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1. U-Ausbildungsabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! Datenblatt:
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! Dienststelle
! colspan="3" | '''1. U-Ausbildungsabteilung (1. U.A.A.)'''
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! '''1. Unterseebootsausbildungsabteilung (1. U.A.A.)'''
 
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| colspan="3" | Die 1. Unterseebootsausbildungsabteilung (1. U.A.A.) war eine zentrale Ausbildungseinheit der deutschen Kriegsmarine während des Zweiten Weltkriegs, die speziell für die Vorbereitung von Personal auf den Dienst in der U-Boot-Waffe zuständig war.
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| colspan="3" | Die 1. U.A.A. war die zentrale Instanz für die fachliche Grundausbildung angehender U-Boot-Fahrer. Sie fungierte als Bindeglied zwischen der allgemeinen Schiffsstammabteilung und der praktischen Seeausbildung. Ihr Fokus lag auf der Vermittlung technischer und taktischer Basiskenntnisse in schulischer Form sowie an Modellen und Simulatoren an Land.
 
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! colspan="3" | '''Standorte und Unterstellung'''
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! colspan="3" | Standorte, Unterstellung & Geschichte
 
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| colspan="3" | Die Abteilung war eng mit der [[1. U-Lehrdivision]] (1. ULD) verknüpft, aus deren Umbenennung oder Struktur sie hervorging bzw. der sie unterstellt war.  
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| Hauptstandort: || colspan="3" | Plön (Schleswig-Holstein), Lager Stadtheide. Die übergeordnete Division operierte zudem in Neustadt i.H., Pillau und gegen Kriegsende in Hamburg-Finkenwerder.
 
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| Unterstellung: || colspan="3" | Ab Januar 1943 dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung (H.K.U.) zugeordnet.
 
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| colspan="3" | Hauptstandorte: Die Ausbildung fand primär in Plön (Schleswig-Holstein) statt. Weitere wichtige Standorte der übergeordneten Division waren Neustadt in Holstein, Pillau (Ostpreußen) und gegen Kriegsende Hamburg-Finkenwerder.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Auflösung im März 1945 im Raum Hamburg. Einsatz von Teilen des Personals in Marine-Infanterie-Verbänden während der letzten Abwehrkämpfe.
 
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| colspan="3" | Führung: Sie unterstand ab Januar 1943 dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung (H.K.U.).
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! colspan="3" | Ausbildungsinhalte & Spezifische Besonderheiten
 
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! colspan="3" | '''Aufgaben und Ausbildungsinhalte'''
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| Besonderheit „Rundgang-Examen“: || colspan="3" | In Plön mussten die Schüler an großformatigen Wandtafeln und Schnittmodellen des Typs VII C im „Blind-Verfahren“ jedes Ventil und jede Leitung benennen. Dieses Auswendiglernen der Rohrpläne war die lebensnotwendige Basis für die spätere Leckabwehr unter Wasser.
 
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| colspan="3" | Die Hauptaufgabe der 1. U.A.A. war die fachliche Grundausbildung angehender U-Boot-Fahrer, bevor diese auf Front- oder Schulboote versetzt wurden.  
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| Besonderheit „Tauchretter-Vorschulung“: || colspan="3" | Die 1. U.A.A. führte die theoretische und erste praktische Einweisung in den Dräger-Tauchretter durch. In kleinen Übungsbecken wurde das Atmen unter Widerstand und der Druckausgleich trainiert, bevor es zur „Härteprüfung“ nach Neustadt ging.
 
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| Besonderheit „Lager Stadtheide“: || colspan="3" | Das Ausbildungslager in Plön war bekannt für seinen extremen Fokus auf Ordnung und technische Disziplin. Die Schüler wurden darauf eingeschworen, dass „Schlamperei an Land den Tod auf See“ bedeutet.
 
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| colspan="3" | Spezialisierung: Die Ausbildung war streng nach Laufbahnen getrennt. Die I. Abteilung war in der Regel für das seemännische Personal (Matrosen, Steuerleute) zuständig, während die II. Abteilung das technische Personal (Maschinisten, Elektrotechniker) schulte.
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| colspan="3" | Ablauf: Nach der allgemeinen infanteristischen Grundausbildung in einer Schiffsstammabteilung (SStA) erfolgte hier die U-bootspezifische Einweisung in Technik, Taktik und die Besonderheiten des Lebens an Bord.
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! colspan="3" | Kommandeure
 
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! colspan="3" | '''Abgrenzung zur 1. U-Lehrdivision'''
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| 02.1940 – 05.1940: || colspan="3" | Fregattenkapitän Hans Rose.
 
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| 06.1940 – 11.1941: || colspan="3" | Fregattenkapitän Albrecht Schmidt.
 
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| colspan="3" | In vielen Quellen werden die 1. U-Ausbildungsabteilung und die 1. U-Lehrdivision synonym verwendet oder als Teile einer übergeordneten Struktur beschrieben.  
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| 11.1941 – 04.1943: || colspan="3" | Kapitän zur See Lothar Zechlin.
 
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| 07.1943 – 02.1945: || colspan="3" | Fregattenkapitän Friedrich-Karl Schünemann.
 
