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Führer der U-Boote Ausbildung: Unterschied zwischen den Versionen

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| Entstehung: || colspan="3" | Am 06.03.1942 geschaffen (hervorgegangen aus dem 2. Admiral der Unterseeboote), um den massiven Zuwachs an Neubau-Booten organisatorisch zu bewältigen.
 
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| Qualitätskontrolle: || colspan="3" | Sicherstellung eines einheitlichen hohen Ausbildungsstandards trotz des enormen Zeitdrucks und der Materialknappheit in der zweiten Kriegshälfte.
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| Selektionsgewalt: || colspan="3" | Er besaß die Disziplinargewalt, Kommandanten oder Wachoffiziere noch während der Endausbildung abzulösen, wenn diese im Rahmen der [[AGRU-Front]] keine ausreichende Führungseignung zeigten.
 
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| Ausbildungs-Umfang: || colspan="3" | Unter seiner Leitung wurden hunderte von Besatzungen in den dänischen Gewässern und der östlichen Ostsee für den „Totalen U-Boot-Krieg“ formiert.
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| Taktik-Seminare: || colspan="3" | Durchführung von regelmäßigen Erfahrungsberichten („Belehrungskurse“), bei denen Frontheimkehrer ihre Erkenntnisse direkt an die Schüler-Kommandanten weitergaben.
 
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| Typ-Umstellung: || colspan="3" | Massive organisatorische Leistung bei der Umsteuerung der Ausbildung auf die neuen Hochleistungs-Boote vom Typ [[XXI]] und Typ [[XXIII]] ab 1944.
 
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:06 Uhr

Dienststelle Führer der U-Boote Ausbildung (F.d.U. Ausb.)
Der Führer der Unterseeboote Ausbildungsflottillen (F.d.U. Ausb.) war die zentrale operative Kommandobehörde der U-Boot-Waffe für die taktische Endausbildung der Frontbesatzungen. Er bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der technischen Grundausbildung an den Schulen und dem scharfen Fronteinsatz im Atlantik.
Historische Entwicklung und Standorte
Entstehung: Am 06.03.1942 geschaffen (hervorgegangen aus dem 2. Admiral der Unterseeboote), um den massiven Zuwachs an Neubau-Booten organisatorisch zu bewältigen.
Standorte: Zunächst in Kiel, später kriegsbedingt nach Gotenhafen (Gdingen) verlegt, um im Schutz der Ostsee ungestört Übungen durchführen zu können.
Ende: Januar 1945 Evakuierung aufgrund der herannahenden Ostfront; offizielle Auflösung im März 1945.
Spezifische Merkmale & Taktische Kontrolle
Schießausbildung: Der F.d.U. Ausb. koordinierte die 26. U-Flottille, in der jeder Kommandant vor dem Fronteinsatz eine Serie von scharfen Torpedoschüssen absolvieren musste.
Selektionsgewalt: Er besaß die Disziplinargewalt, Kommandanten oder Wachoffiziere noch während der Endausbildung abzulösen, wenn diese im Rahmen der AGRU-Front keine ausreichende Führungseignung zeigten.
Taktik-Seminare: Durchführung von regelmäßigen Erfahrungsberichten („Belehrungskurse“), bei denen Frontheimkehrer ihre Erkenntnisse direkt an die Schüler-Kommandanten weitergaben.
Typ-Umstellung: Massive organisatorische Leistung bei der Umsteuerung der Ausbildung auf die neuen Hochleistungs-Boote vom Typ XXI und Typ XXIII ab 1944.
Unterstellte Verbände (Auswahl)
Ausbildungsflottillen: 18. U-Flottille, 19. U-Flottille, 20. U-Flottille
21. U-Flottille, 22. U-Flottille, 23. U-Flottille
24. U-Flottille, 25. U-Flottille, 26. U-Flottille
27. U-Flottille
Spezialverbände: AGRU-Front (Hela/Danzig), verantwortlich für die technische und taktische Vollausbildung der Frontboote.
Quellenangabe - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 U-Boote der Kriegsmarine. Grundsatzbefehle und Ausbildungsrichtlinien des F.d.U. Ausb.
BArch RM 7 / 843 ff. Seekriegsleitung. Stellenbesetzungslisten und Zuweisung der Boote.
BArch PERS 6 Personalakten von Offizierspersonal unter dem F.d.U. Ausb.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt F.d.U. Ausb.).
Herzog, Bodo "60 Jahre deutsche U-Boote 1906–1966" (Ausbildungsmethodik).
M.Dv. Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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