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Marineartilleriezeugamt Wilhelmshaven: Unterschied zwischen den Versionen

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! '''Marineartilleriezeugamt Wilhelmshaven (M.A.Za.)'''
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| colspan="3" | Das Marineartilleriezeugamt Wilhelmshaven (M.A.Za.) war eine zentrale logistische Dienststelle der Marine an Land, die für die Verwaltung, Instandhaltung und Bereitstellung von Waffenmaterial und Munition im Nordseeraum verantwortlich war.
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| colspan="3" | Das Marineartilleriezeugamt Wilhelmshaven war eine zentrale logistische Dienststelle der Marine an Land zur Verwaltung, Instandhaltung und Bereitstellung von Waffenmaterial und Munition im Nordseeraum. Entwickelt aus den Munitionsdepots der Kaiserlichen Marine, expandierte das Amt ab 1935 massiv als Fachbehörde im Bereich der Marinestation der Nordsee. Es war zuständig für sämtliche Geschütze (See-, Küstenartillerie und Flak), Visiereinrichtungen und die zugehörige Munition. Für die U-Boot-Waffe fungierte das M.A.Za. als entscheidendes Bindeglied zur Rüstungsindustrie, indem es die Erst- und Wiederbewaffnung der Boote in den Häfen Wilhelmshaven, Bremen und Emden mit Deckgeschützen und Flak-Waffen koordinierte sowie die Versorgung mit Bordmunition für die Frontfahrten sicherstellte.
 
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| colspan="3" | Entwicklung: Die Dienststelle entwickelte sich aus den Munitionsdepots der Kaiserlichen Marine und wurde in der Reichsmarine als fester Bestandteil der landseitigen Rüstungsorganisation etabliert. Ab 1935 expandierte das Amt massiv, um den Bedarf der wachsenden Kriegsmarine zu decken.
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| Entwicklung: || colspan="3" | Kontinuierlicher Ausbau seit der Reichsmarine; Etablierung als fester Bestandteil der landseitigen Rüstungsorganisation zur Deckung des Bedarfs der wachsenden Kriegsmarine.
 
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| colspan="3" | Struktur: Als Fachbehörde im Bereich der Marinestation der Nordsee war das Zeugamt für sämtliche Geschütze (See-, Küstenartillerie und Flak), Visiereinrichtungen und die zugehörige Munition zuständig.
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| Struktur: || colspan="3" | Zuständigkeit für das gesamte Spektrum der Artilleriebewaffnung inklusive optischer Richtmittel; Unterhaltung weitläufiger Munitionsanstalten im Wilhelmshavener Umland.
 
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| colspan="3" | Außenstellen: Ihm unterstanden weitläufige Munitionsanstalten im Umland von Wilhelmshaven sowie spezialisierte Werkstätten innerhalb des Werftgeländes.
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| Werkstätten: || colspan="3" | Betrieb spezialisierter Instandsetzungswerkstätten innerhalb des Werftgeländes zur technischen Überholung und Abnahme von Waffenanlagen vor deren Fronteinsatz.
 
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| colspan="3" | Funktion: Das M.A.Za. fungierte als Bindeglied zwischen der Rüstungsindustrie und der aktiven Truppe, indem es Waffen technisch abnahm, lagerte und bei Bedarf an die Einheiten ausgab.
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| Logistikkette: || colspan="3" | Steuerung des Materialflusses von der industriellen Fertigung über die Langzeitlagerung bis zur bedarfsgerechten Ausgabe an die schwimmenden Verbände der Flotte.
 
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| colspan="3" | Ausrüstung und Bewaffnung: Das Zeugamt war für die Erst- und Wiederbewaffnung der U-Boote mit Deckgeschützen und Flak-Waffen im Bereich der Nordseehäfen (Wilhelmshaven, Bremen, Emden) zuständig.
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| Bewaffnung: || colspan="3" | Fachliche Aufsicht über die Bestückung der U-Boote mit 8,8-cm oder 10,5-cm Deckgeschützen sowie der Flugabwehr-Bewaffnung an den Ausrüstungspier der Nordsee.
 
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| colspan="3" | Munitionshub: Alle U-Boote, die zur Frontfahrt aus der Nordsee ausliefen, bezogen ihre Bordmunition (Granaten für Geschütze und MG-Munition) über die Logistikkette des M.A.Za. Wilhelmshaven.
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| Munitionshub: || colspan="3" | Zentrale Versorgungsinstanz für Granaten und MG-Munition für alle aus der Nordsee operierenden Front-U-Boote zur Sicherstellung der Gefechtsbereitschaft.
 
