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Führer der Vorpostenboote West: Unterschied zwischen den Versionen

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| Sperrschirme: || colspan="3" | Direkte Verantwortung für die Sicherheit der Front-Boote beim Passieren der Küstenzone. Bereitstellung von Vorpostenbooten zum Schutz der [[1. U-Flottille]], [[2. U-Flottille]], [[6. U-Flottille]], [[7. U-Flottille]], [[9. U-Flottille]] und [[10. U-Flottille]].
 
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:39 Uhr

Dienststelle Führer der Vorpostenboote West (F.d.V. West)
Die Dienststelle des Führers der Vorpostenboote West war eine zentrale operative Kommandostelle der Kriegsmarine im besetzten Frankreich. Sie koordinierte die Sicherung der Küstengewässer von der niederländischen bis zur spanischen Grenze und spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Seeverbindungen im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Einrichtung im Jahr 1940 nach dem Frankreichfeldzug; unterstellt dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.) und dem Marinegruppenkommando West.
Standorte: Stabssitz zeitweise in Paris, später in direkter Nähe zu den großen Atlantikstützpunkten verlegt.
Aufgabenprofil: Überwachung der französischen Küstenvorfelder, Schutz der Handelsschifffahrt vor britischen Schnellbooten, Abwehr von Luftangriffen sowie aktive Jagd auf feindliche Einheiten.
Einheiten: Führung zahlreicher Vorpostenflottillen (z. B. 2. oder 20. Vp.-Flottille), primär bestehend aus bewaffneten Fischdampfern und Walfängern.
Ende: Auflösung im Herbst 1944 nach dem alliierten Durchbruch in Frankreich; Personal wurde zur Verteidigung der "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945 eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sperrschirme: Direkte Verantwortung für die Sicherheit der Front-Boote beim Passieren der Küstenzone. Bereitstellung von Vorpostenbooten zum Schutz der 1. U-Flottille, 2. U-Flottille, 6. U-Flottille, 7. U-Flottille, 9. U-Flottille und 10. U-Flottille.
Lagebild: Lieferung kritischer Daten über feindliche Minenwarnungen, Radar-Ortungen und Sichtmeldungen an den B.d.U. zur taktischen Routenplanung.
Seenotrettung: Koordination von Rettungseinsätzen und Schlepphilfe für durch Fliegerangriffe oder Kollisionen beschädigte Boote im Bereich der Biskaya.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 / 12 Akten des Führers der Vorpostenboote West (Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte zur Biskaya-Sicherung).
BArch RM 61 / 1 Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Übergeordnete Führung der Vorpostenverbände).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Zusammenarbeit zwischen F.d.V. West und U-Boot-Führung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Sicherungsstreitkräfte West).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Ruge, Friedrich "Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleitleiten, Vorpostenbootdienst" (Operative Rolle der Vorpostenverbände).
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