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8. Schiffsstammabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 8. Schiffsstammabteilung (8. S.S.A.) war ein grundlegender Ausbildungsverband der Kriegsmarine, der vor allem als erste Station für das Personal der Nordsee-Station auftaucht.
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| colspan="3" | Die 8. Schiffsstammabteilung (8. S.S.A.) war ein grundlegender Ausbildungsverband der Kriegsmarine und fungierte primär als erste Station für das Personal der Marinestation der Nordsee. In Leer (Ostfriesland) stationiert, bildete sie das personelle Fundament durch die Durchführung der infanteristischen Grundausbildung für Rekruten und den Offiziersnachwuchs.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Aufgestellt am 01.04.1937 in Leer; Unterstellung beim 2. Admiral der Nordsee bzw. dem 2. Schiffsstammregiment zur Ausbildung des seemännischen Nachwuchses.
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| Ausbildungsprofil: || colspan="3" | Durchführung der infanteristischen Grundschulung (Exerzieren, Waffenlose Selbstverteidigung, Schießlehre) sowie Vermittlung der allgemeinen Bordordnung und Disziplin.
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| Struktur: || colspan="3" | Ursprüngliche Gliederung in vier Kompanien; mit Kriegsbeginn erfolgte die Expansion auf bis zu sechs Kompanien zur Bewältigung der hohen Rekrutenzahlen.
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| Ende 1944: || colspan="3" | Auflösung im September 1944; Heranziehung des Stammpersonals und der Rekruten zur Aufstellung von Marine-Schützen-Bataillonen für den Erdkampf an der Westfront.
 
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| colspan="3" | Entstehung: Aufgestellt am 1. April 1937 in Leer (Ostfriesland). Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee bzw. dem 2. Schiffsstammregiment.
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Ausbildung
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| colspan="3" | Funktion: Durchführung der infanteristischen Grundausbildung für Rekruten und Offiziersanwärter.
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| colspan="3" | Struktur: Die Abteilung gliederte sich ursprünglich in vier, später (ab Kriegsbeginn) in bis zu sechs Kompanien.
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| Standort Leer: || colspan="3" | Nutzung der Kasernenanlagen in Ostfriesland als sicherer Ausbildungsstandort im Hinterland der großen Kriegshäfen Wilhelmshaven und Emden.
 
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| colspan="3" | Spezialisierung: In Leer wurden die Grundlagen für den späteren Borddienst gelegt (Exerzieren, Waffenlose Selbstverteidigung, Schießlehre).
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| Erdkampf-Fokus: || colspan="3" | Intensive Ausbildung im Schützenzug-Verfahren, was sich gegen Kriegsende als Grundlage für den Einsatz als Marine-Infanterie in den Niederlanden und Belgien erwies.
 
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| colspan="3" | Ende: Die Abteilung wurde im September 1944 aufgelöst. Ein Großteil des Stammpersonals und der Rekruten wurde zur Aufstellung von Marine-Schützen-Bataillonen herangezogen, die im Erdkampf an der Westfront (Niederlande/Belgien) eingesetzt wurden.  
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| Traditionsbildung: || colspan="3" | Festigung der soldatischen Haltung und des Korpsgeistes der jungen Jahrgänge vor der Versetzung zu den technischen oder nautischen Fachschulen der Marine.
 
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| colspan="3" | Rekrutenschmiede: Für viele spätere U-Boot-Männer (besonders der Jahrgänge 1937–1943) war Leer der Ort der Vereidigung. Nach der Grundausbildung erfolgte meist die Versetzung zu den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) oder den technischen Fachschulen.
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| Rekrutenschmiede: || colspan="3" | Für zahlreiche U-Boot-Männer der Jahrgänge 1937–1943 war Leer der Ort der Vereidigung und der ersten drei Monate Grundausbildung vor der Versetzung zu den U-Boots-Lehrdivisionen.
 
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| colspan="3" | Zugoffiziere: Junge Seeoffiziere der U-Boot-Waffe dienten zwischen ihren Lehrgängen oft für einige Monate als Zugoffiziere in der 8. S.S.A., um Führungserfahrung zu sammeln.
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| Zugoffiziere: || colspan="3" | Junge Seeoffiziere der U-Boot-Waffe dienten zwischen ihren Fachlehrgängen oft als Zugführer in der 8. S.S.A., um notwendige Führungserfahrung im Umgang mit Untergebenen zu sammeln.
 
