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Gruppenführer: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Gruppenführer war eine taktische Schlüsselposition unterhalb des Flottillenchefs. Diese Stellung war wichtig, da sie die erste Stufe der Verbandsführung markiert. Ein Gruppenführer (meist ein erfahrener Kapitänleutnant oder Korvettenkapitän) führte einen Teilverband innerhalb einer Flottille.
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| colspan="3" | Der Gruppenführer war eine taktische Schlüsselposition unterhalb der Ebene des Flottillenchefs und markierte die erste Stufe der Verbandsführung innerhalb der Kriegsmarine. Meist durch einen erfahrenen Kapitänleutnant oder Korvettenkapitän besetzt, koordinierte er einen Teilverband innerhalb einer Flottille und trug die unmittelbare Verantwortung für die operative Durchführung komplexer Manöver auf See.
 
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| Taktische Einheit: || colspan="3" | Unterteilung einer Flottille (meist 8–10 Boote) in zwei Gruppen zu je 4–5 Fahrzeugen; die Führung übernahm der jeweils dienstälteste Bootskommandant der Gruppe.
 
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| colspan="3" | Taktische Einheit: Eine Minensuchflottille bestand meist aus 8 bis 10 Booten. Diese wurden in zwei Gruppen (oft je 4–5 Boote) unterteilt. Der dienstälteste Bootskommandant einer solchen Gruppe wurde zum Gruppenführer ernannt.
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| Navigationsführung: || colspan="3" | Koordination des Formationsfahrens, insbesondere beim Räumen von Minenfeldern, um die Einhaltung exakter Abstände und Winkel für den Einsatz der Räumgeräte sicherzustellen.
 
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| colspan="3" | Aufgaben: Er koordinierte das Formationsfahren beim Räumen von Minenfeldern. Da die Boote beim Räumen in festen Abständen und Winkeln zueinander fahren mussten (um die Räumotter optimal zu führen), trug der Gruppenführer die Verantwortung für die präzise Navigation der gesamten Gruppe.
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| Disziplinargewalt: || colspan="3" | Der Gruppenführer fungierte als direkter Vorgesetzter der anderen Bootskommandanten innerhalb seiner Gruppe und überwachte die Einhaltung der Flottenbefehle.
 
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| colspan="3" | Disziplinargewalt: Er war der direkte Vorgesetzte der anderen Bootskommandanten seiner Gruppe.
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| Ernennungsmodus: || colspan="3" | Die Besetzung der Planstelle erfolgte strikt nach dem Rangdienstalter (R.D.A.) unter den Kommandanten der jeweiligen Flottille.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Signaldienst: || colspan="3" | Zentrale Steuerung der optischen und funktechnischen Kommunikation innerhalb der Gruppe zur Gewährleistung einer simultanen Manövrierfähigkeit.
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| Gefechtsführung: || colspan="3" | Leitung der Gruppe bei Feindkontakt, insbesondere bei der Abwehr von Fliegerangriffen oder Schnellbooten zum Schutz der gesamten Formation.
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| Berichterstattung: || colspan="3" | Zusammenfassung der Einzelergebnisse der Boote und Erstellung von Gruppenberichten für den Flottillenchef zur Auswertung der operativen Lage.
 
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| colspan="3" | In den Biografien der Kommandanten ist die Verwendung als „Gruppenführer“ ein Beleg für frühe Führungserfahrung:
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| Führungserfahrung: || colspan="3" | Die Bewährung als Gruppenführer, beispielsweise bei Minensuchoperationen in der Irbenstraße, galt als Beleg für eine außergewöhnliche Eignung für ein eigenständiges U-Boot-Kommando.
 
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| colspan="3" | Qualifikation: Wer sich als Gruppenführer bei den Minensuchern bewährte (z. B. beim Durchbruch durch die Irbenstraße), wurde von der Marineführung oft als besonders geeignet für ein U-Boot-Kommando oder die Leitung einer U-Boot-Gruppe (Wolfsrudel) angesehen.
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| Wolfsrudeltaktik: || colspan="3" | Offiziere mit Gruppenführer-Erfahrung wurden bevorzugt für die taktische Leitung von U-Boot-Gruppen (Wolfsrudel) auf See in Betracht gezogen.
 
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| colspan="3" | R.D.A. ([[Rangdienstalter]]): Die Ernennung zum Gruppenführer erfolgte strikt nach dem Dienstalter unter den Kommandanten der Flottille.
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Biografien markiert die Verwendung als Gruppenführer den Übergang von der Einzelschiffsführung zur komplexen Verbandssteuerung und taktischen Verantwortung.
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die taktische Gliederung und Befugnisse der Gruppenführer in Sicherungsflottillen.
 
