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Torpedoausbildungsstab Norwegen Nord: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Torpedoausbildungsstab Norwegen Nord (oft abgekürzt als T.A.S. Norwegen Nord) war eine spezialisierte Dienststelle der Kriegsmarine, die in der Endphase des Krieges (Anfang 1945) geschaffen wurde. Sie diente dazu, die Ausbildung am Torpedo direkt in den Frontstützpunkten Nordnorwegens sicherzustellen, da die herkömmlichen Schulungsgebiete in der Ostsee durch den sowjetischen Vormarsch zunehmend verloren gingen.
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| colspan="3" | Der Torpedoausbildungsstab Norwegen Nord (T.A.S. Norwegen Nord) war eine spezialisierte Dienststelle der Kriegsmarine, die in der Endphase des Krieges (Anfang 1945) geschaffen wurde. Sie diente dazu, die fachliche Ausbildung am Torpedo direkt in den Frontstützpunkten Nordnorwegens sicherzustellen, da die herkömmlichen Schulungsgebiete in der Ostsee durch den sowjetischen Vormarsch zunehmend verloren gingen. Der Stab garantierte die technische Einsatzbereitschaft der U-Boot-Waffe unter extremen arktischen Bedingungen.
 
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! colspan="3" | Historische Entwicklung und Einordnung
 
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| colspan="3" | Hintergrund: Während die Torpedoausbildung traditionell in der Ostsee (z. B. durch den Schulverband des Höheren Kommandos der Torpedoschulen) stattfand, machte die Kriegslage 1945 eine Dezentralisierung notwendig.
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| Hintergrund: || colspan="3" | Notwendige Dezentralisierung der Torpedoausbildung aufgrund der militärischen Lage in der Ostsee und dem Verlust der dortigen Erprobungs- und Schulgebiete.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung der Dienststelle im März 1945 zur Aufrechterhaltung der technischen und taktischen Schlagkraft der in Norwegen stationierten U-Boote und Überwasserstreitkräfte.
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| Standorte: || colspan="3" | Operative Tätigkeit in den norwegischen Frontstützpunkten, insbesondere im Raum Narvik und Hammerfest, um die Wege für das Personal kurz zu halten.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Die Dienststelle wurde im März 1945 formiert, um die technische und taktische Einsatzbereitschaft der dort stationierten U-Boote und Überwasserstreitkräfte vor Ort zu erhalten.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Auflösung des Stabes mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945; das Fachpersonal geriet zumeist in britische Kriegsgefangenschaft in Norwegen.
 
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! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Frontnahe Ausbildung: Durchführung von Torpedoschießübungen in den norwegischen Fjorden für neu eingetroffene Besatzungen oder nach dem Einbau neuer Zielgeräte.
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| Frontausbildung: || colspan="3" | Durchführung von Torpedoschießübungen in den norwegischen Fjorden für neu eingetroffene Besatzungen oder nach dem Einbau modernisierter Zielgeräte.
 
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| colspan="3" | Wartung und Instandsetzung: Überwachung der Torpedobevorratung und -pflege in den nördlichen Stützpunkten (z. B. im Raum Narvik oder Hammerfest), um Fehlfunktionen der Waffen im arktischen Einsatz zu minimieren.
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| Instandhaltung: || colspan="3" | Überwachung der Torpedobevorratung und fachgerechten Pflege in den nördlichen Depots, um waffentechnische Ausfälle im polaren Einsatz zu minimieren.
 
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| colspan="3" | Taktische Einweisung: Schulung der Kommandanten und Torpedomechaniker in der Handhabung moderner Torpedotypen (wie dem akustischen Eigenlenker „Zaunkönig“).
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| Taktik-Schulung: || colspan="3" | Einweisung der Kommandanten und Torpedomechaniker in die Handhabung moderner Torpedotypen, wie dem akustischen Eigenlenker „Zaunkönig“.
 
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! colspan="3" | Führung und Personal
 
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| colspan="3" | Leitung: Die Dienststelle wurde zuletzt (März 1945 bis Mai 1945) von Korvettenkapitän Hinrich-Oskar Bernbeck (einem erfahrenen U-Boot-Kommandanten) geleitet.
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| Leitung: || colspan="3" | Korvettenkapitän Hinrich-Oskar Bernbeck (erfahrener U-Boot-Kommandant) leitete den Stab von März 1945 bis Mai 1945.
 
