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Führer der Vorpostenboote West: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Dienststelle des Führers der Vorpostenboote West war eine zentrale operative Kommandostelle der Kriegsmarine im besetzten Frankreich. Sie war verantwortlich für die Führung, Organisation und den Einsatz aller Vorpostenflottillen im westlichen Operationsgebiet. Der F.d.V. West koordinierte die Sicherung der Küstengewässer von der niederländischen Grenze bis zur spanischen Grenze und spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Seeverbindungen im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya.
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| colspan="3" | Die Dienststelle des Führers der Vorpostenboote West war eine zentrale operative Kommandostelle der Kriegsmarine im besetzten Frankreich. Sie koordinierte die Sicherung der Küstengewässer von der niederländischen bis zur spanischen Grenze und spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Seeverbindungen im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Unterstellung: Die Dienststelle wurde im Jahr 1940 nach dem Abschluss des Frankreichfeldzuges eingerichtet. Sie unterstand operativ dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.) und truppendienstlich dem Marinegruppenkommando West. Der Sitz des Stabes befand sich zeitweise in Paris und später in räumlicher Nähe zu den großen Atlantikstützpunkten. Zu den unterstellten Einheiten gehörten zahlreiche Vorpostenflottillen (wie die 2. oder 20. Vp.-Flottille), die zumeist aus umgerüsteten Fischdampfern und Walfängern bestanden.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Einrichtung im Jahr 1940 nach dem Frankreichfeldzug; unterstellt dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.) und dem Marinegruppenkommando West.
 
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| colspan="3" | Aufgabenprofil: Die Hauptaufgabe des F.d.V. West war die lückenlose Überwachung der französischen Küstenvorfelder. Dies umfasste den Schutz der Handelsschifffahrt vor britischen Schnellbootangriffen, die Abwehr von feindlichen Luftangriffen auf Geleitzüge und die aktive U-Boot-Jagd gegen alliierte Einheiten. Die Dienststelle koordinierte zudem die Ausbildung der Besatzungen für den harten Dienst im Atlantik und überwachte die materielle Instandsetzung der oft überbeanspruchten Hilfsschiffe in den französischen Werften.
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| Standorte: || colspan="3" | Stabssitz zeitweise in Paris, später in direkter Nähe zu den großen Atlantikstützpunkten verlegt.
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: Mit dem alliierten Durchbruch in Frankreich im Sommer 1944 wurde der Befehlsbereich des F.d.V. West zunehmend eingeschränkt. Die Dienststelle koordinierte die Evakuierung der Sicherungsstreitkräfte nach Norden und in die verbliebenen Festungsbereiche. Im Herbst 1944 wurde die Dienststelle im Zuge der Umgliederung der Sicherungsstreitkräfte im Westen aufgelöst. Das Personal des Stabes wurde größtenteils in die Verteidigung der „Festungen“ (z. B. La Rochelle oder St. Nazaire) eingegliedert, wo sie bis zur Kapitulation am 08.05.1945 verblieben.
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| Aufgabenprofil: || colspan="3" | Überwachung der französischen Küstenvorfelder, Schutz der Handelsschifffahrt vor britischen Schnellbooten, Abwehr von Luftangriffen sowie aktive Jagd auf feindliche Einheiten.
 
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| Einheiten: || colspan="3" | Führung zahlreicher Vorpostenflottillen (z. B. 2. oder 20. Vp.-Flottille), primär bestehend aus bewaffneten Fischdampfern und Walfängern.
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| Ende: || colspan="3" | Auflösung im Herbst 1944 nach dem alliierten Durchbruch in Frankreich; Personal wurde zur Verteidigung der "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945 eingesetzt.
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| colspan="3" | Sicherung der Ein- und Auslaufwege: Der F.d.V. West war direkt verantwortlich für die Sicherheit der Front-U-Boote beim Passieren der gefährdeten Küstenzonen. Er befahl die Bereitstellung von Vorpostenbooten als „Sperrschirme“, um die U-Boote der 1., 2., 6., 7., 9. und 10. U-Flottille vor Angriffen britischer Zerstörer und Jagdbomber zu schützen, bis diese das tiefe Wasser der Biskaya erreichten.
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| Sperrschirme: || colspan="3" | Direkte Verantwortung für die Sicherheit der Front-Boote beim Passieren der Küstenzone. Bereitstellung von Vorpostenbooten zum Schutz der [[1. U-Flottille]], [[2. U-Flottille]], [[6. U-Flottille]], [[7. U-Flottille]], [[9. U-Flottille]] und [[10. U-Flottille]].
 
