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1. Torpedobootsflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 1. Torpedobootsflottille war ein traditionsreicher Angriffs- und Sicherungsverband der Kriegsmarine. Sie war maßgeblich an den frühen Seeoperationen in der Nordsee, dem Ärmelkanal und während des Unternehmens „Weserübung“ beteiligt. Die Flottille setzte sich primär aus den modernen Torpedobooten der Raubvogel- und Raubtier-Klasse sowie später aus den schwerer bewaffneten Flottentorpedobooten zusammen, die aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Torpedobewaffnung sowohl für den Vorstoß als auch für den Geleitschutz spezialisiert waren.
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| colspan="3" | Die 1. Torpedobootsflottille war ein traditionsreicher Angriffs- und Sicherungsverband der Kriegsmarine. Sie operierte maßgeblich in der Nordsee, im Ärmelkanal und während des Unternehmens „Weserübung“. Ausgestattet mit modernen Einheiten der Raubvogel- und Raubtier-Klasse, war sie spezialisiert auf offensive Minenunternehmen, Nachtgefechte und den schweren Geleitschutz.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Standorte: Die Flottille wurde bereits in der Reichsmarine formiert und mit Beginn des Krieges 1939 für aktive Operationen in der Nordsee eingesetzt. Wichtige Stützpunkte waren Wilhelmshaven und Swinemünde, später nach der Besetzung Frankreichs auch Cherbourg und Le Havre. Truppendienstlich unterstand die Flottille dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.). Zu den eingesetzten Einheiten gehörten bekannte Boote wie „Möwe“, „Seeadler“, „Albatros“ und „Greif“.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert bereits in der Reichsmarine; zu Kriegsbeginn 1939 aktive Operationen in der Nordsee.
 
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| colspan="3" | Aufgabenprofil: Die Kernaufgaben umfassten offensive Minenunternehmen vor der britischen Küste, den Schutz schwerer Einheiten (Schlachtschiffe und Kreuzer) sowie den Geleitschutz für Handelsschiffe. Ein wesentlicher Teil des Dienstes im Ärmelkanal bestand in der Bekämpfung britischer Schnellboote und Zerstörer. Die Flottille zeichnete sich durch hohe Mobilität und Schlagkraft bei Nachtgefechten aus.
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| Standorte: || colspan="3" | Wilhelmshaven, Swinemünde; später Cherbourg und Le Havre (Frankreich).
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges wurde die Flottille in die schweren Rückzugskämpfe in der Ostsee verwickelt. Die verbliebenen Boote sicherten bis zum 08.05.1945 die Flüchtlingstransporte aus den Ostgebieten gegen sowjetische Luft- und Seeangriffe. Nach der Kapitulation wurden die Boote teilweise als Kriegsbeute an die Alliierten übergeben oder in dänischen und deutschen Häfen interniert.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Truppendienstlich dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
 
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| Einheiten: || colspan="3" | Bekannte Boote wie [[Möwe]], [[Seeadler]], [[Albatros]] und [[Greif]] sowie Flottentorpedoboote vom Typ 35 und 37.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Mai 1945: Schwere Rückzugskämpfe und Sicherung von Flüchtlingstransporten in der Ostsee. Nach der Kapitulation Übergabe als Kriegsbeute oder Internierung.
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| colspan="3" | Sicherung der Auslaufwege: Die 1. Torpedobootsflottille stellte regelmäßig den schweren Geleitschutz für auslaufende U-Boote der Frontflottillen beim Durchbruch durch den Ärmelkanal oder das Skagerrak. Ihre starke Flak-Bewaffnung und Torpedos boten den U-Booten Schutz vor britischen Überwasserangriffen in den gefährdeten Küstenpassagen.
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| Bewaffnung: || colspan="3" | Raubtier-Klasse: 3 x 10,5 cm Geschütze, 6 x 50 cm Torpedorohre. Flak-Bewaffnung im Kriegsverlauf massiv verstärkt.
 
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| colspan="3" | Taktische Zusammenarbeit: Bei kombinierten Operationen im Nordatlantik koordinierten die Torpedoboote ihre Bewegungen mit den U-Boot-Gruppen, um als Vorposten feindliche Sicherungskräfte zu binden und den Booten den Angriff auf Geleitzüge zu erleichtern.
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| Antrieb: || colspan="3" | Hochdruck-Heißdampf-Turbinenanlagen; Geschwindigkeiten bis zu 35 kn; hohe Manövrierfähigkeit für Nachtangriffe.
 