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| colspan="3" | Personal: Der Stab bestand aus erfahrenen Torpedoausbildungsoffizieren (T.A.O.) und Schießlehrern, die oft direkt von den Schulen aus Deutschland nach Norwegen versetzt worden waren.
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| Fachpersonal: || colspan="3" | Besetzung mit hochqualifizierten Torpedoausbildungsoffizieren (T.A.O.) und Schießlehrern, die direkt von den Marineschulen aus Deutschland versetzt wurden.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion des Torpedowesens. Enthält Akten zur späten Organisation der Ausbildungseinheiten in Norwegen.
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion des Torpedowesens: Enthält Akten zur späten Organisation der Ausbildungseinheiten und personellen Zuweisungen in Norwegen.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Werdegänge von Offizieren wie Hinrich-Oskar Bernbeck mit dem Vermerk „Leiter Torpedo Ausbildungsstab Norwegen Nord“
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Offizieren wie Hinrich-Oskar Bernbeck mit dem Vermerk „Leiter Torpedo Ausbildungsstab Norwegen Nord“.
 
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| BArch RM 45-III || colspan="3" | Marinedienststellen in Norwegen. Belegt die operative Einbindung in den Admiralstab der norwegischen Polarküste.
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| BArch RM 45-III || colspan="3" | Marinedienststellen in Norwegen: Belegt die operative Einbindung des Stabes in den Admiralstab der norwegischen Polarküste.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Torpedowesen).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Torpedowesen und Organisation in Norwegen).
 
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| Eberhard Rössler || colspan="3" | Die Torpedos der deutschen U-Boote.
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die Torpedos der deutschen U-Boote" (Details zur späten Ausbildungstechnik und Geräteverwaltung).
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 11:17 Uhr

Verband Torpedoausbildungsstab Norwegen Nord
Der Torpedoausbildungsstab Norwegen Nord (T.A.S. Norwegen Nord) war eine spezialisierte Dienststelle der Kriegsmarine, die in der Endphase des Krieges (Anfang 1945) geschaffen wurde. Sie diente dazu, die fachliche Ausbildung am Torpedo direkt in den Frontstützpunkten Nordnorwegens sicherzustellen, da die herkömmlichen Schulungsgebiete in der Ostsee durch den sowjetischen Vormarsch zunehmend verloren gingen. Der Stab garantierte die technische Einsatzbereitschaft der U-Boot-Waffe unter extremen arktischen Bedingungen.
Historische Entwicklung und Einordnung
Hintergrund: Notwendige Dezentralisierung der Torpedoausbildung aufgrund der militärischen Lage in der Ostsee und dem Verlust der dortigen Erprobungs- und Schulgebiete.
Aufstellung: Formierung der Dienststelle im März 1945 zur Aufrechterhaltung der technischen und taktischen Schlagkraft der in Norwegen stationierten U-Boote und Überwasserstreitkräfte.
Standorte: Operative Tätigkeit in den norwegischen Frontstützpunkten, insbesondere im Raum Narvik und Hammerfest, um die Wege für das Personal kurz zu halten.
Ende 1945: Auflösung des Stabes mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945; das Fachpersonal geriet zumeist in britische Kriegsgefangenschaft in Norwegen.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Frontausbildung: Durchführung von Torpedoschießübungen in den norwegischen Fjorden für neu eingetroffene Besatzungen oder nach dem Einbau modernisierter Zielgeräte.
Instandhaltung: Überwachung der Torpedobevorratung und fachgerechten Pflege in den nördlichen Depots, um waffentechnische Ausfälle im polaren Einsatz zu minimieren.
Taktik-Schulung: Einweisung der Kommandanten und Torpedomechaniker in die Handhabung moderner Torpedotypen, wie dem akustischen Eigenlenker „Zaunkönig“.
Führung und Personal
Leitung: Korvettenkapitän Hinrich-Oskar Bernbeck (erfahrener U-Boot-Kommandant) leitete den Stab von März 1945 bis Mai 1945.
Fachpersonal: Besetzung mit hochqualifizierten Torpedoausbildungsoffizieren (T.A.O.) und Schießlehrern, die direkt von den Marineschulen aus Deutschland versetzt wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 11 Inspektion des Torpedowesens: Enthält Akten zur späten Organisation der Ausbildungseinheiten und personellen Zuweisungen in Norwegen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Offizieren wie Hinrich-Oskar Bernbeck mit dem Vermerk „Leiter Torpedo Ausbildungsstab Norwegen Nord“.
BArch RM 45-III Marinedienststellen in Norwegen: Belegt die operative Einbindung des Stabes in den Admiralstab der norwegischen Polarküste.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Torpedowesen und Organisation in Norwegen).
Rössler, Eberhard "Die Torpedos der deutschen U-Boote" (Details zur späten Ausbildungstechnik und Geräteverwaltung).
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