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Marinesperrinspektion: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 13. März 2026, 12:08 Uhr

Dienststelle Marinesperrinspektion (Inspektion der Sperrwaffen)
Die Marinesperrinspektion (Sperr-Insp.) war die zentrale Fachinstanz der Kriegsmarine für alle Belange des Sperrwaffenwesens. Sie war verantwortlich für die Entwicklung, Erprobung, Lagerung und Bereitstellung von Seeminen, Netzsperren und Sprengmitteln. Zudem unterstanden ihr die Sperrwaffenschulen zur Ausbildung des Fachpersonals sowie die Sperrzeugämter in den Stützpunkten. Die Inspektion legte die taktischen Richtlinien für den Minenkrieg fest und überwachte die technische Einsatzbereitschaft der Sperrmittel für Überwasserstreitkräfte und die U-Boot-Waffe. Ihr Hauptsitz befand sich in Kiel.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Reorganisation aus der Inspektion des Torpedowesens und Minenwesens.
Aufgabe: Waffenentwicklung (Minen); Ausbildung; Überwachung der Sperrzeugämter.
Unterstellung: Marinewaffenamt (OKM/MWa); später dem Chef der Seekriegsleitung.
Ende: Mai 1945; Auflösung und Abwicklung der technischen Unterlagen.
Spezifische Merkmale
Gliederung: Unterteilung in Fachabteilungen für Minen, Netze und Zündertechnik.
Schulen: Führung der Sperrwaffenschule (Sperrschule) in Kiel-Wik.
Zeugämter: Fachaufsicht über die Marine-Sperrzeugämter (z. B. Cuxhaven, Gotenhafen).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Minen: Entwicklung spezialisierter U-Boot-Minen (TMA, TMB, TMC) für den Einsatz aus Torpedorohren.
Ausbildung: Schulung der U-Boot-Besatzungen in der Handhabung und Verlegung von Sperrwaffen.
Abwehr: Erarbeitung von Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Minensperren (z. B. Mineneigenschutz).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 21 Inspektion der Sperrwaffen: Akten über Entwicklung und Organisation.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Sperrwaffenoffizieren der Inspektion.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über Minenunternehmungen und Sperrwaffenlage.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Sperrwaffenwesen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Rössler, Eberhard „Die deutschen U-Boote und ihre Minenbewaffnung“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132