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38. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 38. Minensuchflottille war ein Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während des Krieges von der Kanalküste bis in die Ostseezugänge operierte.
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| colspan="3" | Die 38. Minensuchflottille war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine, der von der französischen Kanalküste bis in die dänischen Ostseezugänge operierte. Aufgestellt im Juli 1940, sicherte sie zunächst von Le Havre aus die küstennahen Fahrrinnen für U-Boote bei der gefahrvollen Passage des Ärmelkanals in Richtung Atlantik. Nach dem Rückzug aus Frankreich 1944 verlegte die Flottille nach Nykøbing (Dänemark), um im Kattegat die lebensnotwendigen Transitwege für U-Boot-Neubauten und Ausbildungsverbände zwischen Norwegen und der Heimat zu schützen. Durch kontinuierlichen Minenräumdienst gewährleistete der Verband die Befahrbarkeit der „Zwangswege“ gegen britische Luftminensperren.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Die Flottille wurde am 04.07.1940 aufgestellt.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung am 04.07.1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug zur Sicherung der neu gewonnenen Stützpunkte an der Kanalküste.
 
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| colspan="3" | Einsatzgebiet 1940–1944: Englischer Kanal sowie die Küsten der Niederlande und Belgiens. Hauptstützpunkt war Le Havre (Frankreich).
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| Phase West (1940–44): || colspan="3" | Einsatz im Englischen Kanal sowie an den Küsten der Niederlande und Belgiens; Hauptstützpunkt Le Havre (Frankreich) zur Geleitsicherung.
 
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| colspan="3" | Einsatzgebiet 1944–1945: Nach der Invasion und dem Rückzug aus Frankreich erfolgte die Verlegung in das Kattegat. Neuer Stützpunkt war Nykøbing (Dänemark).
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| Phase Nord (1944–45): || colspan="3" | Rückzug aus Frankreich und Verlegung in das Kattegat; neuer Stützpunkt Nykøbing (Dänemark) zur Überwachung der Ostseezugänge.
 
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| colspan="3" | Ende: Die Flottille blieb bis zum Kriegsende im Einsatz und wurde nach der Kapitulation im Mai 1945 aufgelöst.
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| Ende: || colspan="3" | Ununterbrochener Einsatz in der Minenabwehr und Geleitsicherung bis zur Gesamtkapitulation im Mai 1945; anschließende Auflösung des Verbandes.
 
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| colspan="3" | Sicherung der Kanaldurchbrüche: In der Phase 1940–1944 sicherte die Flottille von Le Havre aus die küstennahen Fahrrinnen für U-Boote, die den Ärmelkanal in Richtung Atlantik passierten.
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| Kanalsicherung: || colspan="3" | Schutz der aus- und einlaufenden Front-U-Boote im Pas-de-Calais; Abwehr britischer Überwasserstreitkräfte während der kritischen Revierfahrt.
 
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| colspan="3" | Minenräumdienst West: Freihaltung der Zwangsweg vor der französischen Kanalküste von britischen Luftminen, um Verluste von Front-U-Booten bei der Revierfahrt zu verhindern.
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| Minenräumdienst: || colspan="3" | Systematische Beseitigung von Magnet- und Akustikminen vor der französischen Kanalküste zur Vermeidung von Totalverlusten bei der Geleitzugführung.
 
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| colspan="3" | Sicherung der Ostseezugänge: In der Endphase (1944/45) schützte die Flottille im Kattegatt die Transitwege für U-Boote, die zur Ausbildung oder Verlegung zwischen den norwegischen und deutschen Häfen pendelten.
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| Transitüberwachung: || colspan="3" | In der Endphase (1944/45) Sicherung der Verbindungswege im Kattegat für U-Boote auf dem Marsch zwischen norwegischen Frontstützpunkten und deutschen Ausbildungshäfen.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 62 / 102 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 38. M.-Flottille. Dokumentiert die Einsätze im Ärmelkanal und die spätere Verlegung nach Dänemark.
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| BArch RM 106-350 || colspan="3" | Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der 38. M-Flottille mit Berichten über Geleite und Räumoperationen.
 
