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2. U-Lehrdivision: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| Besonderheit „Schaukel-Ausbildung“: || colspan="3" | In Gotenhafen wurden spezielle mechanische Wippen und Simulatoren eingesetzt, um das Personal an das extreme Rollen und Stampfen des Bootes zu gewöhnen. Hierbei wurde gezielt die Seekrankheit bekämpft und das Arbeiten unter physischer Disorientierung trainiert.
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| Besonderheit „Gasschutz-Drill“: || colspan="3" | Einzigartig für die 2. U.L.D. war der intensive Drill in der Zentrale unter Gasmasken. Dies simulierte den Einsatz bei Chlorgaustritt (Batterieschäden) oder Rauchbildung nach Wasserbombenangriffen.
 
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| Besonderheit „Zentralen-Simulator“: || colspan="3" | Die Division verfügte über einen der modernsten stationären Zentralen-Simulatoren, an dem der Leitende Ingenieur (L.I.) und der Wachoffizier (W.O.) das Zusammenspiel beim „Schnelltauchen“ auf die Sekunde genau koordinieren mussten.
 
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| Selektionsfilter: || colspan="3" | Wer in Gotenhafen an den technischen Prüfungen oder dem Stress-Drill scheiterte, wurde unmittelbar zur Überwasserflotte zurückversetzt. Die 2. U.L.D. war das „Nadelöhr“ zur Frontreife.
 
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen markiert die Zeit bei der 2. U.L.D. die Phase der intensiven Spezialisierung. Bekannte Offiziere wie Ulrich Heyse dienten hier als Ausbilder und Kommandeure.
 
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Unterseeboot-Lehrdivisionen (Lehrgangspläne, Stärkemeldungen und Berichte zur Verlegung 1945)
 
 
Die 2. U-Lehrdivision wurde im November 1940 gegründet. Sie wurde später der [[22. U-Flottille]] angegliedert. Im Januar 1945 aufgelöst. Diese Division diente der Ausbildung und Schulung von U-Bootbesatzungen.
 
 
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Unterlagen zum H.K.U. und der Organisation der U-Boot-Ausbildung)
 
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zum Ausbildungswesen und den Lehrdivisionen)
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur Struktur der Ausbildungsverbände)
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| || Rainer Busch/Hans J. Röll ||'''Der U-Boot-Krieg 1939 – 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften'''
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| || || 2008 - Mittler Verlag - ISBN-978-3813205121
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| || || Seite 305.
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 13:48 Uhr

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Dienststelle 2. Unterseeboots-Lehrdivision (2. U.L.D.)
Die 2. U.L.D. war eine zentrale Ausbildungseinheit der Kriegsmarine zur fachlichen und technischen Unterweisung von U-Boot-Personal. Im Gegensatz zu Frontflottillen lag der Fokus hier auf der Vermittlung von Spezialwissen für Wachoffiziere und technisches Personal, wobei die Division eng mit den unterstellten Schulflottillen zusammenarbeitete.
Aufstellung, Standorte & Unterstellung
Aufstellung: 13.06.1940 (Lehrbetrieb ab November 1940).
Hauptstandort: Gotenhafen (Gdynia). Ausweichhäfen bei Eisgang: Pillau.
Unterstellung: Zunächst direkt dem B.d.U., ab Januar 1943 dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung (H.K.U.) zugeordnet.
Kriegsende: Januar 1945 Verlegung nach Westen befohlen. Ein erheblicher Teil des Personals kam beim Untergang der Wilhelm Gustloff ums Leben.
Struktur & Spezifische Besonderheiten
Gliederung: I. Abteilung (seemännisch), II. Abteilung (technisch), 22. U-Flottille (praktische Boote).
Besonderheit „Schaukel-Ausbildung“: In Gotenhafen wurden spezielle mechanische Wippen und Simulatoren eingesetzt, um das Personal an das extreme Rollen und Stampfen des Bootes zu gewöhnen. Hierbei wurde gezielt die Seekrankheit bekämpft und das Arbeiten unter physischer Disorientierung trainiert.
Besonderheit „Gasschutz-Drill“: Einzigartig für die 2. U.L.D. war der intensive Drill in der Zentrale unter Gasmasken. Dies simulierte den Einsatz bei Chlorgaustritt (Batterieschäden) oder Rauchbildung nach Wasserbombenangriffen.
Besonderheit „Zentralen-Simulator“: Die Division verfügte über einen der modernsten stationären Zentralen-Simulatoren, an dem der Leitende Ingenieur (L.I.) und der Wachoffizier (W.O.) das Zusammenspiel beim „Schnelltauchen“ auf die Sekunde genau koordinieren mussten.
Kommandeure
00.11.1940 – 00.11.1941: Fregattenkapitän Werner Hartmann.
00.12.1941 – 00.11.1943: Fregattenkapitän Ernst Hashagen.
00.12.1943 – 00.02.1944: Korvettenkapitän Wilhelm Ambrosius.
00.02.1944 – 00.02.1945: Kapitän zur See Karl Neitzel.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Selektionsfilter: Wer in Gotenhafen an den technischen Prüfungen oder dem Stress-Drill scheiterte, wurde unmittelbar zur Überwasserflotte zurückversetzt. Die 2. U.L.D. war das „Nadelöhr“ zur Frontreife.
Personalhistorie: In den Stammrollen markiert die Zeit bei der 2. U.L.D. die Phase der intensiven Spezialisierung. Bekannte Offiziere wie Ulrich Heyse dienten hier als Ausbilder und Kommandeure.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Unterseeboot-Lehrdivisionen (Lehrgangspläne, Stärkemeldungen und Berichte zur Verlegung 1945)
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Unterlagen zum H.K.U. und der Organisation der U-Boot-Ausbildung)
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zum Ausbildungswesen und den Lehrdivisionen)
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur Struktur der Ausbildungsverbände)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132

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