Aktionen

III. Wachoffizier (Schiff): Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „ {| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitabl…“)
 
 
Zeile 10: Zeile 10:
 
|-
 
|-
 
! Dienststellung
 
! Dienststellung
! '''III. Wachoffizier (III. W.O.)'''
+
! '''III. Wachoffizier'''
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||

Aktuelle Version vom 8. März 2026, 08:08 Uhr

Dienststellung III. Wachoffizier
Der III. Wachoffizier war ein Teileinheitsführer und Brückenwachoffizier auf Kriegsschiffen der mittleren und kleineren Klassen (z. B. Torpedoboote, Minensuchboote, Vorpostenboote). Er unterstand dem Kommandanten und dem I. Wachoffizier. In See leitete er eigenverantwortlich eine der drei Wachen (Wachdienst), führte das Schiff nach den Weisungen des Kommandanten und war für die Sicherheit der Seefahrt sowie die Ausguck- und Signalorganisation während seiner Wache verantwortlich. An Land oder im Hafen oblagen ihm zudem spezifische administrative Aufgaben in der Bordorganisation.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufgaben: Führung der Seewache; Navigation und Logbuchführung; Aufsicht über den Signaldienst; Ausbildung der Decksunteroffiziere und Mannschaften.
Nebenfunktion: Oftmals zugleich als Funk-, Signal- oder Verpflegungsoffizier des Schiffes eingesetzt (Personalunion).
Qualifikation: Besetzung durch junge Seeoffiziere (Leutnant zur See) oder erfahrene Oberfähnriche zur See im Rahmen ihrer praktischen Frontbewährung.
Ende 1945: Mit der Außerdienststellung der Einheiten nach der Kapitulation im Mai 1945 erlosch diese Bordfunktion.
Spezifische Merkmale
Verantwortung: In See vertrat der III. W.O. den Kommandanten auf der Brücke und war befugt, bei drohender Gefahr (z. B. Kollision, Angriff) sofortige Manöver einzuleiten.
Gefecht: Im Gefecht übernahm er meist eine zugewiesene Waffenstation (z. B. Flak-Leitung oder Torpedostation) oder diente als Reserve für den I. W.O.
Ausbildung: Wichtige Stufe in der Laufbahn zum Kommandanten; hier wurden die Grundlagen der praktischen Schiffsführung und Menschenführung unter Frontbedingungen vertieft.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderschmiede: Viele III. Wachoffiziere der Überwasserstreitkräfte wechselten nach ihrer ersten Bewährung zur U-Boot-Waffe, um dort als II. W.O. einzusteigen.
Erfahrung: Die auf Torpedobooten erlernte offensive Taktik und das Verständnis für schnelle Manöver waren wertvolle Grundlagen für den späteren U-Boot-Einsatz.
Kooperation: Auf Sicherungsfahrzeugen (Vp-Boote) koordinierten III. W.O. oft die unmittelbare Signalverbindung zu den geleiteten U-Booten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Bordorganisation und die Bestimmungen für den Wachdienst auf Kriegsschiffen (M.Dv. 32).
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Seeoffizieren mit der Verwendung als „III. W.O. auf Torpedoboot...“.
BArch RM 58 Führer der Torpedoboote: Kriegstagebücher mit Besetzungslisten der Wachoffiziere während der operativen Einsätze.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Führung und Bordorganisation).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Offiziersstellen an Bord der Flotte).
Mallmann Showell, J. „Das Handbuch der deutschen Kriegsmarine“ (Details zur Hierarchie und den Aufgaben der Wachoffiziere).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132