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E-Meßoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Ein E-Meßoffizier (Entfernungsmessoffizier) war ein spezialisierter Seeoffizier, der für die präzise optische Distanzbestimmung zum Gegner verantwortlich war. In der Hierarchie der Schiffsartillerie bildete er die unverzichtbare Schnittstelle zwischen der optischen Beobachtung und der mechanischen Feuerleitung.
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| colspan="3" | Ein E-Meßoffizier war ein spezialisierter Seeoffizier, der für die präzise optische Distanzbestimmung zum Gegner verantwortlich zeichnete. In der Hierarchie der Schiffsartillerie bildete er die unverzichtbare Schnittstelle zwischen der optischen Beobachtung und der mechanischen Feuerleitung. Er koordinierte die Wertermittlung an den Basisgeräten und stellte sicher, dass die Distanzdaten als wichtigste Variable für die Berechnung der Schusswerte fehlerfrei in die Feuerleitanlage einflossen.
 
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| colspan="3" | Leitung der E-Meßabteilung: Er führte das Team der Entfernungsmesser (meist Unteroffiziere und Mannschaften), die an den optischen Basisgeräten (z. B. 3-m- oder 7-m-Entfernungsmesser) Dienst taten.
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| Abteilungsleitung: || colspan="3" | Führung des Teams der Entfernungsmesser (Unteroffiziere und Mannschaften) an den optischen Basisgeräten mit Basisbreiten von 3 bis 10,5 Metern.
 
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| colspan="3" | Optische Distanzermittlung: Er überwachte die Messungen nach dem Raumbild- (Stereo-) oder Koinzidenzverfahren. Die präzise Entfernung war die wichtigste Variable für die Berechnung der Schusswerte.
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| Distanzermittlung: || colspan="3" | Überwachung der Messungen nach dem Raumbild- (Stereo-) oder Koinzidenzverfahren zur Gewinnung exakter Zieldaten für die schwere und mittlere Artillerie.
 
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| colspan="3" | Gerätejustierung: Er war verantwortlich für die ständige Kalibrierung der hochsensiblen Optiken, da Temperaturschwankungen oder Erschütterungen die Messgenauigkeit beeinträchtigten.
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| Gerätejustierung: || colspan="3" | Verantwortung für die ständige Kalibrierung der hochsensiblen Optiken; Kompensation von Temperaturschwankungen oder Erschütterungen durch Eigenfeuer.
 
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| colspan="3" | Zuarbeit zur Feuerleitung: Er übermittelte die Messdaten an den Artillerieoffizier (A.O.) oder gab sie direkt in den Artillerie-Rechner (Feuerleitanlage) ein.
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| Feuerleitzuarbeit: || colspan="3" | Unmittelbare Übermittlung der Messdaten an den Artillerieoffizier (A-O) oder direkte Eingabe in den mechanischen Artillerie-Rechner zur Salvensteuerung.
 
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| colspan="3" | Überwasserangriffe: Auf U-Booten übernahm meist der II. Wachoffizier (II. WO) die Rolle des E-Meßoffiziers. Bei Angriffen mit der Deckskanone (8,8-cm oder 10,5-cm) war er für die Treffsicherheit verantwortlich.
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| Deckskanone: || colspan="3" | Auf U-Booten übernahm meist der II. Wachoffizier die Rolle des E-Meßoffiziers; seine Expertise war entscheidend für die Treffsicherheit bei Artillerieangriffen.
 
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| colspan="3" | Fachliche Vorbildung: Viele Kommandanten (wie Albrecht Achilles) dienten in ihrer Zeit auf Zerstörern oder Kreuzern als E-Meßoffiziere. Diese nautische Schärfe war später bei Angriffen mit dem Sehrohr (Schätzung von Entfernung und Lage) von großem Vorteil.
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| Vorbildung: || colspan="3" | Viele Kommandanten (z. B. Albrecht Achilles) dienten zuvor als E-Meßoffiziere; diese nautische Schärfe war bei Distanzschätzungen über das Sehrohr von großem Vorteil.
 
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| colspan="3" | Spezialist für Optik: E-Meßoffiziere verfügten über tiefes Wissen über Lichtbrechung, atmosphärische Störungen und Spiegelungen – Wissen, das für die Beobachtung unter schwierigen Sichtbedingungen im Nordatlantik essenziell war.
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| Optik-Spezialist: || colspan="3" | Tiefes Wissen über Lichtbrechung und atmosphärische Störungen, was für die Beobachtung unter schwierigen Sichtbedingungen im Nordatlantik essenziell war.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Werdegänge mit Dienststellungen wie „E-Meßoffizier auf Zerstörer [X]“ oder „E-Meßlehrgang bestanden“.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge mit Dienststellungen wie „E-Meßoffizier auf Zerstörer [X]“ oder Vermerken über bestandene E-Meßlehrgänge.
 
