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Flaklehrgang für Fähnriche: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Der Flaklehrgang für Fähnriche diente der Vorbereitung des Offiziersnachwuchses auf die Führung von Flak-Batterien an Bord von Schiffen oder bei Marine-Flak-Abteilungen an Land. Die Fähnriche lernten hier die technischen Grundlagen der verschiedenen Flak-Waffen, die Zielansprache sowie die taktische Feuerleitung gegen bewegliche Luftziele. Dieser Lehrgang war Voraussetzung für die spätere Verwendung als Flak-Offizier oder Wachoffizier mit Flak-Zusatzfunktion.
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| colspan="3" | Der Flaklehrgang für Fähnriche diente der Vorbereitung des Offiziersnachwuchses auf die Führung von Flak-Batterien an Bord oder bei Marine-Flak-Abteilungen an Land. Er vermittelte die technischen Grundlagen der Flugabwehrwaffen, die Zielansprache sowie die taktische Feuerleitung gegen bewegliche Luftziele.
 
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| colspan="3" | Ausbildungsinhalte und Standorte: Die Ausbildung fand zumeist an den Küstenartillerieschulen (z. B. in Kappeln oder Swinemünde) sowie an speziellen Flak-Schulen der Marine statt. Die Lehrinhalte umfassten die Waffen- und Munitionskunde (insbesondere 2-cm, 3,7-cm und 10,5-cm Flak), die Bedienung von Entfernungsmessgeräten und das Schießen auf Schleppziele. Ein wesentlicher Teil war die Schulung in der "Lageerkennung", um in Sekundenbruchteilen über die Feuereröffnung entscheiden zu können.
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| Standorte: || colspan="3" | Die Ausbildung fand vornehmlich an den Küstenartillerieschulen (z. B. in Kappeln oder Swinemünde) sowie an speziellen Marine-Flakschulen statt.
 
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| colspan="3" | Einordnung in die Laufbahn: Der Lehrgang erfolgte meist im Anschluss an die theoretische Ausbildung an der Marineschule Mürwik und vor der Versetzung auf die Frontboote oder Schiffe. Während des Krieges wurden diese Lehrgänge zeitlich gestrafft und verstärkt auf die praktische Abwehr von Tieffliegerangriffen fokussiert, da diese die größte Bedrohung für kleinere Einheiten darstellten.
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| Lehrgangsinhalt: || colspan="3" | Waffen- und Munitionskunde (2-cm, 3,7-cm und 10,5-cm Flak), Bedienung von Entfernungsmessgeräten und praktisches Schießen auf Schleppziele. Ein Fokus lag auf der "Lageerkennung" zur sofortigen Entscheidung über die Feuereröffnung.
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges am 08.05.1945 wurden die Lehrgangsteilnehmer oft geschlossen als Flak-Spezialisten zur Verteidigung der Häfen oder in Marine-Schützen-Regimentern im Erdkampf eingesetzt. Nach der Kapitulation gerieten viele Fähnriche direkt aus den Schulen in Gefangenschaft, wobei ihre technischen Fachkenntnisse teilweise bei der Demontage und Erfassung der deutschen Flak-Systeme durch die Alliierten genutzt wurden.
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| Laufbahn: || colspan="3" | Der Lehrgang erfolgte im Anschluss an die M.S.M. Mürwik. Während des Krieges wurde er zeitlich gestrafft und auf die Abwehr von Tieffliegerangriffen fokussiert.
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| Besonderheiten: || colspan="3" | Drillschwerpunkt war das „Voraushalten“ ohne Rechengeräte bei Ausfall der Optik. Die Fähnriche lernten, das Feuer nach Leuchtspur-Beobachtung manuell ins Ziel zu dirigieren, was besonders auf schwankenden U-Boot-Plattformen überlebenswichtig war.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Im Mai 1945 wurden Lehrgangsteilnehmer oft geschlossen zur Hafenverteidigung oder in Marine-Schützen-Regimentern im Erdkampf eingesetzt.
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| colspan="3" | Verteidigung bei Überwasserfahrt: Für U-Boot-Wachoffiziere (W.O.) war dieser Lehrgang lebenswichtig, da sie auf der Brücke die Flak-Bedienung des Bootes führen mussten. Besonders ab 1943, als die U-Boote verstärkt in der Biskaya angegriffen wurden, entschied die im Lehrgang erlernte Präzision der Feuerleitung über das Überleben des Bootes bei Fliegerangriffen.
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| Brückendienst: || colspan="3" | Für U-Boot-Wachoffiziere (W.O.) war dieser Lehrgang lebenswichtig, da sie auf der Brücke die Flak-Bedienung führten. Besonders ab 1943 entschied die Qualität der Feuerleitung über das Überleben bei Fliegerangriffen (z. B. in der Biskaya).
 
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| colspan="3" | Führung der Flak-Gasten: Der Wachoffizier war dafür verantwortlich, dass die Flak-Gasten (Mannschaften) ihre Waffen korrekt warteten und im Gefecht koordiniert einsetzten. Die im Lehrgang vermittelte Fachautorität war die Basis für die Disziplin am Geschütz unter Beschuss.
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| Führung der Flak-Gasten: || colspan="3" | Der Offizier war für die Wartung der Waffen durch die Mannschaften und deren disziplinierten Einsatz unter Beschuss verantwortlich. Er bildete die fachliche Autorität am Geschütz (dem sogenannten „Wintergarten“).
 
