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3. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 3. Vorpostenflottille wurde kurz vor Kriegsausbruch im August 1939 mobilgemacht. Sie war als Teil der Sicherungskräfte für die Überwachung der Nordseezugänge und später für den Schutz der besetzten Küsten im Westraum verantwortlich. Die Flottille bestand überwiegend aus umgerüsteten Fischdampfern, die für den militärischen Dienst mit Bewaffnung und Funktechnik nachgerüstet wurden. Sie unterstand operativ dem Führer der Vorpostenboote Nord (später West).
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| colspan="3" | Die 3. Vorpostenflottille wurde im August 1939 mobilgemacht und war eine wesentliche Säule der Sicherungskräfte in der Nordsee sowie an den besetzten Küsten im Westraum. Bestehend aus umgerüsteten Fischdampfern, fungierte der Verband als taktisches Schutzschild für die Schifffahrtswege und bildete eine erste Verteidigungslinie gegen alliierte Luft- und Seeangriffe.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Einsatzgebiete: Die Aufstellung erfolgte im August 1939 im Bereich der Marinestation der Nordsee. Zu Beginn des Krieges operierte die Flottille primär in der Deutschen Bucht und im Skagerrak. Nach der Besetzung der Niederlande und Frankreichs wurde der Verband nach Westen verlegt, wobei die Flottille zeitweise in den niederländischen Häfen wie Hoek van Holland sowie später an der Kanalküste stationiert war. Sie war der 1. Sicherungsdivision unterstellt.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Mobilmachung im August 1939 im Bereich der Marinestation der Nordsee.
 
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| colspan="3" | Aufgabenprofil: Die Hauptaufgaben umfassten den Geleitschutz für Handelsschiffe, die Überwachung von Minenwarngebieten und die aktive U-Boot-Jagd in den Küstengewässern. Die Boote dienten zudem als Flak-Träger zum Schutz vor alliierten Luftangriffen. Die Besatzungen setzten sich aus erfahrenen Seeleuten der Fischereiflotte zusammen, die unter dem Kommando von Reserve- oder aktiven Marineoffizieren standen.
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Deutsche Bucht, Skagerrak, später Verlegung nach Westen (Hoek van Holland und französische Kanalküste).
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges wurde die Flottille in die Rückzugskämpfe im Westraum verwickelt. Teile der Flottille wurden im Jahr 1944 bei den Kämpfen nach der alliierten Invasion in Frankreich und den Niederlanden aufgerieben. Die verbliebenen Einheiten zogen sich in den deutschen Küstenraum zurück. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die Boote teilweise in den Deutschen Minenräumdienst eingegliedert, um die lebenswichtigen Schifffahrtswege zu säubern.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Operativ dem Führer der Vorpostenboote Nord (später West); truppendienstlich der 1. Sicherungsdivision.
 
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Bewaffnete Fischdampfer mit Flak-Ausrüstung und S-Gerät (Sonar). Besatzungen primär aus erfahrenen Seeleuten der Hochseefischerei.
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| Kriegsende: || colspan="3" | 1944 schwere Verluste bei Invasionskämpfen; Überreste in den deutschen Küstenraum verlegt. Nach dem 08.05.1945 teilweise Einsatz im Deutschen Minenräumdienst.
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| colspan="3" | Sicherung der Auslaufwege: Die 3. Vorpostenflottille sicherte die Zwangswege für auslaufende U-Boote aus den Nordseehäfen gegen britische U-Boot-Lauerstellungen und Luftminen. Die Vorpostenboote agierten als "Schild", um den Frontbooten eine sichere Passage in tiefere Gewässer zu ermöglichen.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung der Handelsschifffahrt und Überwachung von Minenwarngebieten an den Brennpunkten des Ärmelkanals.
 
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| colspan="3" | Unterstützung bei Probefahrten: In der Nordsee übernahm die Flottille gelegentlich Sicherungsaufgaben für neu in Dienst gestellte U-Boote während ihrer ersten Erprobungsfahrten, um diese vor Überraschungsangriffen durch britische Schnellboote oder Flugzeuge zu schützen.
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| U-Jagd: || colspan="3" | Aktive Suche und Bekämpfung feindlicher U-Boote in den flachen Küstengewässern mittels Wasserbomben.
 