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie. Enthält technische Berichte über die Genauigkeit der optischen Entfernungsmessung im Gefecht.
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie: Enthält technische Berichte und Analysen über die Genauigkeit der optischen Entfernungsmessung unter Gefechtsbedingungen.
 
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| BArch RM 20 || colspan="3" | Schulen. Dokumentiert die Ausbildung zum E-Meßoffizier an der Marineartillerieschule (M.A.S.).
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| BArch RM 20 || colspan="3" | Schulen der Kriegsmarine: Dokumentiert die spezialisierte Ausbildung zum E-Meßoffizier an der Marineartillerieschule (M.A.S.) in Swinemünde oder Saßnitz.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Marineartillerie).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Marineartillerie: Personal und technische Ausbildung).
 
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| Marinedienstvorschrift Nr. 170 || colspan="3" | Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine.
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| M.Dv. 170 || colspan="3" | "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Grundlagen der Entfernungsmessung und optischen Gerätebedienung).
| Marinedienstvorschrift 32 || colspan="3" | Bestimmungen über die Fachausbildung der Seeoffiziere.  
 
 
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| Giessler, Helmuth || colspan="3" | "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Details zur Entwicklung der optischen Entfernungsmessung).
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 13:55 Uhr

Dienststellung E-Meßoffizier (Entfernungsmessoffizier)
Ein E-Meßoffizier war ein spezialisierter Seeoffizier, der für die präzise optische Distanzbestimmung zum Gegner verantwortlich zeichnete. In der Hierarchie der Schiffsartillerie bildete er die unverzichtbare Schnittstelle zwischen der optischen Beobachtung und der mechanischen Feuerleitung. Er koordinierte die Wertermittlung an den Basisgeräten und stellte sicher, dass die Distanzdaten als wichtigste Variable für die Berechnung der Schusswerte fehlerfrei in die Feuerleitanlage einflossen.
Aufgaben und Funktionen
Abteilungsleitung: Führung des Teams der Entfernungsmesser (Unteroffiziere und Mannschaften) an den optischen Basisgeräten mit Basisbreiten von 3 bis 10,5 Metern.
Distanzermittlung: Überwachung der Messungen nach dem Raumbild- (Stereo-) oder Koinzidenzverfahren zur Gewinnung exakter Zieldaten für die schwere und mittlere Artillerie.
Gerätejustierung: Verantwortung für die ständige Kalibrierung der hochsensiblen Optiken; Kompensation von Temperaturschwankungen oder Erschütterungen durch Eigenfeuer.
Feuerleitzuarbeit: Unmittelbare Übermittlung der Messdaten an den Artillerieoffizier (A-O) oder direkte Eingabe in den mechanischen Artillerie-Rechner zur Salvensteuerung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Deckskanone: Auf U-Booten übernahm meist der II. Wachoffizier die Rolle des E-Meßoffiziers; seine Expertise war entscheidend für die Treffsicherheit bei Artillerieangriffen.
Vorbildung: Viele Kommandanten (z. B. Albrecht Achilles) dienten zuvor als E-Meßoffiziere; diese nautische Schärfe war bei Distanzschätzungen über das Sehrohr von großem Vorteil.
Optik-Spezialist: Tiefes Wissen über Lichtbrechung und atmosphärische Störungen, was für die Beobachtung unter schwierigen Sichtbedingungen im Nordatlantik essenziell war.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienststellungen wie „E-Meßoffizier auf Zerstörer [X]“ oder Vermerken über bestandene E-Meßlehrgänge.
BArch RM 11 Inspektion der Marineartillerie: Enthält technische Berichte und Analysen über die Genauigkeit der optischen Entfernungsmessung unter Gefechtsbedingungen.
BArch RM 20 Schulen der Kriegsmarine: Dokumentiert die spezialisierte Ausbildung zum E-Meßoffizier an der Marineartillerieschule (M.A.S.) in Swinemünde oder Saßnitz.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Marineartillerie: Personal und technische Ausbildung).
M.Dv. 170 "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Grundlagen der Entfernungsmessung und optischen Gerätebedienung).
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Details zur Entwicklung der optischen Entfernungsmessung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132