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| colspan="3" | Technische Aufsicht: Der Betriebsoffizier des Zeugamtes koordinierte die technische Prüfung der Waffenanlagen an Bord, um die Funktionssicherheit im Gefecht zu gewährleisten.
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| Technische Prüfung: || colspan="3" | Koordination der Funktionsprüfungen an Bord durch den Betriebsoffizier des Zeugamtes zur Gewährleistung der technischen Sicherheit der Waffen im Einsatz.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellen verweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Organisation und die Aufgaben der Artilleriezeugämter im Heimatgebiet.
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Reichsmarineamt / OKM: Dienstvorschriften über die Organisation, Befugnisse und die spezifischen Aufgaben der Artilleriezeugämter im Heimatgebiet.
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Akten über die Lagerung, Wartung und Zuweisung von Marinemunition im Bereich Wilhelmshaven.
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Marineartillerie: Akten über die Lagerung, fachgerechte Wartung und Zuweisung von Marinemunition im Zuständigkeitsbereich Wilhelmshaven.
 
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Unterlagen zur personellen Besetzung der technischen Dienststellen an Land im Wehrkreis X.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalwesen: Unterlagen zur personellen Besetzung der technischen Dienststellen an Land und der Stammrollen der Zeugamt-Mitarbeiter im Wehrkreis X.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Organisation der Marineartillerie-Arsenale).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Struktur und Aufgaben der Marineartillerie-Arsenale und Zeugämter).
 
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Beschreibt die logistischen Abläufe zwischen Zeugämtern und den schwimmenden Verbänden).
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verteidigung der Küsten“ (Beschreibt die logistischen Abläufe und die Zusammenarbeit zwischen den Zeugämtern und den schwimmenden Einheiten).
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Kontext zur Bedeutung Wilhelmshavens als Hauptausrüstungshafen der Marine).
 
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien“ (Bietet Kontext zur strategischen Bedeutung Wilhelmshavens als Hauptausrüstungshafen der Marine).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:17 Uhr

Dienststelle Marineartilleriezeugamt Wilhelmshaven (M.A.Za.)
Das Marineartilleriezeugamt Wilhelmshaven war eine zentrale logistische Dienststelle der Marine an Land zur Verwaltung, Instandhaltung und Bereitstellung von Waffenmaterial und Munition im Nordseeraum. Entwickelt aus den Munitionsdepots der Kaiserlichen Marine, expandierte das Amt ab 1935 massiv als Fachbehörde im Bereich der Marinestation der Nordsee. Es war zuständig für sämtliche Geschütze (See-, Küstenartillerie und Flak), Visiereinrichtungen und die zugehörige Munition. Für die U-Boot-Waffe fungierte das M.A.Za. als entscheidendes Bindeglied zur Rüstungsindustrie, indem es die Erst- und Wiederbewaffnung der Boote in den Häfen Wilhelmshaven, Bremen und Emden mit Deckgeschützen und Flak-Waffen koordinierte sowie die Versorgung mit Bordmunition für die Frontfahrten sicherstellte.
Historischer Kontext & Organisation
Entwicklung: Kontinuierlicher Ausbau seit der Reichsmarine; Etablierung als fester Bestandteil der landseitigen Rüstungsorganisation zur Deckung des Bedarfs der wachsenden Kriegsmarine.
Struktur: Zuständigkeit für das gesamte Spektrum der Artilleriebewaffnung inklusive optischer Richtmittel; Unterhaltung weitläufiger Munitionsanstalten im Wilhelmshavener Umland.
Werkstätten: Betrieb spezialisierter Instandsetzungswerkstätten innerhalb des Werftgeländes zur technischen Überholung und Abnahme von Waffenanlagen vor deren Fronteinsatz.
Logistikkette: Steuerung des Materialflusses von der industriellen Fertigung über die Langzeitlagerung bis zur bedarfsgerechten Ausgabe an die schwimmenden Verbände der Flotte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bewaffnung: Fachliche Aufsicht über die Bestückung der U-Boote mit 8,8-cm oder 10,5-cm Deckgeschützen sowie der Flugabwehr-Bewaffnung an den Ausrüstungspier der Nordsee.
Munitionshub: Zentrale Versorgungsinstanz für Granaten und MG-Munition für alle aus der Nordsee operierenden Front-U-Boote zur Sicherstellung der Gefechtsbereitschaft.
Technische Prüfung: Koordination der Funktionsprüfungen an Bord durch den Betriebsoffizier des Zeugamtes zur Gewährleistung der technischen Sicherheit der Waffen im Einsatz.
Quellen verweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Reichsmarineamt / OKM: Dienstvorschriften über die Organisation, Befugnisse und die spezifischen Aufgaben der Artilleriezeugämter im Heimatgebiet.
BArch RM 121 / 162 Marineartillerie: Akten über die Lagerung, fachgerechte Wartung und Zuweisung von Marinemunition im Zuständigkeitsbereich Wilhelmshaven.
BArch RM 121 / 642 Personalwesen: Unterlagen zur personellen Besetzung der technischen Dienststellen an Land und der Stammrollen der Zeugamt-Mitarbeiter im Wehrkreis X.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Struktur und Aufgaben der Marineartillerie-Arsenale und Zeugämter).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Beschreibt die logistischen Abläufe und die Zusammenarbeit zwischen den Zeugämtern und den schwimmenden Einheiten).
Hildebrand, Hans H. „Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien“ (Bietet Kontext zur strategischen Bedeutung Wilhelmshavens als Hauptausrüstungshafen der Marine).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132