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| Bundesarchiv Signatur PERS 6 || colspan="3" | Personalakten von Offizieren. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. In den Qualifikationsberichten (Beurteilungen) wird die Leistung als Gruppenführer oft hervorgehoben (z. B. „bewährte sich als Gruppenführer bei Minenräumoperationen unter Beschuss“).
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| BArch RM 62 || colspan="3" | Kriegstagebücher der Minensuchflottillen: Berichte der Gruppenführer über Räumoperationen und Gefechte.
 
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| Bundesarchiv Signatur RM 6 || colspan="3" | Oberkommando der Kriegsmarine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält die Stellenbesetzungslisten der Flottillen, in denen die Gruppenführer namentlich gekennzeichnet sind.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Ernennung zum Gruppenführer unter Angabe des entsprechenden Rangdienstalters (R.D.A.).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Walter Lohmann/Hans H. Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - Podzun Verlag 1956. [https://www.amazon.de/Die-Deutsche-Kriegsmarine-1939-1945/dp/B00L5FBA62/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=YAFFI19MIZGV&keywords=Lohmann%2FHildebrand+Die+deutsche+Kriegsmarine+1939+-+1945&qid=1691417745&sprefix=lohmann%2Fhildebrand+die+deutsche+kriegsmarine+1939+-+1945%2Caps%2C103&sr=8-1 | → Amazon]
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 17:13 Uhr

Dienststellung Gruppenführer
Der Gruppenführer war eine taktische Schlüsselposition unterhalb der Ebene des Flottillenchefs und markierte die erste Stufe der Verbandsführung innerhalb der Kriegsmarine. Meist durch einen erfahrenen Kapitänleutnant oder Korvettenkapitän besetzt, koordinierte er einen Teilverband innerhalb einer Flottille und trug die unmittelbare Verantwortung für die operative Durchführung komplexer Manöver auf See.
Definition und Funktion
Taktische Einheit: Unterteilung einer Flottille (meist 8–10 Boote) in zwei Gruppen zu je 4–5 Fahrzeugen; die Führung übernahm der jeweils dienstälteste Bootskommandant der Gruppe.
Navigationsführung: Koordination des Formationsfahrens, insbesondere beim Räumen von Minenfeldern, um die Einhaltung exakter Abstände und Winkel für den Einsatz der Räumgeräte sicherzustellen.
Disziplinargewalt: Der Gruppenführer fungierte als direkter Vorgesetzter der anderen Bootskommandanten innerhalb seiner Gruppe und überwachte die Einhaltung der Flottenbefehle.
Ernennungsmodus: Die Besetzung der Planstelle erfolgte strikt nach dem Rangdienstalter (R.D.A.) unter den Kommandanten der jeweiligen Flottille.
Spezifische Merkmale & Verbandsdienst
Signaldienst: Zentrale Steuerung der optischen und funktechnischen Kommunikation innerhalb der Gruppe zur Gewährleistung einer simultanen Manövrierfähigkeit.
Gefechtsführung: Leitung der Gruppe bei Feindkontakt, insbesondere bei der Abwehr von Fliegerangriffen oder Schnellbooten zum Schutz der gesamten Formation.
Berichterstattung: Zusammenfassung der Einzelergebnisse der Boote und Erstellung von Gruppenberichten für den Flottillenchef zur Auswertung der operativen Lage.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Führungserfahrung: Die Bewährung als Gruppenführer, beispielsweise bei Minensuchoperationen in der Irbenstraße, galt als Beleg für eine außergewöhnliche Eignung für ein eigenständiges U-Boot-Kommando.
Wolfsrudeltaktik: Offiziere mit Gruppenführer-Erfahrung wurden bevorzugt für die taktische Leitung von U-Boot-Gruppen (Wolfsrudel) auf See in Betracht gezogen.
Personalhistorie: In den Biografien markiert die Verwendung als Gruppenführer den Übergang von der Einzelschiffsführung zur komplexen Verbandssteuerung und taktischen Verantwortung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die taktische Gliederung und Befugnisse der Gruppenführer in Sicherungsflottillen.
BArch RM 62 Kriegstagebücher der Minensuchflottillen: Berichte der Gruppenführer über Räumoperationen und Gefechte.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Ernennung zum Gruppenführer unter Angabe des entsprechenden Rangdienstalters (R.D.A.).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132