Aktionen

40. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
  
{| class="wikitable"
 
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband
 
! '''40. Minensuchflottille'''
 
! '''40. Minensuchflottille'''
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die 40. Minensuchflottille war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während der gesamten Besatzungszeit Frankreichs für die Freihaltung der strategisch wichtigen Ansteuerungsweg nach Brest verantwortlich war.
+
 
 +
| colspan="3" | Die 40. Minensuchflottille war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während der gesamten Besatzungszeit Frankreichs für die Freihaltung der strategisch wichtigen Ansteuerungswege nach Brest verantwortlich war. Aufgestellt am 01.07.1940, sicherte sie die Gewässer der Bretagne und den westlichen Ausgang des Ärmelkanals. Für die U-Boot-Waffe war die Flottille von existenzieller Bedeutung, da sie die Fahrrinnen für die in Brest stationierte 1. und 9. U-Flottille von britischen Luftminen freihielt. Neben dem Nahgeleitschutz für aus- und einlaufende Front-U-Boote leistete der Verband aktive Seenotrettung im Küstenvorfeld, bis er im Spätsommer 1944 während der Kämpfe um die „Festung Brest“ aufgelöst wurde.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Einsatz
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Einsatz
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Aufstellung: Die Flottille wurde am 01.07.1940 aufgestellt, unmittelbar nach der Besetzung der französischen Atlantikhäfen.
+
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung am 01.07.1940 unmittelbar nach der Besetzung der französischen Atlantikhäfen zur Sicherung der neuen Stützpunkte.
 +
|-
 +
 
 +
| Einsatzgebiet: || colspan="3" | Küste Nordfrankreichs mit Hauptstützpunkt Brest; Überwachung der bretonischen Küstengewässer und des westlichen Ärmelkanals.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Einsatzgebiet 1940–1944: Küste Nordfrankreichs mit dem Hauptstützpunkt Brest. Die Einheit sicherte die Gewässer der Bretagne und den westlichen Ausgang des Ärmelkanals.
+
 
 +
| Festungskampf: || colspan="3" | Aug./Sept. 1944: Einbeziehung der Besatzungen in die infanteristische Verteidigung der eingeschlossenen Festung Brest oder Evakuierung nach Norden.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Ende: Die Flottille wurde zwischen August und September 1944 aufgelöst, als die alliierten Truppen die Bretagne abschnürten und Brest zur Festung erklärt wurde. Die verbliebenen Boote und Besatzungen wurden teilweise in die Festungskämpfe einbezogen oder nach Norden evakuiert.
+
 
 +
| Ende: || colspan="3" | Auflösung im September 1944 nach dem Fall von Brest; Verteilung der verbliebenen schwimmenden Einheiten auf andere Sicherungsverbände im Westraum.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Wegesicherung für Frontboote: Brest war der Stützpunkt der 1. U-Flottille und der 9. U-Flottille. Die 40. M-Flottille stellte sicher, dass die ein- und auslaufenden Front-U-Boote nicht auf britische Luftminen liefen, die das RAF Coastal Command massiv in den Fahrrinnen vor Brest legte.
+
 
 +
| Wegesicherung: || colspan="3" | Kontinuierliches Räumen von Luftminen des RAF Coastal Command vor Brest, um Totalverluste der Front-U-Boote bei der Revierfahrt zu verhindern.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Geleitschutz in der Biskaya: Die Flottille übernahm den Nahgeleitschutz für U-Boote beim Passieren der gefährlichen Küstengewässer, um sie vor Angriffen feindlicher Schnellboote und Flieger zu schützen.
+
 
 +
| Nahgeleitschutz: || colspan="3" | Sicherung der U-Boote beim Passieren der gefährlichen Biskaya-Küstengewässer gegen Angriffe feindlicher Schnellboote und Jagdbomber-Patrouillen.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Seenotrettung: Häufig waren Boote der 40. Flottille die ersten Einheiten, die beschädigten U-Booten entgegenliefen oder Besatzungen nach Versenkungen im Küstenvorfeld retteten.
+
 
 +
| Seenotrettung: || colspan="3" | Einsatz als erste Hilfseinheit für beschädigte Rückkehrer oder zur Bergung von Besatzungsmitgliedern nach Versenkungen im unmittelbaren Vorfeld des Stützpunktes.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 
 
|-
 
|-
| ||  
+
| ||
 
|-
 
|-
| BArch RM 62 / 105 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 40. Minensuchflottille (Dokumentiert die täglichen Räumfahrten und Sicherungseinsätze vor Brest).
+
 
