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Horchlehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Horchlehrgang war eine hochspezialisierte Fachausbildung für das Personal der Unterwasser-Hör- und Ortungstechnik. Er diente dazu, die "Ohren des Bootes" zu schulen, um gegnerische Überwasser- und Unterwassergeräusche frühzeitig zu identifizieren, zu peilen und nach Schiffstypen zu klassifizieren.
 
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| Standorte: || colspan="3" | Durchführung primär an der Marinenachrichtenschule (M.N.S.) in Flensburg-Mürwik sowie an spezialisierten Erprobungsstellen der Nachrichtenmittel-Inspektion (N.M.I.).
 
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| Gerätekunde: || colspan="3" | Intensive Schulung am Gruppenhorchgerät (GHG) und dem Kristall-Einzel-Horchgerät (KDB) sowie Einweisung in die Wartung der Hydrophone.
 
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| Akustik-Training: || colspan="3" | Gehörschulung zur Unterscheidung von Schraubengeräuschen (Zerstörer, Frachter, Korvetten), biologischen Lauten (Wale, Fische) und Eigengeräuschen des Bootes.
 
| Akustik-Training: || colspan="3" | Gehörschulung zur Unterscheidung von Schraubengeräuschen (Zerstörer, Frachter, Korvetten), biologischen Lauten (Wale, Fische) und Eigengeräuschen des Bootes.
 
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| Taktik: || colspan="3" | Erlernen der akustischen Standortbestimmung und Kursermittlung feindlicher Verbände allein durch passive Horchpeilung zur Vermeidung aktiver Ortung.
 
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| Ende 1945: || colspan="3" | Der Lehrbetrieb wurde bis zum Kriegsende aufrechterhalten, wobei zuletzt die Abwehr alliierter Asdic-Ortung im Fokus stand.
 
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| Gehör-Selektion: || colspan="3" | Nur Personal mit absolutem Gehör und hoher Konzentrationsfähigkeit wurde nach einem medizinischen Eignungstest für den Horchlehrgang zugelassen.
 
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| Störgeräusche: || colspan="3" | Training zur Filterung von Nebengeräuschen wie Seegang, Regen auf der Wasseroberfläche oder Kavitationsgeräuschen bei verschiedenen Geschwindigkeiten.
 
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| Dokumentation: || colspan="3" | Der erfolgreiche Abschluss wurde als Spezialisten-Qualifikation in der Personalakte BArch PERS 6 vermerkt.
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| Lebensversicherung: || colspan="3" | Auf Tauchfahrt war der Horcher das einzige "Auge" des Bootes; die erlernten Fähigkeiten waren essentiell für das rechtzeitige Einleiten von Ausweichmanövern.
 
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| Angriffshilfe: || colspan="3" | Lieferung präziser Zieldaten für den Torpedorechner allein über akustische Peilung, was Überraschungsangriffe aus der Tiefe ermöglichte.
 
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| Zusammenarbeit: || colspan="3" | Enges Zusammenwirken mit dem Navigationsoffizier und dem Leitenden Ingenieur zur Minimierung der Eigengeräusche während der Horchpausen.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über Fachlehrgänge für Unterwasser-Hörwesen bei Funkern und Nachrichtenmaaten.
 
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über Fachlehrgänge für Unterwasser-Hörwesen bei Funkern und Nachrichtenmaaten.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Erziehungs- und Bildungswesen).
 
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die Sonaranlagen der deutschen U-Boote" (Detaillierte Darstellung der Technik und Bedienung).
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 09:27 Uhr

Ausbildung Horchlehrgang
Der Horchlehrgang war eine hochspezialisierte Fachausbildung für das Personal der Unterwasser-Hör- und Ortungstechnik. Er diente dazu, die "Ohren des Bootes" zu schulen, um gegnerische Überwasser- und Unterwassergeräusche frühzeitig zu identifizieren, zu peilen und nach Schiffstypen zu klassifizieren.
Entstehung, Funktion und Ausbildungsinhalte
Standorte: Durchführung primär an der Marinenachrichtenschule (M.N.S.) in Flensburg-Mürwik sowie an spezialisierten Erprobungsstellen der Nachrichtenmittel-Inspektion (N.M.I.).
Gerätekunde: Intensive Schulung am Gruppenhorchgerät (GHG) und dem Kristall-Einzel-Horchgerät (KDB) sowie Einweisung in die Wartung der Hydrophone.
Akustik-Training: Gehörschulung zur Unterscheidung von Schraubengeräuschen (Zerstörer, Frachter, Korvetten), biologischen Lauten (Wale, Fische) und Eigengeräuschen des Bootes.
Taktik: Erlernen der akustischen Standortbestimmung und Kursermittlung feindlicher Verbände allein durch passive Horchpeilung zur Vermeidung aktiver Ortung.
Ende 1945: Der Lehrbetrieb wurde bis zum Kriegsende aufrechterhalten, wobei zuletzt die Abwehr alliierter Asdic-Ortung im Fokus stand.
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Gehör-Selektion: Nur Personal mit absolutem Gehör und hoher Konzentrationsfähigkeit wurde nach einem medizinischen Eignungstest für den Horchlehrgang zugelassen.
Störgeräusche: Training zur Filterung von Nebengeräuschen wie Seegang, Regen auf der Wasseroberfläche oder Kavitationsgeräuschen bei verschiedenen Geschwindigkeiten.
Dokumentation: Der erfolgreiche Abschluss wurde als Spezialisten-Qualifikation in der Personalakte BArch PERS 6 vermerkt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Lebensversicherung: Auf Tauchfahrt war der Horcher das einzige "Auge" des Bootes; die erlernten Fähigkeiten waren essentiell für das rechtzeitige Einleiten von Ausweichmanövern.
Angriffshilfe: Lieferung präziser Zieldaten für den Torpedorechner allein über akustische Peilung, was Überraschungsangriffe aus der Tiefe ermöglichte.
Zusammenarbeit: Enges Zusammenwirken mit dem Navigationsoffizier und dem Leitenden Ingenieur zur Minimierung der Eigengeräusche während der Horchpausen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Ausbildung des Horch- und Ortungspersonals der Kriegsmarine.
BArch RM 123 Akten der Marinenachrichtenschulen: Lehrgangspläne und Prüfungsvorschriften für Horchlehrgänge.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Fachlehrgänge für Unterwasser-Hörwesen bei Funkern und Nachrichtenmaaten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Erziehungs- und Bildungswesen).
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Technische Entwicklung und Ausbildung der Horcher).
Rössler, Eberhard "Die Sonaranlagen der deutschen U-Boote" (Detaillierte Darstellung der Technik und Bedienung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132