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Reservist: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | In Deutschland zählt im Frieden zur Reserve jede wehrpflichtige und wehrfähige Person, bezeichnet als Reservist. In Deutschland umfasst dies alle wehrfähigen ehemaligen Soldaten sowie alle wehrfähigen ungedienten Männer. Im Falle einer Mobilmachung treten diese Personen Reserve-Truppenteilen bei oder verstärken aktive Truppenteile. In den meisten Ländern bestehen die Reserve-Truppenteile auch im Frieden in unterschiedlichen Bereitschaftsgraden.
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| || colspan="3" | Mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht im Dritten Reich wurde ab 1935 wieder ein Reservepotential aufgebaut. Insgesamt dienten im Zweiten Weltkrieg ca. 18 Millionen Soldaten. Reservisten bildeten das Rückgrat der Wehrmacht. Allerdings war der Anteil der Jahrgänge mit nur kurzer Ausbildung sehr hoch, da vor dem Krieg nur die vier Geburtsjahrgänge 1915–1918 zum 1- bzw. 2-jährigen Wehrdienst eingezogen wurden.
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Aktuelle Version vom 8. Februar 2026, 16:13 Uhr

Datenblatt Reservist
Ein Reservist war ein Wehrpflichtiger, der nach Ableistung seiner aktiven Dienstzeit (in der Regel zwei Jahre) entlassen wurde, aber weiterhin der militärischen Meldepflicht und der Einberufung im Ernstfall unterlag.
Status und Einteilung
Beurlaubtenstand: Nach der aktiven Dienstzeit kehrte der Soldat als Reservist in den zivilen Beruf zurück. Er gehörte nun zum „Beurlaubtenstand“ und wurde von den Wehrmeldeämtern (z. B. im Wehrkreis X für Norddeutschland) geführt.
Reserveübungen: Um den Ausbildungsstand zu erhalten, wurden Reservisten zu regelmäßigen, mehrwöchigen Übungen auf Schiffen oder in Landdienststellen einberufen. Dies geschah oft unmittelbar vor Kriegsbeginn, wie etwa im Herbst 1938 während der Sudetenkrise.
Reserve I und II: Je nach Alter und Ausbildungsgrad erfolgte eine Einteilung in die Reserve I (jüngere Jahrgänge, voll ausgebildet) oder Reserve II (ältere Jahrgänge oder nur teilweise ausgebildet).
Bedeutung für die Marine
Aufwuchs: Erst durch die Einberufung der Reservisten konnte die Marine bei Mobilmachung von der Friedensstärke auf die volle Kriegsstärke gebracht werden.
Fachpersonal: Viele Reservisten kamen aus Berufen der Seeschifffahrt (Handelsmarine) oder der Technik. Ihre zivile Erfahrung als Nautiker, Ingenieure oder Funker war für die Marine von unschätzbarem Wert.
Laufbahn der Reserve: Besonders geeignete Reservisten konnten zum Offizier der Reserve (d.R.) aufsteigen. In der U-Boot-Waffe stellten sie einen erheblichen Teil der Wachoffiziere und technischen Offiziere.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Rechte und Pflichten der Reservisten sowie die Bestimmungen über Reserveübungen.
BArch RM 121 / 642 Unterlagen zur Erfassung und Überwachung des Beurlaubtenstandes durch die Marinestationen der Nord- und Ostsee.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band III, Kapitel zur personellen Struktur und den Laufbahnen der Reserve).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur Organisation der Ersatz- und Ausbildungsdienststellen für das Reservepersonal).
Hessler, Günter The U-Boat War in the Atlantic. (Analyse des Beitrags der Reserve-Jahrgänge zur operativen Stärke der U-Boot-Waffe).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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