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Hafenschutzflottille Drontheim: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Hafenschutzflottille Drontheim, die ab Mai 1944 als 64. Vorpostenflottille firmierte, war der primäre operative Verband zur Nahsicherung des Drontheimfjords und der dortigen Marineinfrastruktur. Gegründet im Mai 1940 unmittelbar nach der Besetzung Norwegens, koordinierte sie die Überwachung des Schiffsverkehrs, den Flugzeugwarndienst sowie die U-Jagd im Küstenvorfeld. Für die U-Boot-Waffe war die Flottille von strategischer Bedeutung, da sie den Schutz der 13. U-Flottille und der massiven Bunkeranlage „Dora“ gegen britische Kleinst-U-Boote und Sabotagetrupps sicherstellte. Durch die Wegesicherung in den nautisch anspruchsvollen Fahrrinnen bot der Verband den ein- und auslaufenden Frontbooten Geleitschutz bis zur offenen See, wobei häufig umgerüstete Walfänger und Fischdampfer zum Einsatz kamen.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Gegründet im Mai 1940 als Hafenschutzverband Drontheim unmittelbar nach der Besetzung Norwegens.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Errichtung im Mai 1940 als Hafenschutzverband; ab Juli 1940 offizielle Bezeichnung als Hafenschutzflottille Drontheim im Bereich der norwegischen Nordküste.
 
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| colspan="3" | Umbenennung: Im Juli 1940 erfolgte die Umbenennung in Hafenschutzflottille Drontheim.
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| Umgliederung: || colspan="3" | Mai 1944: Umbenennung in 64. Vorpostenflottille zwecks Straffung der Küstensicherung; Unterstellung unter den 4. Küstensicherungsverband.
 
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| colspan="3" | Strukturwandel: Im Mai 1944 wurde der Verband im Zuge einer allgemeinen Straffung der Küstensicherung in 64. Vorpostenflottille umbenannt und dem 4. Küstensicherungsverband unterstellt.
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| Aufgaben: || colspan="3" | Sicherung der im Fjord liegenden schweren Einheiten (z. B. Schlachtschiff „Tirpitz“); Durchführung von Patrouillenfahrten und Minensuche im Nahbereich des Stützpunktes.
 
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| colspan="3" | Aufgaben: Überwachung des Schiffsverkehrs im Fjord, Flugzeugwarndienst, U-Jagd im Küstenvorfeld und die Absicherung der dort liegenden schweren Einheiten der Flotte (z. B. Tirpitz).
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| Ende 1945: || colspan="3" | Aufrechterhaltung des Sicherungsdienstes bis zur Gesamtkapitulation im Mai 1945; anschließende Entwaffnung und Auflösung durch alliierte Truppen.
 
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| colspan="3" | Schutz der 13. U-Flottille: Trondheim war die Basis der 13. U-Flottille und Standort des massiven U-Boot-Bunkers "Dora". Die Flottille stellte sicher, dass ein- und auslaufende U-Boote im Fjord nicht von britischen Kleinst-U-Booten oder Sabotagetrupps angegriffen wurden.
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| Bunkerschutz: || colspan="3" | Abwehr von feindlichen Infiltrationsversuchen auf die Werftanlagen und die Liegeplätze der 13. U-Flottille im strategisch wichtigen Kriegshafen Trondheim.
 
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| colspan="3" | Wegesicherung: Sie hielt die Fahrrinnen von Minen frei und bot Geleitschutz für U-Boote während der Passage des nautisch anspruchsvollen Trondheimfjords bis zur offenen See.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung der U-Boote bei der Passage des Fjords; Schutz gegen britische Luftangriffe und Seeminen während der Revierfahrt bis zum Erreichen der Tauchtiefe.
 
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| colspan="3" | Biografischer Marker: In den Personalunterlagen von U-Boot-Personal markiert die Hafenschutzflottille oft eine Phase der Stützpunktsicherung oder eine Kommandierung als Wachoffizier auf den dortigen Sicherungsfahrzeugen (z. B. umgerüsteten Walfängern oder Fischdampfern).  
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| Biografischer Marker: || colspan="3" | Dokumentation einer Phase der Stützpunktsicherung für U-Boot-Personal; oft genutzt als Erprobungszeitraum für künftige Wachoffiziere auf Sicherungsfahrzeugen.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 65 / 432 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der Hafenschutzflottille Drontheim bzw. der 64. Vorpostenflottille (belegt die Umbenennung im Mai 1944).
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| BArch RM 65 / 432 || colspan="3" | Hafenschutzflottille Drontheim: Kriegstagebücher (KTB) der Flottille und der 64. Vorpostenflottille mit Nachweisen zur Umbenennung im Mai 1944.
 