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| colspan="3" | Sicherung der Ausbildungsgewässer: In der Ostsee sicherte die Flottille die Übungsgebiete der Unterseeboot-Lehrdivisionen gegen das Eindringen feindlicher Aufklärer, um eine ungestörte Ausbildung der U-Boot-Besatzungen zu gewährleisten.
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| Offensiv-Einsatz: || colspan="3" | Durchführung riskanter Minenunternehmen vor der britischen Küste und Bekämpfung feindlicher Schnellboote und Zerstörer im Kanal.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| B.Arch. RM 72 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Dokumentiert die Einsätze, Gefechtsberichte und taktischen Befehle der 1. Torpedobootsflottille).
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| Durchbruchshilfe: || colspan="3" | Schwerer Geleitschutz für auslaufende Front-[[U-Boote]] beim Durchbruch durch den Ärmelkanal oder das Skagerrak gegen Überwasserangriffe.
 
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| B.Arch. RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Belegt die strategische Planung und den Geleitschutz für U-Boot-Unternehmungen).
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| Taktische Kooperation: || colspan="3" | Koordination mit U-Boot-Gruppen im Nordatlantik als Vorposten, um feindliche Sicherungskräfte zu binden und Angriffe zu erleichtern.
 
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| B.Arch. RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Torpedoboote (Enthält Berichte über die materielle Einsatzbereitschaft und Personalbesetzung).
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| Ausbildungsschutz: || colspan="3" | Sicherung der Übungsgebiete der Unterseeboot-Lehrdivisionen in der Ostsee gegen das Eindringen feindlicher Aufklärer.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Torpedobootsverbände).
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| BArch RM 72 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Gefechtsberichte der 1. Flottille).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Flottillenchefs und Stützpunkte).
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zum Geleitschutz für U-Boot-Unternehmungen.
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Booten der Raubvogel- und Raubtier-Klasse).
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Einsatzbereitschaft und Personal).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Torpedobootsverbände).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten der Torpedoboote).
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:10 Uhr

Verband 1. Torpedobootsflottille
Die 1. Torpedobootsflottille war ein traditionsreicher Angriffs- und Sicherungsverband der Kriegsmarine. Sie operierte maßgeblich in der Nordsee, im Ärmelkanal und während des Unternehmens „Weserübung“. Ausgestattet mit modernen Einheiten der Raubvogel- und Raubtier-Klasse, war sie spezialisiert auf offensive Minenunternehmen, Nachtgefechte und den schweren Geleitschutz.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert bereits in der Reichsmarine; zu Kriegsbeginn 1939 aktive Operationen in der Nordsee.
Standorte: Wilhelmshaven, Swinemünde; später Cherbourg und Le Havre (Frankreich).
Unterstellung: Truppendienstlich dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
Einheiten: Bekannte Boote wie Möwe, Seeadler, Albatros und Greif sowie Flottentorpedoboote vom Typ 35 und 37.
Kriegsende: Mai 1945: Schwere Rückzugskämpfe und Sicherung von Flüchtlingstransporten in der Ostsee. Nach der Kapitulation Übergabe als Kriegsbeute oder Internierung.
Spezifikationen & Aufgabenprofil
Bewaffnung: Raubtier-Klasse: 3 x 10,5 cm Geschütze, 6 x 50 cm Torpedorohre. Flak-Bewaffnung im Kriegsverlauf massiv verstärkt.
Antrieb: Hochdruck-Heißdampf-Turbinenanlagen; Geschwindigkeiten bis zu 35 kn; hohe Manövrierfähigkeit für Nachtangriffe.
Offensiv-Einsatz: Durchführung riskanter Minenunternehmen vor der britischen Küste und Bekämpfung feindlicher Schnellboote und Zerstörer im Kanal.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Durchbruchshilfe: Schwerer Geleitschutz für auslaufende Front-U-Boote beim Durchbruch durch den Ärmelkanal oder das Skagerrak gegen Überwasserangriffe.
Taktische Kooperation: Koordination mit U-Boot-Gruppen im Nordatlantik als Vorposten, um feindliche Sicherungskräfte zu binden und Angriffe zu erleichtern.
Ausbildungsschutz: Sicherung der Übungsgebiete der Unterseeboot-Lehrdivisionen in der Ostsee gegen das Eindringen feindlicher Aufklärer.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 72 Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Gefechtsberichte der 1. Flottille).
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zum Geleitschutz für U-Boot-Unternehmungen.
BArch RM 61 Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Einsatzbereitschaft und Personal).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Torpedobootsverbände).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten der Torpedoboote).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132