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Torpedoschule: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| || colspan="3" | !!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten [[Anmerkungen für Kriegsschiffe|Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe]] !!!
  
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| colspan="3" | Die Torpedoschule war das fachliche Zentrum der Kriegsmarine für die wichtigste Waffe der Unterseeboot-Waffe. Hier erhielten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die theoretische und praktische Ausbildung, die für den erfolgreichen Einsatz von Torpedos unerlässlich war. Sie wurde Flensburg-Mürwik wurde 1877 von Kaiser Wilhelm I. in Auftrag gegeben.
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| colspan="3" | Die Torpedoschule war das fachliche Zentrum der Kriegsmarine für die wichtigste Waffe der Unterseeboot-Waffe. Hier erhielten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die theoretische und praktische Ausbildung, die für den erfolgreichen Einsatz von Torpedos unerlässlich war. Die traditionsreiche Einrichtung wurde bereits 1877 von Kaiser Wilhelm I. in Auftrag gegeben.
 
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| colspan="3" | Die Torpedoschule hatte ihren Sitz in Flensburg-Mürwik, in direkter Nachbarschaft zur Marineschule Mürwik. Dieser Standort bot durch den Zugang zur Flensburger Förde ideale Bedingungen für praktische Schießübungen. Die Schule wurde bereits in der Kaiserlichen Marine gegründet und unter der Reichsmarine sowie der Kriegsmarine stetig ausgebaut. Im Jahr 1940 wurde die Einrichtung aufgrund des enormen Bedarfs organisatorisch geteilt, um die Ausbildungsmengen für die wachsende Unterseeboot-Flotte bewältigen zu können.  
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| Standort: || colspan="3" | Die Schule hatte ihren Sitz in Flensburg-Mürwik, in direkter Nachbarschaft zur Marineschule Mürwik. Der Zugang zur Flensburger Förde bot ideale Bedingungen für praktische Schießübungen.
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| Historie: || colspan="3" | Gegründet in der Kaiserlichen Marine, wurde die Schule unter der Reichsmarine und Kriegsmarine stetig ausgebaut. Im Jahr 1940 erfolgte aufgrund des enormen Bedarfs der wachsenden U-Boot-Flotte eine organisatorische Teilung, um die Ausbildungsmengen bewältigen zu können.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Der Lehrbetrieb blieb bis Mai 1945 bestehen. In den letzten Kriegswochen wurde die Schule Teil des sogenannten "Objekts Mürwik", dem Sitz der letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 besetzten britische Truppen das Areal.
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| colspan="3" | Die Hauptaufgabe bestand in der Ausbildung des gesamten Personals, das mit der Wartung, Vorbereitung und dem Verschuss von Torpedos betraut war. Für die Offiziere der Crew 1937 und Crew 1938 war der Torpedolehrgang ein Pflichtmodul nach der Seeoffizier-Hauptprüfung. Die Mannschaften wurden als Torpedogasten oder Torpedomechaniker geschult. Die Lehrinhalte umfassten die Funktionsweise der verschiedenen Antriebsarten (Dampfgas- und Elektroantrieb), die Justierung der Tiefensteuerung sowie die Handhabung der komplizierten Magnet- und Aufschlagzünder.
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| Ausbildungsinhalte: || colspan="3" | Schulung des Personals für Wartung, Vorbereitung und Verschuss. Für Offiziere der Crew 1937/38 war der Torpedolehrgang ein Pflichtmodul nach der Seeoffizier-Hauptprüfung. Mannschaften wurden als Torpedogasten oder Torpedomechaniker ausgebildet.
 
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| Technikschulung: || colspan="3" | Vermittlung der Funktionsweise von Dampfgas- und Elektroantrieben, Justierung der Tiefensteuerung sowie Handhabung komplizierter Magnet- und Aufschlagzünder.
 
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! colspan="3" | Praktische Ausbildung und Erprobung
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| Praktischer Dienst: || colspan="3" | Die Schule verfügte über eigene Schul- und Torpedofangboote. In der Flensburger Förde und der Eckernförder Bucht wurden tausende Übungsschüsse abgegeben, wobei die Umsetzung von Zieldaten am Torpedorechner im Fokus stand.
 