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| BArch RM 54 / 82 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur operativen Führung der Flottille im Raum Le Havre.
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| BArch RM 45-V || colspan="3" | Marinedienststellen in Frankreich: Dokumentiert die operative Zusammenarbeit mit dem Seekommandanten Pas-de-Calais und dem B.d.U. West.
 
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| BArch PERS 6 / [Aktennummer] || colspan="3" | Personalakten von Offizieren, die auf den Booten der 38. Flottille dienten (oft ein Karriereschritt vor der U-Boot-Ausbildung).
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Personal der 38. Flottille, das an der Kanalküste und im dänischen Raum zur U-Boot-Sicherung eingesetzt war.
| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/38MinSuch.htm| → 38. Minensuchflottille]
 
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Sicherung der Westküste und Dänemark).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen im Bereich Kanalküste und Dänemark).
 
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| Humperdinck, Gerhard || colspan="3" | Der operative Dienst der Minensuchflottillen. (Details zur taktischen Rolle beim Schutz der Schifffahrtswege).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Minensucher; technische Daten der in der 38. Flottille eingesetzten Einheiten).
| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Details zu den in der 38. Flottille eingesetzten Hilfsminensuchern).
 
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Marineeinheiten im Bereich des Admirals Skagerrak/Kattegat).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 11:13 Uhr

Verband 38. Minensuchflottille
Die 38. Minensuchflottille war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine, der von der französischen Kanalküste bis in die dänischen Ostseezugänge operierte. Aufgestellt im Juli 1940, sicherte sie zunächst von Le Havre aus die küstennahen Fahrrinnen für U-Boote bei der gefahrvollen Passage des Ärmelkanals in Richtung Atlantik. Nach dem Rückzug aus Frankreich 1944 verlegte die Flottille nach Nykøbing (Dänemark), um im Kattegat die lebensnotwendigen Transitwege für U-Boot-Neubauten und Ausbildungsverbände zwischen Norwegen und der Heimat zu schützen. Durch kontinuierlichen Minenräumdienst gewährleistete der Verband die Befahrbarkeit der „Zwangswege“ gegen britische Luftminensperren.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung am 04.07.1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug zur Sicherung der neu gewonnenen Stützpunkte an der Kanalküste.
Phase West (1940–44): Einsatz im Englischen Kanal sowie an den Küsten der Niederlande und Belgiens; Hauptstützpunkt Le Havre (Frankreich) zur Geleitsicherung.
Phase Nord (1944–45): Rückzug aus Frankreich und Verlegung in das Kattegat; neuer Stützpunkt Nykøbing (Dänemark) zur Überwachung der Ostseezugänge.
Ende: Ununterbrochener Einsatz in der Minenabwehr und Geleitsicherung bis zur Gesamtkapitulation im Mai 1945; anschließende Auflösung des Verbandes.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kanalsicherung: Schutz der aus- und einlaufenden Front-U-Boote im Pas-de-Calais; Abwehr britischer Überwasserstreitkräfte während der kritischen Revierfahrt.
Minenräumdienst: Systematische Beseitigung von Magnet- und Akustikminen vor der französischen Kanalküste zur Vermeidung von Totalverlusten bei der Geleitzugführung.
Transitüberwachung: In der Endphase (1944/45) Sicherung der Verbindungswege im Kattegat für U-Boote auf dem Marsch zwischen norwegischen Frontstützpunkten und deutschen Ausbildungshäfen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106-350 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der 38. M-Flottille mit Berichten über Geleite und Räumoperationen.
BArch RM 45-V Marinedienststellen in Frankreich: Dokumentiert die operative Zusammenarbeit mit dem Seekommandanten Pas-de-Calais und dem B.d.U. West.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Personal der 38. Flottille, das an der Kanalküste und im dänischen Raum zur U-Boot-Sicherung eingesetzt war.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen im Bereich Kanalküste und Dänemark).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Minensucher; technische Daten der in der 38. Flottille eingesetzten Einheiten).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Marineeinheiten im Bereich des Admirals Skagerrak/Kattegat).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132