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Küsten-Fliegergruppe 506: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! '''Küstenfliegergruppe 506 (K.Fl.Gr. 506)'''
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| colspan="3" | Die Küstenfliegergruppe 506 (K.Fl.Gr. 506) war ein Verband der Seeluftstreitkräfte, der eng mit der Kriegsmarine zusammenarbeitete und für die U-Boot-Waffe insbesondere bei der Fernaufklärung und der Sicherung der Stützpunkte eine wichtige Rolle spielte.  
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| colspan="3" | Die Küstenfliegergruppe 506 war ein spezialisierter Verband der Seeluftstreitkräfte, der eng mit der Kriegsmarine zusammenarbeitete und als „Auge“ der U-Boot-Waffe fungierte. Gegründet 1937 in Dievenow, operierte sie während des Norwegen-Feldzugs von Stavanger und Trondheim aus. Ihre Hauptaufgabe lag in der Fernaufklärung feindlicher Geleitzüge im Nordatlantik und Nordmeer sowie in der direkten Geleitsicherung aus- und einlaufender U-Boote. Durch die Aufklärung von Minenfeldern und aktive Seenotrettung im Küstenvorfeld sicherte die Gruppe die operativen Basen der U-Boot-Waffe in der Nord- und Ostsee bis zu ihrer Eingliederung in das Kampfgeschwader 26 im Juni 1942.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Die Gruppe wurde am 01.07.1937 in Dievenow formiert, im Oktober 1939 aufgelöst und sofort neu aufgestellt.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung am 01.07.1937 in Dievenow; im Oktober 1939 kurzzeitig aufgelöst und unmittelbar zur Sicherung der Ostseezugänge neu aufgestellt.
 
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| colspan="3" | Standorte: Zu Kriegsbeginn in Pillau und Dievenow (Ostsee), später verlegten Teile nach Hörnum (Sylt) und List.
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| Standorte: || colspan="3" | Einsatzbasen in Pillau und Dievenow; später Verlegung nach Hörnum (Sylt) sowie nach Stavanger-Sola und Trondheim während des Unternehmens „Weserübung“.
 
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| colspan="3" | Einsatzgebiete: Während des Norwegen-Feldzugs 1940 operierte die Gruppe von Stavanger und Trondheim aus. Später sicherte sie das Küstenvorfeld in der Nordsee und den Ostseezugängen.
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Einsatz von Wasserflugzeugen (Heinkel He 115, Dornier Do 18); ab 1941 Umstellung auf die leistungsstarke, landgestützte Junkers Ju 88 A.
 
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| colspan="3" | Ausrüstung: Zunächst Wasserflugzeuge vom Typ Heinkel He 115 und Dornier Do 18, ab 1941 Umstellung auf die landgestützte Junkers Ju 88 A.
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| Ende 1942: || colspan="3" | Im November 1941 in Kampfgruppe 506 umbenannt; endgültige Eingliederung als II. Gruppe in das Kampfgeschwader 26 (II./KG 26) im Juni 1942.
| colspan="3" | Ende: Im November 1941 in Kampfgruppe 506 umbenannt und im Juni 1942 in das Kampfgeschwader 26 (II./KG 26) eingegliedert.  
 
 
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| colspan="3" | Fernaufklärung: Die K.Fl.Gr. 506 leistete wesentliche Vorarbeit für die U-Boot-Waffe, indem sie feindliche Geleitzüge im Nordatlantik und Nordmeer ortete und diese Informationen an den Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) weitergab.
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| Fernaufklärung: || colspan="3" | Ortung feindlicher Konvois im Nordatlantik und direkte Weitergabe der Positionsdaten an den Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) zur Ansetzung von Rudelangriffen.
 
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| colspan="3" | Geleitsicherung: In der Nordsee und vor Norwegen schützte sie aus- und einlaufende U-Boote gegen britische Luft- und Seeangriffe.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Aktive Sicherung der U-Boot-Stützpunkte in Norwegen; Schutz der Boote gegen britische Luft- und Seeangriffe während der kritischen Revierfahrt im Küstenvorfeld.
 
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| colspan="3" | Minensuche & Seenotrettung: Neben der aktiven Bekämpfung von Seezielen wurden die Maschinen zur Aufklärung von Minenfeldern vor den Stützpunkten sowie zur Rettung von Besatzungen versenkter Boote eingesetzt.
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| Spezialaufgaben: || colspan="3" | Durchführung von Kontrollflügen zur Identifizierung feindlicher Minensperren vor den Häfen sowie Rettung von Besatzungen versenkter U-Boote aus Seenot.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RL 10 / 48 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der K.Fl.Gr. 506 (Niedrige Signatur). Enthält Einsatzberichte zur Zusammenarbeit mit der Kriegsmarine. Invenio-Recherche.
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| BArch RL 10 / 48 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der K.Fl.Gr. 506: Enthält detaillierte Einsatzberichte zur operativen Zusammenarbeit mit den Einheiten der Kriegsmarine.
 
