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K-Flottille 313: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die K-Flottille 300 (313) war eine operative Einheit der Kleinkampfverbände, die aus dem Lehrkommando 300 hervorging. Sie war primär für den Einsatz bemannter Torpedos vom Typ [[Marder]] (eine Weiterentwicklung des [[Neger]]) vorgesehen. Ein Dienst in der K-Flottille 313 im August 1944 bedeutet fast immer die Teilnahme an den verlustreichen Einsätzen an der französischen Riviera. In den Akten wird dies oft als „Sondereinsatz Mittelmeer“ geführt.
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| colspan="3" | Die K-Flottille 313 (oft im Kontext des Lehrkommandos 300 geführt) war eine operative Einheit der Kleinkampfverbände, die primär für den Einsatz bemannter Torpedos vom Typ [[Marder]]vorgesehen war. Ein Dienst in dieser Flottille im August 1944 markiert fast ausnahmslos die Teilnahme an den opferreichen Abwehrkämpfen gegen die alliierte Invasion in Südfrankreich (Operation Dragoon). In den Personalunterlagen wird dieser Einsatz oft unter der Tarnbezeichnung „Sondereinsatz Mittelmeer“ geführt, wobei die Einheit aufgrund der massiven gegnerischen Abwehr vor der Côte d’Azur vernichtende Verluste erlitt.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Die Flottille wurde im Frühjahr 1944 formiert und unterstand operativ dem Kommando der Kleinkampfverbände.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung im Frühjahr 1944 aus Absolventen des Lehrkommandos 300; taktische Ausbildung unter dem Kommando der Kleinkampfverbände (K-Verbände).
 
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| colspan="3" | Waffensystem: Zum Einsatz kam der [[Marder]]. Dieser besaß im Gegensatz zum Vorgänger eine Taucheinrichtung, was die Überlebenschancen der Piloten bei Entdeckung leicht erhöhte.
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| Waffensystem: || colspan="3" | Einsatz des Typs „[[Marder]]“; im Gegensatz zum „[[Neger]]“ mit einer Fluteinrichtung zum statischen Tauchen ausgerüstet, was die Annäherung an das Ziel erschwerte.
 
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| colspan="3" | Einsatzgebiet: Die Flottille verlegte im Sommer 1944 in den Raum Nizza / Villefranche (Mittelmeer), um gegen die alliierte Invasionsflotte in Südfrankreich (Operation Dragoon) vorzugehen.
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| Einsatzgebiet: || colspan="3" | Verlegung im Sommer 1944 in den Raum Nizza / Villefranche zur Bekämpfung der alliierten Invasionsflotte im Rahmen des „Sondereinsatzes Mittelmeer“.
 
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| colspan="3" | Kampfhandlungen: In der Nacht vom 16. auf den 17.08.1944 unternahm die 313. Flottille einen Massenangriff. Trotz einiger Erfolge erlitt die Einheit durch die alliierte Abwehr (Zerstörer und Flugzeuge) vernichtende Verluste.  
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| Kampfhandlungen: || colspan="3" | Nacht vom 16. auf den 17.08.1944: Massenangriff gegen US-Zerstörer und Transporter; schwere Verluste durch Radar-gesteuerte Abwehr und Jagdbomber-Patrouillen.
 
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| colspan="3" | Personaltransfer: Viele Piloten der K-Flottille 313 waren ehemalige U-Boot-Freiwillige oder Angehörige der Crews 41 bis 43, die aufgrund des Mangels an neuen U-Booten für die Kleinkampfmittel angeworben wurden.
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| Personaltransfer: || colspan="3" | Rekrutierung zahlreicher Freiwilliger aus den U-Boot-Crews 41 bis 43, die aufgrund fehlender Neubauten für die Kleinkampfmittel angeworben wurden.
 
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| colspan="3" | Nautische Anforderungen: Der Einsatz des „Marder“ erforderte exzellente Kenntnisse in der Navigation und im E-Meßwesen, da der Pilot auf sich allein gestellt war.
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| Nautik-Anspruch: || colspan="3" | Der autarke Einsatz des „[[Marder]]“ erforderte exzellente Kenntnisse in Koppelnavigation und E-Meßwesen, da der Pilot auf sich allein gestellt war.
 
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| colspan="3" | Führung: Die taktische Ausbildung dieser Männer erfolgte oft durch erfahrene U-Boot-Offiziere im Lehrkommando 300 in Heiligenhafen.
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| Führung: || colspan="3" | Die Ausbildung dieser Männer erfolgte meist durch kriegserfahrene U-Boot-Offiziere (z. B. Johann-Otto Krieg), was den Korpsgeist der U-Boot-Waffe in die K-Verbände trug.
 
