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Artillerieoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Auf einem größeren Überwasserschiff (Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiff) war der Artillerieoffizier (A-O) der Leiter der Hauptbewaffnung und damit verantwortlich für die primäre Offensivkraft des Schiffes. Auf U-Booten gab es diese spezialisierte Trennung selten; dort war meist der II. Wachoffizier für die Artillerie zuständig.
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| colspan="3" | Auf größeren Überwasserschiffen (Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiff) war der Artillerieoffizier der Leiter der Hauptbewaffnung und damit verantwortlich für die primäre Offensivkraft des Schiffes. Er koordinierte das gesamte artilleristische Wirken gegen See- und Landziele. Auf U-Booten existierte diese spezialisierte Trennung selten; dort übernahm meist der II. Wachoffizier die Verantwortung für die Deckskanone und die Flak-Bewaffnung in Personalunion.
 
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| colspan="3" | Feuerleitung: Er leitete im Gefecht das Feuer der schweren und mittleren Artillerie gegen See- und Landziele. Er befand sich meist im gepanzerten Artillerie-Leitstand.
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| Feuerleitung: || colspan="3" | Zentrale Leitung des Feuers der schweren und mittleren Artillerie im Gefecht; Standort meist im gepanzerten Artillerie-Leitstand zur Zielzuweisung.
 
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| colspan="3" | Technische Verantwortung: Überwachung der Wartung aller Geschütze, der Munitionskammern und der hochkomplexen mechanischen oder elektrischen Rechengeräte (Feuerleitrechner).
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| Technik: || colspan="3" | Überwachung der Wartung aller Geschütze, Munitionskammern und der hochkomplexen mechanischen oder elektrischen Feuerleitrechner an Bord.
 
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| colspan="3" | Personal: Er führte das gesamte Artilleriepersonal, vom Richtschützen bis zum Munitionsschlepper, und war für deren Ausbildung nach M.Dv. 170 verantwortlich.
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| Personalführung: || colspan="3" | Führung des gesamten Artilleriepersonals vom Richtschützen bis zum Munitionsschlepper; Ausbildung der Bedienungen gemäß der Marine-Dienstvorschrift M.Dv. 170.
 
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| colspan="3" | Spezialisierung: Auf Großkampfschiffen gab es oft eine Aufteilung in den I. A-O (Schwere Artillerie) und den II. A-O (Mittlere Artillerie/Flak).
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| Spezialisierung: || colspan="3" | Auf Großkampfschiffen oft Aufteilung in den I. A-O (Schwere Artillerie) und den II. A-O (Mittlere Artillerie/Flak) zur Optimierung der Feuerkraft.
 
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| colspan="3" | Fachliche Elite: Viele spätere U-Boot-Kommandanten (wie Albrecht Achilles) sammelten als junge Artillerieoffiziere auf Überwasserschiffen (z. B. in der 3. Zerstörerdivision) wichtige Erfahrungen in Ballistik und Zielansprache.
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| Fachliche Elite: || colspan="3" | Viele spätere U-Boot-Kommandanten (z. B. Albrecht Achilles) sammelten als junge A-Os auf Zerstörern wichtige Erfahrungen in Ballistik und Zielansprache.
 
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| colspan="3" | Deckskanonen-Spezialisten: Wenn U-Boote Ziele mit der Deckskanone bekämpften (besonders in der frühen Kriegsphase), war das Wissen ehemaliger Überwasser-Artilleristen über Trefferkorrektur und Munitionswahl entscheidend.
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| Deckskanone: || colspan="3" | Bei Artillerieangriffen von U-Booten war das Wissen ehemaliger Überwasser-Artilleristen über Trefferkorrektur und Munitionswahl für den Erfolg entscheidend.
 
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| colspan="3" | Waffen-Referenten: In den Stäben der U-Flottillen dienten ehemalige A-Os als Waffenreferenten, um die Bewaffnung der Boote zu optimieren.
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| Waffen-Referenten: || colspan="3" | In den Stäben der U-Flottillen dienten ehemalige Artillerieoffiziere als Fachreferenten, um die Bewaffnung und Optik der Boote kontinuierlich zu optimieren.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Dokumentiert die artilleristische Fachausbildung an der Marineartillerieschule.
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie. Enthält die Schießberichte, die von den A-Os nach Gefechten oder Übungen erstellt wurden.
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie: Enthält detaillierte Schießberichte, die von den A-Os nach Gefechten oder Übungen erstellt wurden.
 
