).
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| Personalwesen: || colspan="3" | Führung der Personalpapiere (Stammrollen, Wehrpässe) für Verbände von ca. 400–600 Mann; Bearbeitung von Beförderungsvorschlägen und Zuweisung von Ersatzpersonal.
 
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| colspan="3" | Aufgaben: Er war verantwortlich für die Urlaubsplanung, die Bearbeitung von Disziplinarstrafen, Beförderungsvorschläge und die Zuweisung von Ersatzpersonal an die Frontflottillen.
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| Administration: || colspan="3" | Verantwortlichkeit für die Urlaubsplanung, die Bearbeitung von Disziplinarstrafen sowie die Brückenfunktion zwischen Abteilungskommandeur und Kompanieführern.
 
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| colspan="3" | Schnittstelle: Er bildete die Brücke zwischen dem Abteilungskommandeur und den einzelnen Kompanieführern.
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| Meldewesen: || colspan="3" | Sicherstellung des korrekten Dienstverkehrs mit den übergeordneten Marinestationen und Koordination der Nachschubanforderungen für die Frontverbände.
 
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colspan="3" | Ende: Die Bezeichnung entfiel weitgehend mit der Auflösung der Schiffsstammdivisionen und deren Überführung in die Marine-Lehrdivisionen ab Januar 1944.
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| Stabsbewährung: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert diese Dienststellung eine wichtige Phase der administrativen Bewährung an Land vor einer Frontkommandierung.
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| Organisations-Talent: || colspan="3" | Erscheint dieser Eintrag in der Vita eines Offiziers, deutet dies auf eine frühzeitige Identifizierung außergewöhnlicher organisatorischer und bürokratischer Fähigkeiten hin.
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| Führungsspanne: || colspan="3" | Koordination der Unterbringung und Verpflegung großer Rekrutenjahrgänge während der intensiven Aufbauphasen der Flotte.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Administrative Ausbildung: Für junge Offiziere war die Verwendung als Divisionsleutnant eine wichtige Schule in der Militärverwaltung. Diese Kenntnisse waren später bei der Führung eines U-Boot-Stützpunktes oder in der Flottillenadministration (z. B. als Adjutant eines Flottillenchefs) von großem Wert.
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| Verwaltungsschule: || colspan="3" | Wichtige Vorbereitung für die spätere Führung eines U-Boot-Stützpunktes oder die Administration innerhalb der Flottillenstäbe (z. B. als Flottillenadjutant).
 
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| colspan="3" | Personalsteuerung: Der Divisionsleutnant war in den Auswahlprozess eingebunden, wenn Rekruten für Speziallaufbahnen wie die U-Boot-Waffe gesichtet und den entsprechenden U-Lehrgängen zugewiesen wurden.
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| Personalsteuerung: || colspan="3" | Einbindung in den Auswahlprozess bei der Sichtung von Rekruten für Speziallaufbahnen und deren Zuweisung zu den entsprechenden U-Lehrgängen.
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert diese Dienststellung oft eine Phase der Stabsbewährung an Land. Erscheint dieser Eintrag im Lebenslauf eines späteren Kommandanten, deutet dies auf eine frühzeitige Erkenntnis seiner administrativen und organisatorischen Fähigkeiten hin.
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| Kaderplanung: || colspan="3" | Sicherstellung der lückenlosen personellen Auffüllung der U-Stammkompanien durch qualifiziertes und disziplinarisch vorgeprüftes Ersatzpersonal.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Aufgaben der Offiziere in den Stäben der Schiffsstammdivisionen
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Aufgaben der Offiziere in den Stäben der Schiffsstammdivisionen.
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Bestimmungen über die personelle Verwaltung und das Meldewesen innerhalb der Marinestationen (1939–1944)
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Bestimmungen über die personelle Verwaltung und das Meldewesen innerhalb der Marinestationen (1939–1944).
 
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalstammrollen der Marinestationen mit Nachweisen über die Verwendung als Divisionsleutnant
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen in der Landorganisation)
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen in der Landorganisation).
 
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| Tessin, Georg: || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Divisionen und deren Stabsstruktur)
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, systematische Übersicht der Marine-Divisionen).
| Hildebrand, Hans H.: || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Bietet Kontext zur administrativen Laufbahnstruktur innerhalb der Kriegsmarine)
 
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext zur administrativen Laufbahnstruktur).
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 16:49 Uhr

Dienststellung Divisionsleutnant
Der Divisionsleutnant fungierte als Adjutant oder Personalreferent im Stab einer Schiffsstammdivision und bildete die zentrale Schnittstelle zwischen der Divisionsführung und den einzelnen Ausbildungsabteilungen. Er war verantwortlich für die administrative Abwicklung des Dienstbetriebs und die personelle Verwaltung großer Kontingente innerhalb der Bodenorganisation.
Historischer Kontext & Aufgabenprofil
Entstehung: Einrichtung der Dienststellung mit der Formation der Schiffsstammdivisionen (z. B. S.D.N. in Wilhelmshaven) ab 1920 zur Professionalisierung der Marineverwaltung.
Personalwesen: Führung der Personalpapiere (Stammrollen, Wehrpässe) für Verbände von ca. 400–600 Mann; Bearbeitung von Beförderungsvorschlägen und Zuweisung von Ersatzpersonal.
Administration: Verantwortlichkeit für die Urlaubsplanung, die Bearbeitung von Disziplinarstrafen sowie die Brückenfunktion zwischen Abteilungskommandeur und Kompanieführern.
Meldewesen: Sicherstellung des korrekten Dienstverkehrs mit den übergeordneten Marinestationen und Koordination der Nachschubanforderungen für die Frontverbände.
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Stabsbewährung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert diese Dienststellung eine wichtige Phase der administrativen Bewährung an Land vor einer Frontkommandierung.
Organisations-Talent: Erscheint dieser Eintrag in der Vita eines Offiziers, deutet dies auf eine frühzeitige Identifizierung außergewöhnlicher organisatorischer und bürokratischer Fähigkeiten hin.
Führungsspanne: Koordination der Unterbringung und Verpflegung großer Rekrutenjahrgänge während der intensiven Aufbauphasen der Flotte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Verwaltungsschule: Wichtige Vorbereitung für die spätere Führung eines U-Boot-Stützpunktes oder die Administration innerhalb der Flottillenstäbe (z. B. als Flottillenadjutant).
Personalsteuerung: Einbindung in den Auswahlprozess bei der Sichtung von Rekruten für Speziallaufbahnen und deren Zuweisung zu den entsprechenden U-Lehrgängen.
Kaderplanung: Sicherstellung der lückenlosen personellen Auffüllung der U-Stammkompanien durch qualifiziertes und disziplinarisch vorgeprüftes Ersatzpersonal.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Aufgaben der Offiziere in den Stäben der Schiffsstammdivisionen.
BArch RM 121 / 162 Bestimmungen über die personelle Verwaltung und das Meldewesen innerhalb der Marinestationen (1939–1944).
BArch RM 121 / 642 Personalstammrollen der Marinestationen mit Nachweisen über die Verwendung als Divisionsleutnant.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen in der Landorganisation).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, systematische Übersicht der Marine-Divisionen).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext zur administrativen Laufbahnstruktur).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132