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VI. Marine-Artillerieabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die VI. Marine-Artillerieabteilung war ein traditionsreicher Friedenstruppenteil der Reichs- und Kriegsmarine mit Sitz in Emden. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fungierte sie als personelle Basis für die massive Expansion der Küsten- und Luftverteidigung an der Emsmündung. Mit der Mobilmachung im August 1939 wurde die aktive Abteilung aufgelöst und in spezialisierte Verbände wie die M.A.A. 116/126 sowie die Marine-Flakabteilungen 216/226/236 überführt. Für die U-Boot-Waffe war diese Entwicklung von strategischer Bedeutung, da die aus der VI. M.A.A. hervorgegangenen Batterien die Nordseewerke Emden – eine bedeutende U-Boot-Bauwerft für den Typ VII C – sowie die Ansteuerungswege im Wattenmeer gegen alliierte Luft- und Seeangriffe sicherten.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung bereits im Jahr 1920 als fester Bestandteil der Küstenverteidigung der Weimarer Republik am Standort Emden (Ostfriesland).
 
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| Mobilmachung: || colspan="3" | Auflösung als geschlossener aktiver Verband im August 1939; unmittelbare Verwendung des Stammpersonals zur Aufstellung neuer Fachabteilungen.
 
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| Nachfolge Küste: || colspan="3" | Bildung der Marine-Artillerieabteilungen 116 und 126 zur personellen Besetzung der schweren Küstengeschütze entlang der Emsmündung.
 
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| Nachfolge Flak: || colspan="3" | Aufstellung der Marine-Flakabteilungen 216, 226 und 236 zur Sicherung des Luftraums über dem Hafen Emden und den kriegswichtigen Industrieanlagen.
 
| Nachfolge Flak: || colspan="3" | Aufstellung der Marine-Flakabteilungen 216, 226 und 236 zur Sicherung des Luftraums über dem Hafen Emden und den kriegswichtigen Industrieanlagen.
 
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| Werftschutz: || colspan="3" | Die aus der VI. M.A.A. formierten Flak-Einheiten (besonders 216 und 226) schützten die Nordseewerke Emden während des Baus zahlreicher Boote vom Typ VII C.
 
| Werftschutz: || colspan="3" | Die aus der VI. M.A.A. formierten Flak-Einheiten (besonders 216 und 226) schützten die Nordseewerke Emden während des Baus zahlreicher Boote vom Typ VII C.
 
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Artilleristische Absicherung der Geleitzugswege und U-Boot-Sammelpunkte in der Emsmündung gegen britische See- und Luftvorstöße in der Deutschen Bucht.
 
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| Biografischer Marker: || colspan="3" | In den Stammrollen vieler U-Boot-Männer aus Nordwestdeutschland markiert die VI. M.A.A. den offiziellen Diensteintritt und die Grundausbildung unmittelbar vor 1939.
 
| Biografischer Marker: || colspan="3" | In den Stammrollen vieler U-Boot-Männer aus Nordwestdeutschland markiert die VI. M.A.A. den offiziellen Diensteintritt und die Grundausbildung unmittelbar vor 1939.
 
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Marine-Artillerieabteilungen: Kernbestand (Signatur 142 ff.) für die Aufstellungsbefehle, Etatplanungen und die Umgliederungsakten der VI. M.A.A.
 
| BArch RM 121 || colspan="3" | Marine-Artillerieabteilungen: Kernbestand (Signatur 142 ff.) für die Aufstellungsbefehle, Etatplanungen und die Umgliederungsakten der VI. M.A.A.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige der Artillerie-Laufbahn mit Dienstzeiten am Standort Emden vor der Versetzung zur U-Boot-Waffe.
 
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| BArch RM 45-I || colspan="3" | Marineoberkommando Nordsee: Belegt die strategische Einbindung der Emder Batterien in das Verteidigungssystem der Deutschen Bucht ab 1939.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Entwicklung der Marine-Artillerie im Bereich Ostfriesland).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Entwicklung der Marine-Artillerie im Bereich Ostfriesland).
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marine-Artillerie- und Flakabteilungen im Raum Emden).
 
| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marine-Artillerie- und Flakabteilungen im Raum Emden).
 
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| M.Dv. 32 || colspan="3" | „Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine“ (Grundlagen der Mobilmachungsplanung).
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 10:22 Uhr

Verband VI. Marine-Artillerieabteilung
Die VI. Marine-Artillerieabteilung war ein traditionsreicher Friedenstruppenteil der Reichs- und Kriegsmarine mit Sitz in Emden. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fungierte sie als personelle Basis für die massive Expansion der Küsten- und Luftverteidigung an der Emsmündung. Mit der Mobilmachung im August 1939 wurde die aktive Abteilung aufgelöst und in spezialisierte Verbände wie die M.A.A. 116/126 sowie die Marine-Flakabteilungen 216/226/236 überführt. Für die U-Boot-Waffe war diese Entwicklung von strategischer Bedeutung, da die aus der VI. M.A.A. hervorgegangenen Batterien die Nordseewerke Emden – eine bedeutende U-Boot-Bauwerft für den Typ VII C – sowie die Ansteuerungswege im Wattenmeer gegen alliierte Luft- und Seeangriffe sicherten.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formierung bereits im Jahr 1920 als fester Bestandteil der Küstenverteidigung der Weimarer Republik am Standort Emden (Ostfriesland).
Mobilmachung: Auflösung als geschlossener aktiver Verband im August 1939; unmittelbare Verwendung des Stammpersonals zur Aufstellung neuer Fachabteilungen.
Nachfolge Küste: Bildung der Marine-Artillerieabteilungen 116 und 126 zur personellen Besetzung der schweren Küstengeschütze entlang der Emsmündung.
Nachfolge Flak: Aufstellung der Marine-Flakabteilungen 216, 226 und 236 zur Sicherung des Luftraums über dem Hafen Emden und den kriegswichtigen Industrieanlagen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Werftschutz: Die aus der VI. M.A.A. formierten Flak-Einheiten (besonders 216 und 226) schützten die Nordseewerke Emden während des Baus zahlreicher Boote vom Typ VII C.
Wegesicherung: Artilleristische Absicherung der Geleitzugswege und U-Boot-Sammelpunkte in der Emsmündung gegen britische See- und Luftvorstöße in der Deutschen Bucht.
Biografischer Marker: In den Stammrollen vieler U-Boot-Männer aus Nordwestdeutschland markiert die VI. M.A.A. den offiziellen Diensteintritt und die Grundausbildung unmittelbar vor 1939.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marine-Artillerieabteilungen: Kernbestand (Signatur 142 ff.) für die Aufstellungsbefehle, Etatplanungen und die Umgliederungsakten der VI. M.A.A.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige der Artillerie-Laufbahn mit Dienstzeiten am Standort Emden vor der Versetzung zur U-Boot-Waffe.
BArch RM 45-I Marineoberkommando Nordsee: Belegt die strategische Einbindung der Emder Batterien in das Verteidigungssystem der Deutschen Bucht ab 1939.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Entwicklung der Marine-Artillerie im Bereich Ostfriesland).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marine-Artillerie- und Flakabteilungen im Raum Emden).
M.Dv. 32 „Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine“ (Grundlagen der Mobilmachungsplanung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132