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| BArch RL 10 / 51 || colspan="3" | Meldungen über Seezielbekämpfung und Geleitsicherung (1940–1941).
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| BArch RL 10 / 51 || colspan="3" | Luftwaffenführung: Meldungen über Seezielbekämpfung, Geleitsicherung und Aufklärungsergebnisse im Nordseeraum (1940–1941).
 
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| BArch RM 7 / 2336 || colspan="3" | Akten der Seekriegsleitung zur operativen Koordinierung zwischen B.d.U. und Seefliegerverbänden.
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| BArch RM 7 / 2336 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Akten zur operativen Koordinierung und Nachrichtenübermittlung zwischen dem B.d.U. und den Seefliegerverbänden.
| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Kampfgruppen/Kampfgruppe506-R.htm| → Küsten-Fliegergruppe 506]
 
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Marineluftwaffe).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Seefliegerverbände: Gliederung und Einsatz der Küstenfliegergruppen).
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. (Band 11, Luftstreitkräfte).
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| Dierich, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zur Umgliederung der K.Fl.Gr. 506 in das Kampfgeschwader 26).
| Balke, Ulf || colspan="3" | Der Luftkrieg in Europa: Die Einsätze des Kampfgeschwaders 26. (Details zur Integration der 506. Gruppe).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Stationierung der Seeluftstreitkräfte in den besetzten Gebieten Norwegens).
 
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 10:42 Uhr

Verband Küstenfliegergruppe 506 (K.Fl.Gr. 506)
Die Küstenfliegergruppe 506 war ein spezialisierter Verband der Seeluftstreitkräfte, der eng mit der Kriegsmarine zusammenarbeitete und als „Auge“ der U-Boot-Waffe fungierte. Gegründet 1937 in Dievenow, operierte sie während des Norwegen-Feldzugs von Stavanger und Trondheim aus. Ihre Hauptaufgabe lag in der Fernaufklärung feindlicher Geleitzüge im Nordatlantik und Nordmeer sowie in der direkten Geleitsicherung aus- und einlaufender U-Boote. Durch die Aufklärung von Minenfeldern und aktive Seenotrettung im Küstenvorfeld sicherte die Gruppe die operativen Basen der U-Boot-Waffe in der Nord- und Ostsee bis zu ihrer Eingliederung in das Kampfgeschwader 26 im Juni 1942.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung am 01.07.1937 in Dievenow; im Oktober 1939 kurzzeitig aufgelöst und unmittelbar zur Sicherung der Ostseezugänge neu aufgestellt.
Standorte: Einsatzbasen in Pillau und Dievenow; später Verlegung nach Hörnum (Sylt) sowie nach Stavanger-Sola und Trondheim während des Unternehmens „Weserübung“.
Ausrüstung: Einsatz von Wasserflugzeugen (Heinkel He 115, Dornier Do 18); ab 1941 Umstellung auf die leistungsstarke, landgestützte Junkers Ju 88 A.
Ende 1942: Im November 1941 in Kampfgruppe 506 umbenannt; endgültige Eingliederung als II. Gruppe in das Kampfgeschwader 26 (II./KG 26) im Juni 1942.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Fernaufklärung: Ortung feindlicher Konvois im Nordatlantik und direkte Weitergabe der Positionsdaten an den Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) zur Ansetzung von Rudelangriffen.
Geleitschutz: Aktive Sicherung der U-Boot-Stützpunkte in Norwegen; Schutz der Boote gegen britische Luft- und Seeangriffe während der kritischen Revierfahrt im Küstenvorfeld.
Spezialaufgaben: Durchführung von Kontrollflügen zur Identifizierung feindlicher Minensperren vor den Häfen sowie Rettung von Besatzungen versenkter U-Boote aus Seenot.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 / 48 Kriegstagebuch (KTB) der K.Fl.Gr. 506: Enthält detaillierte Einsatzberichte zur operativen Zusammenarbeit mit den Einheiten der Kriegsmarine.
BArch RL 10 / 51 Luftwaffenführung: Meldungen über Seezielbekämpfung, Geleitsicherung und Aufklärungsergebnisse im Nordseeraum (1940–1941).
BArch RM 7 / 2336 Seekriegsleitung (Skl): Akten zur operativen Koordinierung und Nachrichtenübermittlung zwischen dem B.d.U. und den Seefliegerverbänden.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Seefliegerverbände: Gliederung und Einsatz der Küstenfliegergruppen).
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zur Umgliederung der K.Fl.Gr. 506 in das Kampfgeschwader 26).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Stationierung der Seeluftstreitkräfte in den besetzten Gebieten Norwegens).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132