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| colspan="3" | Die Schule verfügte über eigene Schulboote und Torpedofangboote. In der Flensburger Förde und der Eckernförder Bucht wurden tausende Übungsschüsse abgegeben. Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung war der Umgang mit dem Torpedorechner. Die Schüler lernten, wie man Zieldaten in mechanische Einstellwerte für die Waffe umsetzt. Zudem arbeitete die Schule eng mit der Torpedoversuchsanstalt zusammen, um Erfahrungen aus der Front direkt in die Lehre einzubinden, insbesondere während der sogenannten Torpedokrise im Jahr 1940, als massive Zünderprobleme auftraten.
 
 
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! colspan="3" | Das Ende der Schule
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Der Lehrbetrieb in Flensburg-Mürwik blieb bis zum Kriegsende im Mai 1945 bestehen. In den letzten Kriegswochen wurde die Schule Teil des sogenannten Objekts Mürwik, in dem sich die letzte Reichsregierung unter Karl Dönitz aufhielt. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurde die Schule von britischen Truppen besetzt. In der Nachkriegszeit dienten die Gebäude verschiedenen zivilen Zwecken, bevor sie später teilweise wieder von der Bundesmarine für die Ausbildung genutzt wurden.
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| Krisenmanagement: || colspan="3" | Die Schule arbeitete eng mit der Torpedoversuchsanstalt (TVA) zusammen, um Fronterfahrungen einzubinden. Dies war besonders während der Torpedokrise 1940 (Zünder- und Tiefenlaufprobleme) entscheidend für die taktische Nachbesserung.
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| Fachpersonal: || colspan="3" | Hier wurden die Waffenwarte und Mechaniker ausgebildet, die in den Frontstützpunkten für die Einsatzbereitschaft der "Aale" verantwortlich waren. Die Beherrschung der Magnetzündung war dabei eine Kernqualifikation.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Torpedoschule Flensburg-Mürwik. Enthält Lehrgangspläne, Schießberichte und Prüfungsvorschriften für Torpedopersonal.
 
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| BArch RM 7 / 1215 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Untersuchung der Torpedoversager (Torpedokrise) und deren Auswirkungen auf die Ausbildung.
 
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| Marine-Dienstvorschrift Nummer 416 || colspan="3" | Das Lehrbuch für den Torpedodienst war das offizielle Standardwerk für alle Lehrgänge an dieser Schule.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen der Lehroffiziere und Ausbilder an der Torpedoschule im Zeitraum 1939–1945.
 
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| Eberhard Rössler || colspan="3" | "Die Torpedos der deutschen U-Boote" - Mittler in Maximilian Verlag GmbH & Co. KG - 2005. [https://www.amazon.de/Torpedos-deutschen-U-Boote-Eigenschaften-Marine-Torpedos/dp/3813208427/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=YD73HBSO2IGX&dib=eyJ2IjoiMSJ9.ZBtAoZ8qPKuW94e8ovvWkMEMAF_GsH_pAr0IVrQ1mPGDDP6qZwZN0htKGEbFgNiruStCnWGhGDySmPERDvv_SdzeOJwMIIBouTj8vb9GKSxXYTYuXJrTWv8kY-58QfvESwDxd6X3BEnbSydgLC5am_c8f_JcgDKBGC1gIVA-aDQ5JT3bOGF-urkK0d-4uMv2cEqEJhZS0oD4rlHux_jLKmj24F0rqpKyEFobheva9lE.5olSaIQ6agTi3l9EUrVGTn6HJp-Njq3s-efTLejWZOE&dib_tag=se&keywords=Die+Torpedos+der+deutschen+U-Boote&qid=1769708693&sprefix=die+torpedos+der+deutschen+u-boote%2Caps%2C216&sr=8-1 | → Amazon]
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| Bundesarchiv-Militärarchiv Bestand RM 20 || colspan="3" | Enthält die Ausbildungsrichtlinien und Berichte über die Lehrgangskapazitäten während der Jahre 1939 bis 1945.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die Torpedos der deutschen U-Boote" (Detaillierte Darstellung der Schulungsreviere und der technischen Ausbildung).
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zum Torpedowesen und den Standorten in Mürwik).
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| Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur Ausbildung des spezialisierten Torpedopersonals).
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Version vom 15. Februar 2026, 17:47 Uhr