 +
| BArch RM 106-350 || colspan="3" | Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der 40. M-Flottille mit Berichten über Räumerfolge vor Brest.
 
|-
 
|-
| BArch RM 54 / 112 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur operativen Führung der Sicherungsverbände in der Bretagne.
+
 
 +
| BArch RM 47 / 112 || colspan="3" | Seekommandant Bretagne: Dokumentiert die operative Unterstellung, die Verteidigungspläne für Brest und die logistische Organisation der Flottille.
 
|-
 
|-
| BArch RM 47 / 112 || colspan="3" | Unterlagen des Seekommandanten Bretagne zur Verteidigung von Brest und dem Einsatz der Marineeinheiten 1944.
+
 
|-
+
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Personal der 40. Flottille, das in der Bretagne zur Sicherung der U-Boot-Wegstrecken eingesetzt war.
| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/40MinSuch.htm| → 40. Minensuchflottille]
 
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Sicherung West und den Minensuchverbänden in Frankreich).
+
 
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen im Bereich Bretagne und Westfrankreich).
 
|-
 
|-
| Humperdinck, Gerhard || colspan="3" | Der operative Dienst der Minensuchflottillen. (Details zur taktischen Rolle beim Schutz der U-Boot-Stützpunkte).
+
 
|-  
+
| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Minensucher; technische Daten der in der 40. Flottille genutzten Einheiten).
| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Details zu den in der 40. Flottille eingesetzten Hilfsminensuchern).
+
|-
 +
 
 +
| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marineeinheiten im Bereich des Seekommandanten Bretagne).
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" |
 
! colspan="3" |
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
 
|-
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
| ||
 
|-
 
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
 
|-
 
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
|-
 
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 12:22 Uhr

Verband 40. Minensuchflottille
Die 40. Minensuchflottille war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während der gesamten Besatzungszeit Frankreichs für die Freihaltung der strategisch wichtigen Ansteuerungswege nach Brest verantwortlich war. Aufgestellt am 01.07.1940, sicherte sie die Gewässer der Bretagne und den westlichen Ausgang des Ärmelkanals. Für die U-Boot-Waffe war die Flottille von existenzieller Bedeutung, da sie die Fahrrinnen für die in Brest stationierte 1. und 9. U-Flottille von britischen Luftminen freihielt. Neben dem Nahgeleitschutz für aus- und einlaufende Front-U-Boote leistete der Verband aktive Seenotrettung im Küstenvorfeld, bis er im Spätsommer 1944 während der Kämpfe um die „Festung Brest“ aufgelöst wurde.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung am 01.07.1940 unmittelbar nach der Besetzung der französischen Atlantikhäfen zur Sicherung der neuen Stützpunkte.
Einsatzgebiet: Küste Nordfrankreichs mit Hauptstützpunkt Brest; Überwachung der bretonischen Küstengewässer und des westlichen Ärmelkanals.
Festungskampf: Aug./Sept. 1944: Einbeziehung der Besatzungen in die infanteristische Verteidigung der eingeschlossenen Festung Brest oder Evakuierung nach Norden.
Ende: Auflösung im September 1944 nach dem Fall von Brest; Verteilung der verbliebenen schwimmenden Einheiten auf andere Sicherungsverbände im Westraum.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Kontinuierliches Räumen von Luftminen des RAF Coastal Command vor Brest, um Totalverluste der Front-U-Boote bei der Revierfahrt zu verhindern.
Nahgeleitschutz: Sicherung der U-Boote beim Passieren der gefährlichen Biskaya-Küstengewässer gegen Angriffe feindlicher Schnellboote und Jagdbomber-Patrouillen.
Seenotrettung: Einsatz als erste Hilfseinheit für beschädigte Rückkehrer oder zur Bergung von Besatzungsmitgliedern nach Versenkungen im unmittelbaren Vorfeld des Stützpunktes.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106-350 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der 40. M-Flottille mit Berichten über Räumerfolge vor Brest.
BArch RM 47 / 112 Seekommandant Bretagne: Dokumentiert die operative Unterstellung, die Verteidigungspläne für Brest und die logistische Organisation der Flottille.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Personal der 40. Flottille, das in der Bretagne zur Sicherung der U-Boot-Wegstrecken eingesetzt war.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen im Bereich Bretagne und Westfrankreich).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Minensucher; technische Daten der in der 40. Flottille genutzten Einheiten).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marineeinheiten im Bereich des Seekommandanten Bretagne).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132