Aktionen

Marine-Artillerieabteilung 204: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
 
 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
  
{| class="wikitable"
 
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband
 
! '''Marine-Artillerieabteilung 204'''
 
! '''Marine-Artillerieabteilung 204'''
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die Marine-Artillerieabteilung 204 (M.A.A. 204) war ein bedeutender Landverband der Kriegsmarine an der besetzten Küste Flanderns. Für die U-Boot-Waffe ist sie besonders relevant, da sie den strategisch wichtigen Raum um den Hafen Ostende sicherte – ein Gebiet, das für die Sicherung der U-Boot-Wege im Ärmelkanal zentral war.
+
 
 +
| colspan="3" | Die Marine-Artillerieabteilung 204 (M.A.A. 204) war ein bedeutender Landverband der Kriegsmarine an der besetzten Küste Flanderns. Aufgestellt im Juli 1940, sicherte sie den strategisch wichtigen Raum um den Hafen Ostende. Für die U-Boot-Waffe war die Abteilung zentral, da ihre schweren Batterien (z. B. „Tirpitz“ oder „Hindenburg“) die Seewege im Ärmelkanal abdeckten und feindliche Überwasserstreitkräfte auf Distanz hielten. Damit schuf sie die artilleristische Voraussetzung für sichere Kanalpassagen und den Schutz von Nothäfen, die von U-Booten und deren Sicherungsfahrzeugen angelaufen wurden.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Einsatz
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Einsatz
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Aufstellung: Die Abteilung wurde im Juli 1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug aufgestellt.
+
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung im Juli 1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug zur dauerhaften Sicherung der flandrischen Küstenlinie.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Einsatzgebiet: Belgien, Sektor Ostende. Die Batterien der Abteilung (wie die schwere Batterie „Hindenburg“ oder „Tirpitz“) schützten die flandrische Küste vor feindlichen See- und Luftangriffen.
+
 
 +
| Einsatzgebiet: || colspan="3" | Sektor Ostende (Belgien); Schutz der Küste vor See- und Luftangriffen durch weit reichende schwere Artilleriestellungen.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Unterstellung: Seekommandant Flandern (später Admiral Kanalküste).
+
 
 +
| Unterstellung: || colspan="3" | Taktische Führung durch den Seekommandanten Flandern; administrativ dem Bereich des Admirals Kanalküste zugeordnet.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Ende: Die Abteilung wurde im September 1944 nach dem Rückzug der deutschen Truppen aus Belgien aufgelöst. Teile des Personals kamen in den Erdkampf oder wurden in die „Festungen“ an der Kanalküste zurückgezogen.
+
 
 +
| Ende 1944: || colspan="3" | Auflösung im September 1944 nach dem Rückzug aus Belgien; Einsatz des Personals im Erdkampf oder Rückzug in die „Kanalfestungen“.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Sicherung der Kanalpassage: Die M.A.A. 204 deckte mit ihren weitreichenden Geschützen die Seewege vor Ostende ab. Dies war essenziell für U-Boote, die den Ärmelkanal passierten, um feindliche Zerstörer auf Distanz zu halten.
+
 
 +
| Kanalsicherung: || colspan="3" | Deckung der „Zwangswege“ vor Ostende; Fernhalten alliierter Zerstörerverbände bei der Passage deutscher U-Boote durch den Ärmelkanal.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Schutz von Nothäfen: Ostende diente als wichtiger Anlaufpunkt für kleine Sicherungsfahrzeuge und als Nothafen für U-Boote. Die M.A.A. 204 garantierte die artilleristische Abwehr dieses Raumes.
+
 
 +
| Nothafen-Schutz: || colspan="3" | Artilleristische Absicherung des Hafens Ostende, der als logistischer Stützpunkt und Zufluchtsort für Kleinkampfmittel und U-Boote diente.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Ausbildung von Spezialisten: Ähnlich wie bei der 2. M.A.A. erhielten hier viele Offiziersanwärter und spätere II. Wachoffiziere (II W.O.) ihre artilleristische Feuertaufe an schweren Küstengeschützen.
+
 
 +
| Feuertaufe: || colspan="3" | Ausbildung von Offiziersnachwuchs und späteren II. Wachoffiziere (II W.O.) an schweren Geschützen zur Schulung von Ballistik und Feuerdisziplin.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 
 
|-
 
|-
| ||  
+
| ||
 
|-
 
|-
| BArch RM 121 / 468 || colspan="3" | Unterlagen zur Aufstellung und Gliederung der Marine-Artillerie-Abteilungen im Westen, einschließlich der M.A.A. 204.
+
 
