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Torpedo-B-Lehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Stellung in der Laufbahn: Der Lehrgang fand meist an der Torpedoschule in Flensburg-Mürwik oder an der Sperrschule in Kiel-Wik statt. Er war kürzer als der Hauptlehrgang und diente der gezielten Spezialisierung. Der erfolgreiche Abschluss wurde in der Personalakte (Bestand Pers 6) dokumentiert.
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Berichte des OKM über die personelle Zuweisung von Spezialisten zur Torpedowaffe
 
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| Bundesarchiv, Signatur RM 88 || colspan="3" | Marineschulen. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält die fachlichen Lehrgangspläne für Torpedo-Sonderkurse.
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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 17:42 Uhr

Datenblatt Torpedo-B-Lehrgang
In der Kriegsmarine war der Torpedo B-Lehrgang (B-Lehrgang steht für Belehrungslehrgang) eine fachspezifische Zusatzausbildung, die sich primär mit den technischen und taktischen Besonderheiten der Torpedoseeminen (Typen TMB und TMA) befasste. Dieser Lehrgang war die Brücke zwischen der reinen Torpedoausbildung und der Minenkriegführung. Er war essentiell für Personal, das auf Einheiten diente, die Minen verdeckt durch Standard-Torpedorohre ausstoßen mussten.
Inhalte und Schwerpunkte
Waffentechnik der Torpedomine: Im Fokus stand die Vorbereitung der Minen für den Rohrausstoß. Da diese Waffen (im Gegensatz zum herkömmlichen Torpedo) keinen eigenen Antrieb besaßen, sondern als Sinkminen fungierten, war die korrekte Einstellung der Zündmechanismen und der Verankerungstiefe entscheidend.
Zünder- und Magnetkunde: Die Teilnehmer lernten die Handhabung der hochempfindlichen Magnet- und Akustikzünder. Ein Fehler bei der Schärfung der Waffe im engen Raum des U-Bootes oder des Torpedobootes konnte katastrophale Folgen haben.
Wartung und Lagerung: Da Torpedomineneinsätze oft Langzeitunternehmungen waren, wurde die Überprüfung der Funktionsfähigkeit unter Feuchtigkeit und Druck gelehrt.
Stellung in der Laufbahn: Der Lehrgang fand meist an der Torpedoschule in Flensburg-Mürwik oder an der Sperrschule in Kiel-Wik statt. Er war kürzer als der Hauptlehrgang und diente der gezielten Spezialisierung. Der erfolgreiche Abschluss wurde in der Personalakte (Bestand Pers 6) dokumentiert.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Spezialqualifikation für Wachoffiziere: Für den II. Wachoffizier oder den Torpedooffizier an Bord war dieser Lehrgang oft Teil der Voraussetzung, um auf Booten eingesetzt zu werden, die für Minenunternehmungen vorgesehen waren. Er ergänzte das Wissen aus dem Sperrlehrgang für Unterseeboot-Wachoffiziere.
Personal der Personalreserve: In den Flottillen wurden gezielt Männer (oft Obermatrosen der Torpedolaufbahn) mit abgeschlossenem B-Lehrgang selektiert, um die fachgerechte Bestückung der Boote während der Baubelehrung oder in den Stützpunkten (wie dem U-Stützpunkt Bergen) sicherzustellen.
Taktische Präzision: Die im Lehrgang vermittelte Genauigkeit bei der Zeitplanung des Ausstoßes war die Grundlage dafür, dass der Kommandant eine exakte Minensperre legen konnte, ohne die eigene Position durch fehlerhafte Ausstöße zu verraten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften der Torpedoschule Flensburg-Mürwik über Fachlehrgänge für den Bootsdienst
BArch RM 121 / 142 Lehrgangspläne und Prüfungsrichtlinien für Torpedo-Offiziere der Boote und Zerstörer (1939–1945)
BArch RM 3 / 1024 Berichte des OKM über die personelle Zuweisung von Spezialisten zur Torpedowaffe
Literaturverweise
Rössler, Eberhard: Die Torpedos der deutschen U-Boote (Beinhaltet technische Grundlagen zum Torpedoeinsatz im Bootsdienst)
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Organisation der Waffenschulen)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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