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| colspan="3" | Die Lehr-Division war der größere Verband, dem oft auch Schulflottillen (wie die [[21. U-Flottille]]) zugeordnet waren, um die theoretische Ausbildung durch praktische Übungen auf See zu ergänzen. Die 1. U.A.A. konzentrierte sich stärker auf die schulische und technische Ausbildung an Land (z.B. in Simulatoren oder an Modellen).  
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| 02.1945 – 05.1945: || colspan="3" | Fregattenkapitän Hans Pauckstadt.
 
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! colspan="3" | '''Das Ende'''
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Gegen Ende des Krieges (März 1945) wurde die Einheit im Zuge der allgemeinen Auflösungserscheinungen und der Verlegung nach Westen (Hamburg) aufgelöst. Viele der dort Ausgebildeten wurden in den letzten Kriegswochen teils in Marine-Infanterie-Einheiten im Erdkampf eingesetzt.
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| Auswahlfilter: || colspan="3" | Wer in Plön die theoretischen Hürden der Rohrpläne oder die Tauchretter-Einweisung nicht bestand, wurde ausgesondert und erreichte nie ein Schulboot.
 
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! colspan="3" | '''Kommandeure'''
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen markiert die 1. U.A.A. den Moment, in dem aus einem allgemeinen Marinesoldaten ein spezialisierter U-Boot-Fahrer wurde.
 
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| 00.02.1940 - 00.05.1940 || Fregattenkapitän Hans Rose ||
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| 00.06.1940 - 00.11.1941 || Fregattenkapitän Albrecht Schmidt ||
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| 00.11.1941 - 00.04.1943 || Kapitän zur See Lothar Zechlin ||
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Unterseeboot-Ausbildungsabteilungen (Lehrgangsverzeichnisse und Organisationsunterlagen zur 1. U.A.A. Plön).
 
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| 00.07.1943 - 00.02.1945 || Fregattenkapitän Friedrich-Karl Schünemann ||
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Richtlinien des H.K.U. zur Standardisierung der U-Boot-Grundausbildung).
 
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| 00.02.1945 - 08.05.1945 || Fregattenkapitän [[Hans Pauckstadt|→  Hans Pauckstadt]] ||
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Ausbildungsorganisation).
 
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur personellen Struktur der Ausbildungseinheiten).
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:40 Uhr

1. U-Ausbildungsabteilung ← 2. U-Ausbildungsabteilung

Dienststelle 1. Unterseebootsausbildungsabteilung (1. U.A.A.)
Die 1. U.A.A. war die zentrale Instanz für die fachliche Grundausbildung angehender U-Boot-Fahrer. Sie fungierte als Bindeglied zwischen der allgemeinen Schiffsstammabteilung und der praktischen Seeausbildung. Ihr Fokus lag auf der Vermittlung technischer und taktischer Basiskenntnisse in schulischer Form sowie an Modellen und Simulatoren an Land.
Standorte, Unterstellung & Geschichte
Hauptstandort: Plön (Schleswig-Holstein), Lager Stadtheide. Die übergeordnete Division operierte zudem in Neustadt i.H., Pillau und gegen Kriegsende in Hamburg-Finkenwerder.
Unterstellung: Ab Januar 1943 dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung (H.K.U.) zugeordnet.
Kriegsende: Auflösung im März 1945 im Raum Hamburg. Einsatz von Teilen des Personals in Marine-Infanterie-Verbänden während der letzten Abwehrkämpfe.
Ausbildungsinhalte & Spezifische Besonderheiten
Besonderheit „Rundgang-Examen“: In Plön mussten die Schüler an großformatigen Wandtafeln und Schnittmodellen des Typs VII C im „Blind-Verfahren“ jedes Ventil und jede Leitung benennen. Dieses Auswendiglernen der Rohrpläne war die lebensnotwendige Basis für die spätere Leckabwehr unter Wasser.
Besonderheit „Tauchretter-Vorschulung“: Die 1. U.A.A. führte die theoretische und erste praktische Einweisung in den Dräger-Tauchretter durch. In kleinen Übungsbecken wurde das Atmen unter Widerstand und der Druckausgleich trainiert, bevor es zur „Härteprüfung“ nach Neustadt ging.
Besonderheit „Lager Stadtheide“: Das Ausbildungslager in Plön war bekannt für seinen extremen Fokus auf Ordnung und technische Disziplin. Die Schüler wurden darauf eingeschworen, dass „Schlamperei an Land den Tod auf See“ bedeutet.
Kommandeure
02.1940 – 05.1940: Fregattenkapitän Hans Rose.
06.1940 – 11.1941: Fregattenkapitän Albrecht Schmidt.
11.1941 – 04.1943: Kapitän zur See Lothar Zechlin.
07.1943 – 02.1945: Fregattenkapitän Friedrich-Karl Schünemann.
02.1945 – 05.1945: Fregattenkapitän Hans Pauckstadt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auswahlfilter: Wer in Plön die theoretischen Hürden der Rohrpläne oder die Tauchretter-Einweisung nicht bestand, wurde ausgesondert und erreichte nie ein Schulboot.
Personalhistorie: In den Stammrollen markiert die 1. U.A.A. den Moment, in dem aus einem allgemeinen Marinesoldaten ein spezialisierter U-Boot-Fahrer wurde.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Unterseeboot-Ausbildungsabteilungen (Lehrgangsverzeichnisse und Organisationsunterlagen zur 1. U.A.A. Plön).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Richtlinien des H.K.U. zur Standardisierung der U-Boot-Grundausbildung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Ausbildungsorganisation).
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur personellen Struktur der Ausbildungseinheiten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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