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| colspan="3" | Seenotdienst: Aufgrund ihrer robusten Bauweise wurden die Fischdampfer der 3. Vorpostenflottille häufig zur Bergung von Besatzungen beschädigter U-Boote herangezogen, die es nicht mehr aus eigener Kraft in die Stützpunkte schafften.
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| Flak-Träger: || colspan="3" | Schutz der Häfen und Geleite vor alliierten Luftangriffen durch mobile Flugabwehrplattformen auf den Fischdampfern.
 
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| B.Arch. RM 65 / 4 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 3. Vorpostenflottille (Dokumentiert die täglichen Einsätze und Sicherungsaufgaben im Nord- und Westraum).
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| Auslaufwege: || colspan="3" | Sicherung der „Zwangswege“ für [[U-Boote]] aus den Nordseehäfen gegen britische Lauerstellungen und Luftminen.
 
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| B.Arch. RM 61 / 11 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote Nord (Enthält Berichte über die materielle Ausstattung und personelle Besetzung der Flottille).
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| Probefahrten: || colspan="3" | Sicherung neu in Dienst gestellter Boote bei ersten Erprobungen gegen Schnellboot-Angriffe und Fliegergefahr.
 
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| B.Arch. RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Belegt die strategische Einplanung der Vorpostenverbände zur Sicherung der U-Boot-Stützpunkte).
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| Seenotdienst: || colspan="3" | Bergung von Besatzungen beschädigter Boote; die robuste Bauweise der Fischdampfer erlaubte Einsätze auch bei schwerstem Wetter.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Vorpostenflottillen).
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| BArch RM 65 / 4 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 3. Vorpostenflottille (Einsatzberichte Nord- und Westraum).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Flottillenchefs und Unterstellungen).
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| BArch RM 61 / 11 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote Nord (Materielle Ausstattung und Personalbesetzung).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 8, technische Daten zu den als Vorpostenboote genutzten Fischdampfern).
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Einplanung zur Sicherung der U-Boot-Basen).
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Vorpostenflottillen).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Hilfsschiffe und Fischdampfer).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 12:30 Uhr

Verband 3. Vorpostenflottille
Die 3. Vorpostenflottille wurde im August 1939 mobilgemacht und war eine wesentliche Säule der Sicherungskräfte in der Nordsee sowie an den besetzten Küsten im Westraum. Bestehend aus umgerüsteten Fischdampfern, fungierte der Verband als taktisches Schutzschild für die Schifffahrtswege und bildete eine erste Verteidigungslinie gegen alliierte Luft- und Seeangriffe.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Mobilmachung im August 1939 im Bereich der Marinestation der Nordsee.
Einsatzgebiete: Deutsche Bucht, Skagerrak, später Verlegung nach Westen (Hoek van Holland und französische Kanalküste).
Unterstellung: Operativ dem Führer der Vorpostenboote Nord (später West); truppendienstlich der 1. Sicherungsdivision.
Ausrüstung: Bewaffnete Fischdampfer mit Flak-Ausrüstung und S-Gerät (Sonar). Besatzungen primär aus erfahrenen Seeleuten der Hochseefischerei.
Kriegsende: 1944 schwere Verluste bei Invasionskämpfen; Überreste in den deutschen Küstenraum verlegt. Nach dem 08.05.1945 teilweise Einsatz im Deutschen Minenräumdienst.
Aufgabenprofil & Spezifische Merkmale
Geleitschutz: Sicherung der Handelsschifffahrt und Überwachung von Minenwarngebieten an den Brennpunkten des Ärmelkanals.
U-Jagd: Aktive Suche und Bekämpfung feindlicher U-Boote in den flachen Küstengewässern mittels Wasserbomben.
Flak-Träger: Schutz der Häfen und Geleite vor alliierten Luftangriffen durch mobile Flugabwehrplattformen auf den Fischdampfern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auslaufwege: Sicherung der „Zwangswege“ für U-Boote aus den Nordseehäfen gegen britische Lauerstellungen und Luftminen.
Probefahrten: Sicherung neu in Dienst gestellter Boote bei ersten Erprobungen gegen Schnellboot-Angriffe und Fliegergefahr.
Seenotdienst: Bergung von Besatzungen beschädigter Boote; die robuste Bauweise der Fischdampfer erlaubte Einsätze auch bei schwerstem Wetter.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 / 4 Kriegstagebuch (KTB) der 3. Vorpostenflottille (Einsatzberichte Nord- und Westraum).
BArch RM 61 / 11 Akten des Führers der Vorpostenboote Nord (Materielle Ausstattung und Personalbesetzung).
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Einplanung zur Sicherung der U-Boot-Basen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Vorpostenflottillen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Hilfsschiffe und Fischdampfer).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132