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18. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! Datenblatt
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! Verband
! '''18. Minensuchflottille'''
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! 18. Minensuchflottille
 
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| colspan="3" | Die 18. Minensuchflottille war ein operativer Verband der Sicherungskräfte, der primär für die Sicherung der Seewege und die Minenabwehr im westfranzösischen Raum und im Ärmelkanal zuständig war.
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| colspan="3" | Die 18. Minensuchflottille war ein operativer Verband der Sicherungskräfte an der französischen Atlantikküste. Ihre Hauptaufgabe lag in der permanenten Minenfreihaltung der Ansteuerungswege für die großen U-Boot-Stützpunkte sowie im Schutz des Küstenverkehrs gegen alliierte Nadelstichoperationen und Luftangriffe.
 
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! colspan="3" | Aufstellung und Standorte:
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! colspan="3" | Aufstellung & Organisation
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Oktober 1940 im Raum Brest / Angers (Frankreich).
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| Unterstellung: || colspan="3" | Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West).
 
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| colspan="3" | Die Flottille wurde im Oktober 1940 aufgestellt. Ihr Hauptstützpunkt befand sich im besetzten Frankreich, vornehmlich im Raum Brest und Angers. Sie unterstand taktisch dem Führer der Minensuchboote West.  
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| Hauptstützpunkte: || colspan="3" | Brest (Hauptbasis), St. Nazaire und Lorient (je nach operativer Notwendigkeit).
 
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| Ausstattung: || colspan="3" | Überwiegend umgebaute Fischdampfer und Hilfsminensuchboot-Einheiten; robuste Fahrzeuge, jedoch eingeschränkt gegen moderne Fernzündminen.
 
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! colspan="3" | Aufgaben und Einsatzprofil:
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| Auflösung: || colspan="3" | August 1944 infolge der alliierten Invasion und der Räumung der französischen Atlantikküste.
 
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! colspan="3" | Aufgaben & Einsatzprofil
 
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| colspan="3" | Wegesicherung: Die wichtigste Aufgabe war das Freihalten der Ansteuerungswege für die dort stationierten U-Boot-Flottillen. Die Einheiten der 18. Minensuchflottille sicherten das Aus- und Einlaufen von U-Booten gegen britische Luftminen und U-Boot-Angriffe.
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Freihalten der „Zwangsweg“-Rinnen für aus- und einlaufende Front-U-Boote gegen britische Luftminen der RAF.
 
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung von Küstentransporten entlang der Biskaya und im Ärmelkanal gegen alliierte Zerstörer- und Schnellbootvorstöße.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz: Die Flottille sicherte Küstentransporte entlang der französischen Atlantikküste und im Ärmelkanal gegen alliierte See- und Luftstreitkräfte.
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| Minenräumdienst: || colspan="3" | Dauereinsatz zur Räumung magnetischer und akustischer Minen in den Hafeneinfahrten von Brest und den angrenzenden Buchten.
 
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| colspan="3" | Minenräumdienst: Da die Royal Air Force (RAF) regelmäßig Minen in den Hafeneinfahrten abwarf, waren die Schiffe der Flottille im Dauereinsatz, um die Einsatzfähigkeit der Häfen (z. B. Brest) zu gewährleisten.
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! colspan="3" | Spezifische Besonderheiten & Ende
 
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! colspan="3" | Ausrüstung
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| Luftgefährdung: || colspan="3" | Die Flottille operierte unter ständiger Bedrohung durch das RAF Coastal Command; die geringe Flak-Bewaffnung der Hilfsminensucher führte zu hohen Verlusten.
 
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| Operation Dynamo/Cycle: || colspan="3" | Indirekte Beteiligung an der Absicherung des Küstenvorfeldes gegen britische Evakuierungsversuche in der Frühphase.
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| Rückzug 1944: || colspan="3" | Während der Räumung Frankreichs wurden viele Boote selbst versenkt oder versuchten den Durchbruch in die Biskaya-Festungen. Reste wurden in die Ostsee verlegt.
 
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| colspan="3" | Die Flottille verfügte nicht über schwere Minensuchboote der Neubau-Typen, sondern bestand größtenteils aus umgebauten Fischdampfern und Hilfsminensuchbooten. Diese waren robust, jedoch gegen moderne akustische und magnetische Minen sowie gegen Luftangriffe verwundbar.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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! colspan="3" | Ende 1944/1945
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| Überlebensgarantie: || colspan="3" | Ohne die tägliche Räumarbeit der 18. Flottille wäre ein gefahrloses Erreichen der Bunkeranlagen in Brest für die Boote der 1. und 9. U-Flottille unmöglich gewesen.
 
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| Kampf gegen "Gardening": || colspan="3" | Direkte Abwehr der britischen Minenlegeoperationen (Codename "Gardening") im Umkreis der U-Boot-Basen.
 
