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Fahrgerät-Lehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Der Fahrgerät-Lehrgang war eine hochspezialisierte technische Ausbildung für das Personal der U-Boot-Waffe, die sich mit der Handhabung und Wartung automatischer Kurssteuerungs- und Stabilisierungsanlagen befasste. Diese Systeme waren essenziell, um das Boot bei getauchter Fahrt, hohen Unterwassergeschwindigkeiten oder unter Gefechtsbedingungen präzise auf Kurs und in stabiler Tiefe zu halten.
 
| colspan="3" | Der Fahrgerät-Lehrgang war eine hochspezialisierte technische Ausbildung für das Personal der U-Boot-Waffe, die sich mit der Handhabung und Wartung automatischer Kurssteuerungs- und Stabilisierungsanlagen befasste. Diese Systeme waren essenziell, um das Boot bei getauchter Fahrt, hohen Unterwassergeschwindigkeiten oder unter Gefechtsbedingungen präzise auf Kurs und in stabiler Tiefe zu halten.
 
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| T.V.H.-Kopplung: || colspan="3" | Ein zentraler Teil der Ausbildung war die Verbindung zum Torpedovorhastrechner (T.V.H.). Der Lehrgangsteilnehmer lernte, wie das Fahrgerät Kursänderungen direkt vom Rechner übernahm, um den optimalen Schusswinkel automatisch zu halten.
 
| T.V.H.-Kopplung: || colspan="3" | Ein zentraler Teil der Ausbildung war die Verbindung zum Torpedovorhastrechner (T.V.H.). Der Lehrgangsteilnehmer lernte, wie das Fahrgerät Kursänderungen direkt vom Rechner übernahm, um den optimalen Schusswinkel automatisch zu halten.
 
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| Magnetverstärker: || colspan="3" | Einweisung in die damals hochmoderne Magnetverstärker-Technik, die ohne anfällige Elektronenröhren auskam und das Fahrgerät unempfindlicher gegen die Erschütterungen von Wasserbomben machte.
 
| Magnetverstärker: || colspan="3" | Einweisung in die damals hochmoderne Magnetverstärker-Technik, die ohne anfällige Elektronenröhren auskam und das Fahrgerät unempfindlicher gegen die Erschütterungen von Wasserbomben machte.
 
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| Relais-Justierung: || colspan="3" | Schulung an der sogenannten „Zitter-Schaltung“. Diese hielt die mechanischen Teile der Steuerung in minimaler, ständiger Bewegung, um das „Festkleben“ durch Haftreibung zu verhindern und ein sofortiges Ansprechen der Ruder zu garantieren.
 
| Relais-Justierung: || colspan="3" | Schulung an der sogenannten „Zitter-Schaltung“. Diese hielt die mechanischen Teile der Steuerung in minimaler, ständiger Bewegung, um das „Festkleben“ durch Haftreibung zu verhindern und ein sofortiges Ansprechen der Ruder zu garantieren.
 
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| Kurs-Schreiber: || colspan="3" | Auswertung der mechanischen Kursschreiber-Rollen. Der F-Geräte-Spezialist lernte, aus den Zick-Zack-Linien der Aufzeichnung Rückschlüsse auf fehlerhafte Trimmung oder mechanisches Spiel im Rudergestänge zu ziehen.
 
| Kurs-Schreiber: || colspan="3" | Auswertung der mechanischen Kursschreiber-Rollen. Der F-Geräte-Spezialist lernte, aus den Zick-Zack-Linien der Aufzeichnung Rückschlüsse auf fehlerhafte Trimmung oder mechanisches Spiel im Rudergestänge zu ziehen.
 
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| Typ XXI Innovation: || colspan="3" | Bei Booten vom Typ [[XXI]] wurde das F-Gerät mit der Horchanlage gekoppelt. Der Lehrgang vermittelte, wie das Boot mittels Automatik „auf den Sound“ des Gegners eingesteuert werden konnte.
 
| Typ XXI Innovation: || colspan="3" | Bei Booten vom Typ [[XXI]] wurde das F-Gerät mit der Horchanlage gekoppelt. Der Lehrgang vermittelte, wie das Boot mittels Automatik „auf den Sound“ des Gegners eingesteuert werden konnte.
 
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| Schleichfahrt: || colspan="3" | Optimierung der Steuerung für die Schleichfahrt. Ein perfekt einjustiertes F-Gerät verhinderte unnötig hartes Ruderlegen, was die akustische Entdeckungsgefahr durch Kavitationsgeräusche massiv senkte.
 
| Schleichfahrt: || colspan="3" | Optimierung der Steuerung für die Schleichfahrt. Ein perfekt einjustiertes F-Gerät verhinderte unnötig hartes Ruderlegen, was die akustische Entdeckungsgefahr durch Kavitationsgeräusche massiv senkte.
 
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur nautischen Ausrüstung und Fahrgeräten).
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 15:50 Uhr

Ausbildung Fahrgerät-Lehrgang (F-Geräte-Lehrgang)
Der Fahrgerät-Lehrgang war eine hochspezialisierte technische Ausbildung für das Personal der U-Boot-Waffe, die sich mit der Handhabung und Wartung automatischer Kurssteuerungs- und Stabilisierungsanlagen befasste. Diese Systeme waren essenziell, um das Boot bei getauchter Fahrt, hohen Unterwassergeschwindigkeiten oder unter Gefechtsbedingungen präzise auf Kurs und in stabiler Tiefe zu halten.
Spezifische Merkmale & Technische Details
T.V.H.-Kopplung: Ein zentraler Teil der Ausbildung war die Verbindung zum Torpedovorhastrechner (T.V.H.). Der Lehrgangsteilnehmer lernte, wie das Fahrgerät Kursänderungen direkt vom Rechner übernahm, um den optimalen Schusswinkel automatisch zu halten.
Magnetverstärker: Einweisung in die damals hochmoderne Magnetverstärker-Technik, die ohne anfällige Elektronenröhren auskam und das Fahrgerät unempfindlicher gegen die Erschütterungen von Wasserbomben machte.
Relais-Justierung: Schulung an der sogenannten „Zitter-Schaltung“. Diese hielt die mechanischen Teile der Steuerung in minimaler, ständiger Bewegung, um das „Festkleben“ durch Haftreibung zu verhindern und ein sofortiges Ansprechen der Ruder zu garantieren.
Kurs-Schreiber: Auswertung der mechanischen Kursschreiber-Rollen. Der F-Geräte-Spezialist lernte, aus den Zick-Zack-Linien der Aufzeichnung Rückschlüsse auf fehlerhafte Trimmung oder mechanisches Spiel im Rudergestänge zu ziehen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Typ XXI Innovation: Bei Booten vom Typ XXI wurde das F-Gerät mit der Horchanlage gekoppelt. Der Lehrgang vermittelte, wie das Boot mittels Automatik „auf den Sound“ des Gegners eingesteuert werden konnte.
Schleichfahrt: Optimierung der Steuerung für die Schleichfahrt. Ein perfekt einjustiertes F-Gerät verhinderte unnötig hartes Ruderlegen, was die akustische Entdeckungsgefahr durch Kavitationsgeräusche massiv senkte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 / 1215 Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur technischen Ausbildung am Fahrgerät.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Ausbildung des Maschinenpersonals und der Wachoffiziere an den U-Lehrdivisionen.
BArch RM 3 / 1024 Akten des OKM zur personellen Struktur und technischen Qualifikation.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur technischen Ausbildung).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur nautischen Ausrüstung und Fahrgeräten).
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Darstellung der Steuerungs- und Navigationstechnik).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132