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| colspan="3" | Personaltransfer 1944: Die Auflösung 1944 erklärt, warum viele Biografien von U-Boot-Bewerbern plötzlich in "Marine-Infanterie-Einheiten" enden, da der geplante U-Boot-Einsatz durch die Frontlage an Land gestoppt wurde.
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| Personaltransfer: || colspan="3" | Die Auflösung 1944 belegt den Abbruch vieler U-Boot-Karrieren; Bewerber wurden statt zur See oft direkt in Marine-Infanterie-Einheiten an die Landfront befohlen.
 
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen: Unterlagen zur Organisation und zum Lehrbetrieb der 8. Schiffsstammabteilung.
 
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| Bundesarchiv Signatur RM 121 || colspan="3" | Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält die Aufstellungsbefehle und die Stellenbesetzungspläne der Abteilung in Leer.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalstammrollen der Marinestation der Nordsee mit Nachweisen über die Grundausbildung am Standort Leer.
 
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| Bundesarchiv Abteilung PA || colspan="3" | Personenbezogene Unterlagen. Hier finden sich die Stammrollen der 8. S.S.A. Leer, die für die Verifizierung von Diensteintrittsdaten der Besatzungen wichtig sind.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Dokumentation des Diensteintritts und der Vereidigung bei der 8. S.S.A.
| Aus Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/SchiffsStammAbt/SSA8.htm| → 8. Schiffsstammabteilung]
 
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Schiffsstammabteilungen).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation und den Schiffsstammabteilungen).
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14, Standorte und Regimentszugehörigkeit).  
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Übersicht der Marine-Ersatzeinheiten).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext zur Bedeutung der Landstandorte für die Personalplanung).
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 17:23 Uhr

Verband 8. Schiffsstammabteilung (8. S.S.A.)
Die 8. Schiffsstammabteilung (8. S.S.A.) war ein grundlegender Ausbildungsverband der Kriegsmarine und fungierte primär als erste Station für das Personal der Marinestation der Nordsee. In Leer (Ostfriesland) stationiert, bildete sie das personelle Fundament durch die Durchführung der infanteristischen Grundausbildung für Rekruten und den Offiziersnachwuchs.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Aufgestellt am 01.04.1937 in Leer; Unterstellung beim 2. Admiral der Nordsee bzw. dem 2. Schiffsstammregiment zur Ausbildung des seemännischen Nachwuchses.
Ausbildungsprofil: Durchführung der infanteristischen Grundschulung (Exerzieren, Waffenlose Selbstverteidigung, Schießlehre) sowie Vermittlung der allgemeinen Bordordnung und Disziplin.
Struktur: Ursprüngliche Gliederung in vier Kompanien; mit Kriegsbeginn erfolgte die Expansion auf bis zu sechs Kompanien zur Bewältigung der hohen Rekrutenzahlen.
Ende 1944: Auflösung im September 1944; Heranziehung des Stammpersonals und der Rekruten zur Aufstellung von Marine-Schützen-Bataillonen für den Erdkampf an der Westfront.
Spezifische Merkmale & Ausbildung
Standort Leer: Nutzung der Kasernenanlagen in Ostfriesland als sicherer Ausbildungsstandort im Hinterland der großen Kriegshäfen Wilhelmshaven und Emden.
Erdkampf-Fokus: Intensive Ausbildung im Schützenzug-Verfahren, was sich gegen Kriegsende als Grundlage für den Einsatz als Marine-Infanterie in den Niederlanden und Belgien erwies.
Traditionsbildung: Festigung der soldatischen Haltung und des Korpsgeistes der jungen Jahrgänge vor der Versetzung zu den technischen oder nautischen Fachschulen der Marine.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rekrutenschmiede: Für zahlreiche U-Boot-Männer der Jahrgänge 1937–1943 war Leer der Ort der Vereidigung und der ersten drei Monate Grundausbildung vor der Versetzung zu den U-Boots-Lehrdivisionen.
Zugoffiziere: Junge Seeoffiziere der U-Boot-Waffe dienten zwischen ihren Fachlehrgängen oft als Zugführer in der 8. S.S.A., um notwendige Führungserfahrung im Umgang mit Untergebenen zu sammeln.
Personaltransfer: Die Auflösung 1944 belegt den Abbruch vieler U-Boot-Karrieren; Bewerber wurden statt zur See oft direkt in Marine-Infanterie-Einheiten an die Landfront befohlen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen: Unterlagen zur Organisation und zum Lehrbetrieb der 8. Schiffsstammabteilung.
BArch RM 121 / 642 Personalstammrollen der Marinestation der Nordsee mit Nachweisen über die Grundausbildung am Standort Leer.
BArch PERS 6 Personalakten: Dokumentation des Diensteintritts und der Vereidigung bei der 8. S.S.A.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation und den Schiffsstammabteilungen).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Übersicht der Marine-Ersatzeinheiten).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext zur Bedeutung der Landstandorte für die Personalplanung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132