 +
| BArch RM 121 / 468 || colspan="3" | Marine-Artillerie-Abteilungen West: Dokumentiert die Aufstellung, Gliederung und Bewaffnung der M.A.A. 204 am Standort Ostende.
 
|-
 
|-
| BArch RM 45-V / 12 || colspan="3" | Akten des Seekommandanten Flandern, welche die operative Führung und Einsatzberichte der M.A.A. 204 enthalten. Invenio-Recherche.
+
 
 +
| BArch RM 45-V / 12 || colspan="3" | Seekommandant Flandern: Beinhaltet die operativen Einsatzberichte und Kriegstagebücher (KTB) der Batterien im Sektor Belgien.
 
|-
 
|-
| BArch PERS 6 / 238 || colspan="3" | (u.a.): Personalakten von Offizieren, die als Batteriechefs oder Zugführer in Ostende dienten  
+
 
 +
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziere, die als Batteriechefs in Ostende dienten und später in die U-Boot-Waffe wechselten.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Küstenverteidigung Flandern).
+
 
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landdienststellen: Marine-Artillerie in den besetzten Gebieten).
 
|-
 
|-
| Rolf, Rudi: Der Atlantikwall || colspan="3" | Die Bauten der deutschen Küstenbefestigungen 1940-1945. (Detaillierte Pläne der Batterien der MAA 204 in Ostende).
+
 
|-
+
| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marine-Artillerie-Abteilungen im Westen).
| ||
 
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
 
 +
| Rolf, Rudi || colspan="3" | „Der Atlantikwall: Die Bauten der deutschen Küstenbefestigungen“ (Details zur Bewaffnung und den Stellungen im Raum Ostende).
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
 
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
 
|-
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
|-
 
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 10:28 Uhr

Verband Marine-Artillerieabteilung 204
Die Marine-Artillerieabteilung 204 (M.A.A. 204) war ein bedeutender Landverband der Kriegsmarine an der besetzten Küste Flanderns. Aufgestellt im Juli 1940, sicherte sie den strategisch wichtigen Raum um den Hafen Ostende. Für die U-Boot-Waffe war die Abteilung zentral, da ihre schweren Batterien (z. B. „Tirpitz“ oder „Hindenburg“) die Seewege im Ärmelkanal abdeckten und feindliche Überwasserstreitkräfte auf Distanz hielten. Damit schuf sie die artilleristische Voraussetzung für sichere Kanalpassagen und den Schutz von Nothäfen, die von U-Booten und deren Sicherungsfahrzeugen angelaufen wurden.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung im Juli 1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug zur dauerhaften Sicherung der flandrischen Küstenlinie.
Einsatzgebiet: Sektor Ostende (Belgien); Schutz der Küste vor See- und Luftangriffen durch weit reichende schwere Artilleriestellungen.
Unterstellung: Taktische Führung durch den Seekommandanten Flandern; administrativ dem Bereich des Admirals Kanalküste zugeordnet.
Ende 1944: Auflösung im September 1944 nach dem Rückzug aus Belgien; Einsatz des Personals im Erdkampf oder Rückzug in die „Kanalfestungen“.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kanalsicherung: Deckung der „Zwangswege“ vor Ostende; Fernhalten alliierter Zerstörerverbände bei der Passage deutscher U-Boote durch den Ärmelkanal.
Nothafen-Schutz: Artilleristische Absicherung des Hafens Ostende, der als logistischer Stützpunkt und Zufluchtsort für Kleinkampfmittel und U-Boote diente.
Feuertaufe: Ausbildung von Offiziersnachwuchs und späteren II. Wachoffiziere (II W.O.) an schweren Geschützen zur Schulung von Ballistik und Feuerdisziplin.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 468 Marine-Artillerie-Abteilungen West: Dokumentiert die Aufstellung, Gliederung und Bewaffnung der M.A.A. 204 am Standort Ostende.
BArch RM 45-V / 12 Seekommandant Flandern: Beinhaltet die operativen Einsatzberichte und Kriegstagebücher (KTB) der Batterien im Sektor Belgien.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziere, die als Batteriechefs in Ostende dienten und später in die U-Boot-Waffe wechselten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landdienststellen: Marine-Artillerie in den besetzten Gebieten).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marine-Artillerie-Abteilungen im Westen).
Rolf, Rudi „Der Atlantikwall: Die Bauten der deutschen Küstenbefestigungen“ (Details zur Bewaffnung und den Stellungen im Raum Ostende).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132