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| BArch RM 55 / 112 || colspan="3" | Akten des Admirals der norwegischen Nordküste zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte im Raum Drontheim.
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| BArch RM 55 / 112 || colspan="3" | Admiral norwegische Nordküste: Akten zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte und den Verteidigungsplänen für den Raum Drontheim/Trondheim.
 
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| BArch RM 7 / 2335 || colspan="3" | Akten der Seekriegsleitung (Skl) zum Schutz der U-Boot-Bunkeranlagen in Norwegen gegen britische Angriffe.
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| BArch RM 7 / 2335 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Unterlagen zum Schutz der U-Boot-Bunkeranlagen in Norwegen gegen britische Angriffe und Sabotageunternehmen.
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Sicherung Norwegens und der 64. Vorpostenflottille).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Die Organisation der Küstensicherung im Bereich Norwegen).
 
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Details zur taktischen Gliederung der Hafenschutzverbände im Nordraum).
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verteidigung der Küsten“ (Detaillierte Darstellung der taktischen Gliederung und der Fahrzeugbestände der Hafenschutzverbände im Nordraum).
| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 8, technische Daten zu den als Hafenschutzboote eingesetzten Fahrzeugen).
 
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8, technische Daten zu den als Hafenschutzboote eingesetzten Walfängern und Fischdampfern).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:43 Uhr

Verband Hafenschutzflottille Drontheim
Die Hafenschutzflottille Drontheim, die ab Mai 1944 als 64. Vorpostenflottille firmierte, war der primäre operative Verband zur Nahsicherung des Drontheimfjords und der dortigen Marineinfrastruktur. Gegründet im Mai 1940 unmittelbar nach der Besetzung Norwegens, koordinierte sie die Überwachung des Schiffsverkehrs, den Flugzeugwarndienst sowie die U-Jagd im Küstenvorfeld. Für die U-Boot-Waffe war die Flottille von strategischer Bedeutung, da sie den Schutz der 13. U-Flottille und der massiven Bunkeranlage „Dora“ gegen britische Kleinst-U-Boote und Sabotagetrupps sicherstellte. Durch die Wegesicherung in den nautisch anspruchsvollen Fahrrinnen bot der Verband den ein- und auslaufenden Frontbooten Geleitschutz bis zur offenen See, wobei häufig umgerüstete Walfänger und Fischdampfer zum Einsatz kamen.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Errichtung im Mai 1940 als Hafenschutzverband; ab Juli 1940 offizielle Bezeichnung als Hafenschutzflottille Drontheim im Bereich der norwegischen Nordküste.
Umgliederung: Mai 1944: Umbenennung in 64. Vorpostenflottille zwecks Straffung der Küstensicherung; Unterstellung unter den 4. Küstensicherungsverband.
Aufgaben: Sicherung der im Fjord liegenden schweren Einheiten (z. B. Schlachtschiff „Tirpitz“); Durchführung von Patrouillenfahrten und Minensuche im Nahbereich des Stützpunktes.
Ende 1945: Aufrechterhaltung des Sicherungsdienstes bis zur Gesamtkapitulation im Mai 1945; anschließende Entwaffnung und Auflösung durch alliierte Truppen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bunkerschutz: Abwehr von feindlichen Infiltrationsversuchen auf die Werftanlagen und die Liegeplätze der 13. U-Flottille im strategisch wichtigen Kriegshafen Trondheim.
Geleitschutz: Sicherung der U-Boote bei der Passage des Fjords; Schutz gegen britische Luftangriffe und Seeminen während der Revierfahrt bis zum Erreichen der Tauchtiefe.
Biografischer Marker: Dokumentation einer Phase der Stützpunktsicherung für U-Boot-Personal; oft genutzt als Erprobungszeitraum für künftige Wachoffiziere auf Sicherungsfahrzeugen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 / 432 Hafenschutzflottille Drontheim: Kriegstagebücher (KTB) der Flottille und der 64. Vorpostenflottille mit Nachweisen zur Umbenennung im Mai 1944.
BArch RM 55 / 112 Admiral norwegische Nordküste: Akten zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte und den Verteidigungsplänen für den Raum Drontheim/Trondheim.
BArch RM 7 / 2335 Seekriegsleitung (Skl): Unterlagen zum Schutz der U-Boot-Bunkeranlagen in Norwegen gegen britische Angriffe und Sabotageunternehmen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Die Organisation der Küstensicherung im Bereich Norwegen).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Detaillierte Darstellung der taktischen Gliederung und der Fahrzeugbestände der Hafenschutzverbände im Nordraum).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8, technische Daten zu den als Hafenschutzboote eingesetzten Walfängern und Fischdampfern).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132