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| colspan="3" | Spezialisierung auf Flak-U-Boote: Bei den speziell umgerüsteten "Flak-U-Booten" (U-Flak) wurden die Offiziere, die diesen Lehrgang absolviert hatten, gezielt eingesetzt, um die massiv verstärkte Flugabwehrbewaffnung taktisch optimal gegen angreifende Flugzeuge der Alliierten zu führen.
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| Taktik der U-Flak: || colspan="3" | Bei speziell umgerüsteten Booten (U-Flak) wurden Absolventen gezielt eingesetzt, um das Feuer gegen angreifende Flugzeuge der Alliierten nicht nur defensiv, sondern offensiv zu führen, um den Gegner zum Abdrehen zu zwingen.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| B.Arch. RM 20 / 912 || colspan="3" | Richtlinien für die Ausbildung der Offiziere (Belegt die Lehrpläne der Fachlehrgänge).
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marine-Flakschulen und Küstenartillerieschulen. Beinhaltet Lehrgangspläne und Schießberichte.
 
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| B.Arch. RM 123 || colspan="3" | Akten der Marineschulen und Küstenartillerieschulen (Dokumentiert die Durchführung der Flak-Lehrgänge).
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Seeoffiziere (Nachweise über die fachspezifische Flak-Qualifikation).
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| B.Arch. RM 20 / 893 || colspan="3" | Unterlagen des Befehlshabers der Unterseeboote (B.d.U.) zur Flak-Bewaffnung (Enthält Berichte über die Effektivität der Flak-Führung an Bord).
 
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel über die Marine-Flak und Ausbildung).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Band II (Abschnitt Marineartillerie/Flak).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Übersicht der Fachschulen).
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945". (Details zur Flak-Verteidigung der Boote).
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| Bredow, Armin || colspan="3" | "Die Marineflak" (Standardwerk zur Organisation und Ausbildung).
 
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| Mulligan, Timothy P. || colspan="3" | Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945. (Details zur waffentechnischen Ausbildung der Wachoffiziere).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 14:45 Uhr

Ausbildung Flaklehrgang für Fähnriche
Der Flaklehrgang für Fähnriche diente der Vorbereitung des Offiziersnachwuchses auf die Führung von Flak-Batterien an Bord oder bei Marine-Flak-Abteilungen an Land. Er vermittelte die technischen Grundlagen der Flugabwehrwaffen, die Zielansprache sowie die taktische Feuerleitung gegen bewegliche Luftziele.
Historischer Kontext & Organisation
Standorte: Die Ausbildung fand vornehmlich an den Küstenartillerieschulen (z. B. in Kappeln oder Swinemünde) sowie an speziellen Marine-Flakschulen statt.
Lehrgangsinhalt: Waffen- und Munitionskunde (2-cm, 3,7-cm und 10,5-cm Flak), Bedienung von Entfernungsmessgeräten und praktisches Schießen auf Schleppziele. Ein Fokus lag auf der "Lageerkennung" zur sofortigen Entscheidung über die Feuereröffnung.
Laufbahn: Der Lehrgang erfolgte im Anschluss an die M.S.M. Mürwik. Während des Krieges wurde er zeitlich gestrafft und auf die Abwehr von Tieffliegerangriffen fokussiert.
Besonderheiten: Drillschwerpunkt war das „Voraushalten“ ohne Rechengeräte bei Ausfall der Optik. Die Fähnriche lernten, das Feuer nach Leuchtspur-Beobachtung manuell ins Ziel zu dirigieren, was besonders auf schwankenden U-Boot-Plattformen überlebenswichtig war.
Kriegsende: Im Mai 1945 wurden Lehrgangsteilnehmer oft geschlossen zur Hafenverteidigung oder in Marine-Schützen-Regimentern im Erdkampf eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Brückendienst: Für U-Boot-Wachoffiziere (W.O.) war dieser Lehrgang lebenswichtig, da sie auf der Brücke die Flak-Bedienung führten. Besonders ab 1943 entschied die Qualität der Feuerleitung über das Überleben bei Fliegerangriffen (z. B. in der Biskaya).
Führung der Flak-Gasten: Der Offizier war für die Wartung der Waffen durch die Mannschaften und deren disziplinierten Einsatz unter Beschuss verantwortlich. Er bildete die fachliche Autorität am Geschütz (dem sogenannten „Wintergarten“).
Taktik der U-Flak: Bei speziell umgerüsteten Booten (U-Flak) wurden Absolventen gezielt eingesetzt, um das Feuer gegen angreifende Flugzeuge der Alliierten nicht nur defensiv, sondern offensiv zu führen, um den Gegner zum Abdrehen zu zwingen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Marine-Flakschulen und Küstenartillerieschulen. Beinhaltet Lehrgangspläne und Schießberichte.
BArch PERS 6 Personalakten der Seeoffiziere (Nachweise über die fachspezifische Flak-Qualifikation).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Band II (Abschnitt Marineartillerie/Flak).
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945". (Details zur Flak-Verteidigung der Boote).
Bredow, Armin "Die Marineflak" (Standardwerk zur Organisation und Ausbildung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132