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Führergehilfenausbildung: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 14:53 Uhr

Ausbildung Führergehilfenausbildung (Admiralstabsausbildung)
Die Führergehilfenausbildung war die hochselektive Qualifizierung von Seeoffizieren für den Dienst im Admiralstab. Sie bildete die personelle Elite, die dazu befähigt wurde, komplexe strategische Operationen in den höchsten Stäben der Seekriegsleitung (Skl) oder den Marinegruppenkommandos zu planen und zu koordinieren.
Historischer Kontext & Organisation
Zweck: Ausbildung zum Admiralstabsoffizier. Da die offizielle Bezeichnung „Generalstab“ für die Marine nach 1919 vermieden wurde, wählte man den Begriff der „Führergehilfen“ als qualifizierte Zuarbeiter der Admiralität.
Standort: Durchführung primär an der Marine-Kriegsakademie in Berlin. Während des Krieges Straffung der Lehrgänge und teilweise Auslagerung an Standorte außerhalb der Luftangriffszone.
Selektion: Zugang nur für Offiziere (meist Kapitänleutnants oder Korvettenkapitäns), die sich bereits als Kommandanten oder I. Wachoffiziere bewährt hatten und eine überdurchschnittliche intellektuelle Eignung besaßen.
Lehrinhalte: Operative Führung von Flottenverbänden, Strategie der Handelskriegführung, Logistik über See, Völkerrecht sowie intensive „Kriegsspiele“ zur Simulation von Entscheidungslagen.
Spezifische Merkmale & Kennzeichnung
Status: Absolventen führten nach dem Lehrgang den begehrten Zusatz „i.A.“ (im Admiralstabsdienst) hinter ihrem Dienstgrad.
Tonnage-Theorie: Spezifische Ausbildung in der mathematischen Bewertung des U-Boot-Krieges (Versenkungsraten vs. Neubauraten des Gegners) als Basis für operative Entscheidungen.
Interdisziplinarität: Schulung in der Zusammenarbeit mit dem Heer und der Luftwaffe, insbesondere bei kombinierten Landungsunternehmen oder der Luft-Marine-Kooperation.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stab des B.d.U.: Fast alle führenden Offiziere im Stab von Karl Dönitz waren Absolventen der Führergehilfenausbildung. Sie koordinierten die Funkführung der Wolfsrudel und die Versorgung durch Boote vom Typ XIV.
Operative Planung: Die Absolventen entwickelten die taktischen Richtlinien für den Einsatz der Boote vom Typ VII C und Typ IX C, basierend auf den an der Akademie erstellten Lageanalysen.
Flottillenchefs: Viele Chefs der Frontflottillen besaßen diese Ausbildung, was ein einheitliches operatives Verständnis zwischen dem Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) und den Stützpunkten sicherstellte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Marineakademie (Lehrgangspläne, Teilnehmerlisten und Studienarbeiten der Führergehilfen).
BArch RM 7 Unterlagen der Seekriegsleitung (Belegt die Zuweisung der „i.A.“-Offiziere in operative Schlüsselpositionen).
BArch PERS 6 Personalakten: Eintragung des erfolgreichen Abschlusses der Admiralstabsausbildung als Karrieresprungbrett.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Erziehungs- und Bildungswesen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Mulligan, Timothy P. "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Analyse der Bildungswege der Führungselite).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132