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| BArch RM 7.433 ff || colspan="3" | Kleinkampfverbände der Kriegsmarine. Enthält Einsatzberichte und Verlustlisten der Flottille 313 im Mittelmeer.
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| BArch RM 7.433 ff || colspan="3" | Kleinkampfverbände der Kriegsmarine: Enthält die originalen Einsatzberichte, Funksprüche und Verlustlisten der Flottille 313 im Mittelmeersektor.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Invenio Nachweis. Werdegänge von Soldaten mit dem Vermerk „K-Flottille 313“ oder „Einsatz Südfrankreich“.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio Nachweis für Soldaten mit den Vermerken „K-Flottille 313“, „Einsatz Südfrankreich“ oder „Kommando der K-Verbände“.
 
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| BArch RM 121.630 || colspan="3" | Ausbildungseinheiten der K-Verbände. Dokumentiert die personelle Zusammensetzung der Flottille vor der Verlegung an die Front.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945“ (Band 2, Abschnitt Kleinkampfverbände: Einsatzchronik der Marder-Flottillen).
 
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| Blocksdorf, Helmut || colspan="3" | „Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“ (Details zur operativen Führung der Flottille 313).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 09:38 Uhr

Verband K-Flottille 313
Die K-Flottille 313 (oft im Kontext des Lehrkommandos 300 geführt) war eine operative Einheit der Kleinkampfverbände, die primär für den Einsatz bemannter Torpedos vom Typ „Marder“ vorgesehen war. Ein Dienst in dieser Flottille im August 1944 markiert fast ausnahmslos die Teilnahme an den opferreichen Abwehrkämpfen gegen die alliierte Invasion in Südfrankreich (Operation Dragoon). In den Personalunterlagen wird dieser Einsatz oft unter der Tarnbezeichnung „Sondereinsatz Mittelmeer“ geführt, wobei die Einheit aufgrund der massiven gegnerischen Abwehr vor der Côte d’Azur vernichtende Verluste erlitt.
Historischer Werdegang und Einsatz
Aufstellung: Formierung im Frühjahr 1944 aus Absolventen des Lehrkommandos 300; taktische Ausbildung unter dem Kommando der Kleinkampfverbände (K-Verbände).
Waffensystem: Einsatz des Typs „Marder“; im Gegensatz zum „Neger“ mit einer Fluteinrichtung zum statischen Tauchen ausgerüstet, was die Annäherung an das Ziel erschwerte.
Einsatzgebiet: Verlegung im Sommer 1944 in den Raum Nizza / Villefranche zur Bekämpfung der alliierten Invasionsflotte im Rahmen des „Sondereinsatzes Mittelmeer“.
Kampfhandlungen: Nacht vom 16. auf den 17.08.1944: Massenangriff gegen US-Zerstörer und Transporter; schwere Verluste durch Radar-gesteuerte Abwehr und Jagdbomber-Patrouillen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personaltransfer: Rekrutierung zahlreicher Freiwilliger aus den U-Boot-Crews 41 bis 43, die aufgrund fehlender Neubauten für die Kleinkampfmittel angeworben wurden.
Nautik-Anspruch: Der autarke Einsatz des „Marder“ erforderte exzellente Kenntnisse in Koppelnavigation und E-Meßwesen, da der Pilot auf sich allein gestellt war.
Führung: Die Ausbildung dieser Männer erfolgte meist durch kriegserfahrene U-Boot-Offiziere (z. B. Johann-Otto Krieg), was den Korpsgeist der U-Boot-Waffe in die K-Verbände trug.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7.433 ff Kleinkampfverbände der Kriegsmarine: Enthält die originalen Einsatzberichte, Funksprüche und Verlustlisten der Flottille 313 im Mittelmeersektor.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio Nachweis für Soldaten mit den Vermerken „K-Flottille 313“, „Einsatz Südfrankreich“ oder „Kommando der K-Verbände“.
BArch RM 121.630 Ausbildungseinheiten der K-Verbände: Dokumentiert die personelle Aufstellung und Gliederung der Flottille vor der Verlegung an die Front.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945“ (Band 2, Abschnitt Kleinkampfverbände: Einsatzchronik der Marder-Flottillen).
Blocksdorf, Helmut „Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“ (Details zur operativen Führung der Flottille 313).
Matt, Klaus „Die bemannten Torpedos der deutschen Kriegsmarine“ (Spezifische Details zum Einsatz bei Nizza und den technischen Grenzen des Marders).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132