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| colspan="3" | Mit der Invasion der Alliierten in der Normandie (Juni 1944) und dem anschließenden Rückzug der deutschen Truppen aus Frankreich wurde die Flottille im August 1944 aufgelöst. Die verbliebenen Schiffe wurden teilweise selbst versenkt oder in andere Sicherungsverbände in der Ostsee eingegliedert, um dort in der Endphase des Krieges bei der Evakuierung von Flüchtlingen und Soldaten zu helfen.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 69 || colspan="3" | Kriegstagebücher und Akten der Minensuchflottillen (Detaillierte Einsatzberichte der 18. MS-Flottille im Westen).
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Unterlagen des Führers der Minensuchboote West (Befehle zur Sicherung der U-Boot-Auslaufwege).
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Meldungen über Minenlage an der französischen Küste und Verluste der Sicherungsverbände).
 
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| Bundesarchiv Signatur RM 61 || colspan="3" | Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine - Invenio Online-Recherche. Enthält die Kriegstagebücher und Verlustlisten der 18. Minensuchflottille.
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| Lexikon der Wehrmacht | Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/18MinSuch-R.htm| → 18. Minensuchflottille]
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel: Die Sicherungsverbände in Frankreich).
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | "Die Sicherungsverbände der Kriegsmarine 1939-1945" (Detaillierte Aufstellung der Hilfsminensuch-Einheiten).
 
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| Schmidt, Friedrich || colspan="3" | "Die 18. Minensuchflottille: Einsatz an der Atlantikküste" (Regionale Dokumentation).
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 16:15 Uhr

Verband 18. Minensuchflottille
Die 18. Minensuchflottille war ein operativer Verband der Sicherungskräfte an der französischen Atlantikküste. Ihre Hauptaufgabe lag in der permanenten Minenfreihaltung der Ansteuerungswege für die großen U-Boot-Stützpunkte sowie im Schutz des Küstenverkehrs gegen alliierte Nadelstichoperationen und Luftangriffe.
Aufstellung & Organisation
Aufstellung: Oktober 1940 im Raum Brest / Angers (Frankreich).
Unterstellung: Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West).
Hauptstützpunkte: Brest (Hauptbasis), St. Nazaire und Lorient (je nach operativer Notwendigkeit).
Ausstattung: Überwiegend umgebaute Fischdampfer und Hilfsminensuchboot-Einheiten; robuste Fahrzeuge, jedoch eingeschränkt gegen moderne Fernzündminen.
Auflösung: August 1944 infolge der alliierten Invasion und der Räumung der französischen Atlantikküste.
Aufgaben & Einsatzprofil
Wegesicherung: Freihalten der „Zwangsweg“-Rinnen für aus- und einlaufende Front-U-Boote gegen britische Luftminen der RAF.
Geleitschutz: Sicherung von Küstentransporten entlang der Biskaya und im Ärmelkanal gegen alliierte Zerstörer- und Schnellbootvorstöße.
Minenräumdienst: Dauereinsatz zur Räumung magnetischer und akustischer Minen in den Hafeneinfahrten von Brest und den angrenzenden Buchten.
Spezifische Besonderheiten & Ende
Luftgefährdung: Die Flottille operierte unter ständiger Bedrohung durch das RAF Coastal Command; die geringe Flak-Bewaffnung der Hilfsminensucher führte zu hohen Verlusten.
Operation Dynamo/Cycle: Indirekte Beteiligung an der Absicherung des Küstenvorfeldes gegen britische Evakuierungsversuche in der Frühphase.
Rückzug 1944: Während der Räumung Frankreichs wurden viele Boote selbst versenkt oder versuchten den Durchbruch in die Biskaya-Festungen. Reste wurden in die Ostsee verlegt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Überlebensgarantie: Ohne die tägliche Räumarbeit der 18. Flottille wäre ein gefahrloses Erreichen der Bunkeranlagen in Brest für die Boote der 1. und 9. U-Flottille unmöglich gewesen.
Kampf gegen "Gardening": Direkte Abwehr der britischen Minenlegeoperationen (Codename "Gardening") im Umkreis der U-Boot-Basen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 69 Kriegstagebücher und Akten der Minensuchflottillen (Detaillierte Einsatzberichte der 18. MS-Flottille im Westen).
BArch RM 61 Unterlagen des Führers der Minensuchboote West (Befehle zur Sicherung der U-Boot-Auslaufwege).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Meldungen über Minenlage an der französischen Küste und Verluste der Sicherungsverbände).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel: Die Sicherungsverbände in Frankreich).
Harnack, Wolfgang "Die Sicherungsverbände der Kriegsmarine 1939-1945" (Detaillierte Aufstellung der Hilfsminensuch-Einheiten).
Schmidt, Friedrich "Die 18. Minensuchflottille: Einsatz an der Atlantikküste" (Regionale Dokumentation).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132