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Dienststelle Torpedoschule (Flensburg-Mürwik)
Die Torpedoschule war das fachliche Zentrum der Kriegsmarine für die wichtigste Waffe der Unterseeboot-Waffe. Hier erhielten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die theoretische und praktische Ausbildung, die für den erfolgreichen Einsatz von Torpedos unerlässlich war. Die traditionsreiche Einrichtung wurde bereits 1877 von Kaiser Wilhelm I. in Auftrag gegeben.
Standort und Entwicklung
Standort: Die Schule hatte ihren Sitz in Flensburg-Mürwik, in direkter Nachbarschaft zur Marineschule Mürwik. Der Zugang zur Flensburger Förde bot ideale Bedingungen für praktische Schießübungen.
Historie: Gegründet in der Kaiserlichen Marine, wurde die Schule unter der Reichsmarine und Kriegsmarine stetig ausgebaut. Im Jahr 1940 erfolgte aufgrund des enormen Bedarfs der wachsenden U-Boot-Flotte eine organisatorische Teilung, um die Ausbildungsmengen bewältigen zu können.
Kriegsende: Der Lehrbetrieb blieb bis Mai 1945 bestehen. In den letzten Kriegswochen wurde die Schule Teil des sogenannten "Objekts Mürwik", dem Sitz der letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 besetzten britische Truppen das Areal.
Aufgaben und Lehrgangsstruktur
Ausbildungsinhalte: Schulung des Personals für Wartung, Vorbereitung und Verschuss. Für Offiziere der Crew 1937/38 war der Torpedolehrgang ein Pflichtmodul nach der Seeoffizier-Hauptprüfung. Mannschaften wurden als Torpedogasten oder Torpedomechaniker ausgebildet.
Technikschulung: Vermittlung der Funktionsweise von Dampfgas- und Elektroantrieben, Justierung der Tiefensteuerung sowie Handhabung komplizierter Magnet- und Aufschlagzünder.
Praktischer Dienst: Die Schule verfügte über eigene Schul- und Torpedofangboote. In der Flensburger Förde und der Eckernförder Bucht wurden tausende Übungsschüsse abgegeben, wobei die Umsetzung von Zieldaten am Torpedorechner im Fokus stand.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Krisenmanagement: Die Schule arbeitete eng mit der Torpedoversuchsanstalt (TVA) zusammen, um Fronterfahrungen einzubinden. Dies war besonders während der Torpedokrise 1940 (Zünder- und Tiefenlaufprobleme) entscheidend für die taktische Nachbesserung.
Fachpersonal: Hier wurden die Waffenwarte und Mechaniker ausgebildet, die in den Frontstützpunkten für die Einsatzbereitschaft der "Aale" verantwortlich waren. Die Beherrschung der Magnetzündung war dabei eine Kernqualifikation.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Torpedoschule Flensburg-Mürwik. Enthält Lehrgangspläne, Schießberichte und Prüfungsvorschriften für Torpedopersonal.
BArch RM 7 / 1215 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Untersuchung der Torpedoversager (Torpedokrise) und deren Auswirkungen auf die Ausbildung.
BArch PERS 6 Personalunterlagen der Lehroffiziere und Ausbilder an der Torpedoschule im Zeitraum 1939–1945.
Literaturverweise
Rössler, Eberhard "Die Torpedos der deutschen U-Boote" (Detaillierte Darstellung der Schulungsreviere und der technischen Ausbildung).
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zum Torpedowesen und den Standorten in Mürwik).
Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur Ausbildung des spezialisierten Torpedopersonals).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132