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Zugoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Führungsschule: Für junge Seeoffiziere war die Verwendung als Zugoffizier (z. B. bei der 7. Schiffsstammabteilung) oft die erste Gelegenheit, Führungsverantwortung für eine größere Gruppe von Soldaten (ca. 30–40 Mann) zu übernehmen.
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die Dienststellung als Zugoffizier oft eine Einsatzpause oder eine Ausbildungsphase an Land. Für Kommandanten wie Heinz-Ehlert Clausen war dies eine wichtige Station zur Festigung der Menschenführung.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| Bundesarchiv Bestand PERS 6 || colspan="3" | Personalakten von Offizieren. Hier ist die Verwendung als Zugoffizier (oft abgekürzt „Z.O.“) unter den Kommandierungen gelistet. Die dortigen Qualifikationsberichte zeigen, ob der Offizier bereits hier „Führereigenschaften“ für ein späteres U-Boot-Kommando bewies.
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| Tessin, Georg: || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur Übersicht der Marine-Lehr- und Stammabteilungen)
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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 14:10 Uhr

Datenblatt Zugoffizier
In der Hierarchie der Kriegsmarine war der Zugoffizier (Z.O.) die unterste Ebene der personellen Führung an Land. Während der Kompaniechef die administrative Verantwortung für die gesamte Kompanie trug, war der Zugoffizier der unmittelbare militärische Vorgesetzte der Rekruten oder Lehrgangsteilnehmer auf der Ebene des Zuges (ca. 30–50 Mann). Dies war die Rolle, in der junge Offiziere das erste Mal Führungsverantwortung lernten – oft direkt an den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.).
Entstehung, Funktion und Ende
Anfang: Die Dienststellung existierte während der gesamten Zeit der Kriegsmarine (1935–1945) in allen landgebundenen Ausbildungseinheiten.
Entstehung: Die Funktion war fester Bestandteil der militärischen Struktur jeder Landeinheit (Schiffsstammabteilungen, Schulen, Ersatzabteilungen).
Funktion: Er war verantwortlich für die tägliche Ausbildung, Disziplin und Ordnung innerhalb seines Zuges.
Ausbildung: Er leitete das Exerzieren, den Unterricht an der Waffe und die infanteristische Grundausstellung (siehe Infanterielehrgang für Fähnriche).
Bewertung: Er war derjenige, der die jungen Matrosen und Unteroffiziersanwärter am genauesten kannte und die ersten Beurteilungen für deren U-Boot-Tauglichkeit verfasste.
Ende: Mit der Versetzung auf ein Boot (Front- oder Schulboot) endete diese Landverwendung. Im Mai 1945 wurden die verbliebenen Zugoffiziere der Schulen meist als Zugführer in Marine-Schützen-Bataillonen im Erdkampf eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Führungsschule: Für junge Seeoffiziere war die Verwendung als Zugoffizier (z. B. bei der 7. Schiffsstammabteilung) oft die erste Gelegenheit, Führungsverantwortung für eine größere Gruppe von Soldaten (ca. 30–40 Mann) zu übernehmen.
Ausbilder in der U.L.D.: Erfahrene U-Boot-Offiziere wurden zwischen ihren Feindfahrten oft als Zugoffiziere zu den U-Boot-Lehrdivisionen kommandiert, um ihr Frontwissen an den Nachwuchs weiterzugeben.
Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die Dienststellung als Zugoffizier oft eine Einsatzpause oder eine Ausbildungsphase an Land. Für Kommandanten wie Heinz-Ehlert Clausen war dies eine wichtige Station zur Festigung der Menschenführung.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Aufgaben der Offiziere in den Landdienststellen der Kriegsmarine
BArch RM 121 / 162 Bestimmungen über die Ausbildung und Führung in den Schiffsstammabteilungen (1939–1945)
BArch RM 121 / 642 Personalstammrollen der Marinestationen mit Nachweisen über die Verwendung als Zugoffizier
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen an Land)
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur Übersicht der Marine-Lehr- und Stammabteilungen)
Hildebrand, Hans H.: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Bietet Kontext zur Laufbahnstruktur der Seeoffiziere zwischen Bord- und Landdienst)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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