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| colspan="3" | Nachrichtenwesen und Lagebild: Der Stab des F.d.V. West lieferte dem Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) fortlaufend Daten über feindliche Minenwarnungen, Radar-Ortungen und Sichtmeldungen alliierter Seestreitkräfte im Küstenvorfeld. Diese Informationen waren für die taktische Planung der Auslaufbewegungen der U-Boot-Waffe unverzichtbar.
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| Lagebild: || colspan="3" | Lieferung kritischer Daten über feindliche Minenwarnungen, Radar-Ortungen und Sichtmeldungen an den B.d.U. zur taktischen Routenplanung.
 
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| colspan="3" | Seenotrettung und Unterstützung: Bei Beschädigungen von U-Booten durch Fliegerangriffe oder Kollisionen im Bereich der französischen Küste koordinierte der F.d.V. West die Rettungseinsätze durch seine Vorpostenboote. Die robusten Einheiten leisteten oft unter schwerem Beschuss Schlepphilfe, um havarierte Boote sicher in die Bunkeranlagen zu bringen.
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| Seenotrettung: || colspan="3" | Koordination von Rettungseinsätzen und Schlepphilfe für durch Fliegerangriffe oder Kollisionen beschädigte Boote im Bereich der Biskaya.
 
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| B.Arch. RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote West (Enthält die zentralen Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte über die Sicherung der Biskaya).
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| BArch RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote West (Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte zur Biskaya-Sicherung).
 
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| B.Arch. RM 61 / 1 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Dokumentiert die übergeordnete Führung der Vorpostenverbände in Frankreich).
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| BArch RM 61 / 1 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Übergeordnete Führung der Vorpostenverbände).
 
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| B.Arch. RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zum Westraum (Belegt die strategische Zusammenarbeit zwischen dem F.d.V. West und der U-Boot-Führung).
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Zusammenarbeit zwischen F.d.V. West und U-Boot-Führung).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Sicherungsstreitkräfte West).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Sicherungsstreitkräfte West).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Admiralsstäbe und Dienststellenleiter im Westraum).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| Ruge, Friedrich || colspan="3" | Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleitleiten, Vorpostenbootdienst. (Beschreibt die operative Rolle der Vorpostenverbände unter dem F.d.V. West).
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| Ruge, Friedrich || colspan="3" | "Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleitleiten, Vorpostenbootdienst" (Operative Rolle der Vorpostenverbände).
 
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:39 Uhr

Dienststelle Führer der Vorpostenboote West (F.d.V. West)
Die Dienststelle des Führers der Vorpostenboote West war eine zentrale operative Kommandostelle der Kriegsmarine im besetzten Frankreich. Sie koordinierte die Sicherung der Küstengewässer von der niederländischen bis zur spanischen Grenze und spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Seeverbindungen im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Einrichtung im Jahr 1940 nach dem Frankreichfeldzug; unterstellt dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.) und dem Marinegruppenkommando West.
Standorte: Stabssitz zeitweise in Paris, später in direkter Nähe zu den großen Atlantikstützpunkten verlegt.
Aufgabenprofil: Überwachung der französischen Küstenvorfelder, Schutz der Handelsschifffahrt vor britischen Schnellbooten, Abwehr von Luftangriffen sowie aktive Jagd auf feindliche Einheiten.
Einheiten: Führung zahlreicher Vorpostenflottillen (z. B. 2. oder 20. Vp.-Flottille), primär bestehend aus bewaffneten Fischdampfern und Walfängern.
Ende: Auflösung im Herbst 1944 nach dem alliierten Durchbruch in Frankreich; Personal wurde zur Verteidigung der "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945 eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sperrschirme: Direkte Verantwortung für die Sicherheit der Front-Boote beim Passieren der Küstenzone. Bereitstellung von Vorpostenbooten zum Schutz der 1. U-Flottille, 2. U-Flottille, 6. U-Flottille, 7. U-Flottille, 9. U-Flottille und 10. U-Flottille.
Lagebild: Lieferung kritischer Daten über feindliche Minenwarnungen, Radar-Ortungen und Sichtmeldungen an den B.d.U. zur taktischen Routenplanung.
Seenotrettung: Koordination von Rettungseinsätzen und Schlepphilfe für durch Fliegerangriffe oder Kollisionen beschädigte Boote im Bereich der Biskaya.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 / 12 Akten des Führers der Vorpostenboote West (Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte zur Biskaya-Sicherung).
BArch RM 61 / 1 Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Übergeordnete Führung der Vorpostenverbände).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Zusammenarbeit zwischen F.d.V. West und U-Boot-Führung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Sicherungsstreitkräfte West).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Ruge, Friedrich "Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleitleiten, Vorpostenbootdienst" (Operative Rolle der Vorpostenverbände).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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