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| BArch RM 92 / RM 10 || colspan="3" | KTB der Schiffe. Hier sind die Namen der A-Os in den Stellenbesetzungslisten verzeichnet.
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| BArch RM 92 / RM 10 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Schiffe: In den Stellenbesetzungslisten sind die Namen und Dienstzeiten der Artillerieoffiziere präzise verzeichnet.
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Kapitel Marine-Artillerie).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Kapitel Marine-Artillerie: Organisation und Personal).
 
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| Koop, Hans J. / Schmolke, Klaus-Peter || colspan="3" | Die deutschen Zerstörer 1935–1945.
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| Koop / Schmolke || colspan="3" | "Die deutschen Zerstörer 1935–1945" (Details zur taktischen Rolle des A-O auf Zerstörereinheiten).
| Marinedienstvorschrift Nr. 170 || colspan="3" | Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine.
 
 
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 13:09 Uhr

Dienststellung Artillerieoffizier (A-O)
Auf größeren Überwasserschiffen (Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiff) war der Artillerieoffizier der Leiter der Hauptbewaffnung und damit verantwortlich für die primäre Offensivkraft des Schiffes. Er koordinierte das gesamte artilleristische Wirken gegen See- und Landziele. Auf U-Booten existierte diese spezialisierte Trennung selten; dort übernahm meist der II. Wachoffizier die Verantwortung für die Deckskanone und die Flak-Bewaffnung in Personalunion.
Aufgaben und Funktionen
Feuerleitung: Zentrale Leitung des Feuers der schweren und mittleren Artillerie im Gefecht; Standort meist im gepanzerten Artillerie-Leitstand zur Zielzuweisung.
Technik: Überwachung der Wartung aller Geschütze, Munitionskammern und der hochkomplexen mechanischen oder elektrischen Feuerleitrechner an Bord.
Personalführung: Führung des gesamten Artilleriepersonals vom Richtschützen bis zum Munitionsschlepper; Ausbildung der Bedienungen gemäß der Marine-Dienstvorschrift M.Dv. 170.
Spezialisierung: Auf Großkampfschiffen oft Aufteilung in den I. A-O (Schwere Artillerie) und den II. A-O (Mittlere Artillerie/Flak) zur Optimierung der Feuerkraft.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Fachliche Elite: Viele spätere U-Boot-Kommandanten (z. B. Albrecht Achilles) sammelten als junge A-Os auf Zerstörern wichtige Erfahrungen in Ballistik und Zielansprache.
Deckskanone: Bei Artillerieangriffen von U-Booten war das Wissen ehemaliger Überwasser-Artilleristen über Trefferkorrektur und Munitionswahl für den Erfolg entscheidend.
Waffen-Referenten: In den Stäben der U-Flottillen dienten ehemalige Artillerieoffiziere als Fachreferenten, um die Bewaffnung und Optik der Boote kontinuierlich zu optimieren.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Dokumentiert die artilleristische Fachausbildung an der Marineartillerieschule und entsprechende Bordverwendungen.
BArch RM 11 Inspektion der Marineartillerie: Enthält detaillierte Schießberichte, die von den A-Os nach Gefechten oder Übungen erstellt wurden.
BArch RM 92 / RM 10 Kriegstagebücher (KTB) der Schiffe: In den Stellenbesetzungslisten sind die Namen und Dienstzeiten der Artillerieoffiziere präzise verzeichnet.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Kapitel Marine-Artillerie: Organisation und Personal).
Koop / Schmolke "Die deutschen Zerstörer 1935–1945" (Details zur taktischen Rolle des A-O auf Zerstörereinheiten).
M.Dv. 170 "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Grundlegende Dienstvorschrift für den artilleristischen Dienst an Bord).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132