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Flak-Schützenlehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Ein Flak-Schützenlehrgang war eine fachspezifische Kurzausbildung für Mannschaften und Unteroffiziere, um sie in der praktischen Handhabung, Wartung und Zielansprache leichter und mittlerer Flugabwehrwaffen zu schulen.
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| colspan="3" | Ein Flak-Schützenlehrgang war eine fachspezifische Kurzausbildung für Mannschaften und Unteroffiziere zur praktischen Handhabung, Wartung und Zielansprache leichter und mittlerer Flugabwehrwaffen. In der zweiten Kriegshälfte (ab 1943) war die Luftbedrohung durch alliierte Überwachungsflugzeuge die größte Gefahr für U-Boote; Absolventen dieses Lehrgangs bildeten daher die überlebenswichtigen Flak-Bedienungen auf dem „Wintergarten“. Die Ausbildung umfasste die Waffenkunde an der 2-cm-Flak 30/38 und 3,7-cm-Flak, das Beheben von Ladehemmungen unter Zeitdruck sowie die Vermittlung von Vorhaltemaßen und Freund-Feind-Kennung. Auf jedem Frontboot verfügten mehrere Soldaten über diese Zusatzqualifikation, um bei einem Angriff sofort die Geschütze besetzen zu können, wobei der Lehrgang für Besatzungen spezieller „Flak-Fallen“ zwingend erforderlich war.
 
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| colspan="3" | Waffenkunde: Intensive Einweisung in die Standard-Flakwaffen der Marine (z. B. die 2-cm-Flak 30/38 und die 3,7-cm-Flak). Dies umfasste das Zerlegen, Reinigen und Beheben von Ladehemmungen unter Zeitdruck.
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| Waffenkunde: || colspan="3" | Intensive Einweisung in die Standard-Flakwaffen der Marine; Training im Zerlegen, Reinigen und in der Störungsbeseitigung unter Gefechtsbedingungen.
 
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| colspan="3" | Schießlehre: Vermittlung von Kenntnissen über Vorhaltemaße, Flugzeugerkennung (Freund-Feind-Kennung) und das Schießen auf schnell bewegliche Ziele im Sturz- oder Tiefflug.
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| Schießlehre: || colspan="3" | Schulung in der optischen Zielansprache und Flugzeugerkennung; Berechnung von Vorhaltemaßen beim Schießen auf schnell bewegliche Sturz- oder Tiefflieger.
 
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| colspan="3" | Munitionshandhabung: Schulung im Laden von Magazinen, der Handhabung von Leuchtspurmunition und dem Sicherheitsdienst an der Waffe.
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| Munition: || colspan="3" | Handhabung von Leuchtspurmunition und sicherheitsgerechtes Laden von Magazinen zur Gewährleistung einer kontinuierlichen Feuerfolge im Abwehrkampf.
 
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| colspan="3" | Zielgeräte: Ausbildung an einfachen Visieren sowie an komplexeren Rechen- und Zielgeräten zur Verbesserung der Trefferquote.  
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| Zielgeräte: || colspan="3" | Praktische Ausbildung an Visieren sowie mechanischen Rechen- und Zielgeräten zur signifikanten Steigerung der Trefferquote bei hoher Eigenbewegung des Bootes.
 
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| colspan="3" | Abwehr gegen Luftangriffe: In der zweiten Kriegshälfte (ab 1943) war die Luftbedrohung (z. B. durch die Liberator oder Sunderland) die größte Gefahr für U-Boote. Absolventen dieses Lehrgangs bildeten die Flak-Bedienungen auf dem „Wintergarten“.
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| Luftabwehr: || colspan="3" | Ausbildung des Personals für den entscheidenden Kampf gegen Flugboote (z. B. Sunderland) und schwere Bomber (z. B. Liberator) in der Biskaya und im Atlantik.
 
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| colspan="3" | Spezialisten an Bord: Auf jedem Frontboot gab es mehrere Soldaten (oft aus dem seemännischen Personal), die diesen Lehrgang als Zusatzqualifikation absolviert hatten, um im Falle eines Angriffs sofort die Geschütze besetzen zu können.
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| Spezialisten: || colspan="3" | Schaffung eines Pools an fachkundigen Schützen innerhalb der seemännischen Besatzung zur sofortigen Herstellung der flaktechnischen Gefechtsbereitschaft.
 
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| colspan="3" | Voraussetzung für U-Flak-Boote: Bei speziellen Booten (wie den „Flak-Fallen“) war der erfolgreiche Abschluss dieses Lehrgangs für einen Großteil der Oberdeck-Besatzung zwingend erforderlich.
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| Biografischer Marker: || colspan="3" | In den Personalunterlagen belegt die Teilnahme an diesem Lehrgang eine spezialisierte Verwendung im Oberdecksdienst und die Befähigung zur Führung eines Flak-Geschützes.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 121 / 142 || colspan="3" | Lehrpläne und Prüfungsordnungen der Marine-Flakschulen (z. B. Swinemünde oder Misdroy) für Kurzlehrgänge für schwimmendes Personal.  
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| BArch RM 121 / 142 || colspan="3" | Marine-Flakschulen: Lehrpläne, Prüfungsordnungen und Berichte der Schulen Swinemünde und Misdroy über Kurzlehrgänge für das schwimmende Personal der Flotte.
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Flak-Ausbildung an Bord und die Qualifikationsvoraussetzungen für Flak-Schützen.
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Reichsmarineamt / OKM: Dienstvorschriften über die Flak-Ausbildung an Bord und die fachlichen Qualifikationsvoraussetzungen für die Ernennung zum Flak-Schützen.
 
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Unterseebootwesens zur Verbesserung der Flak-Abwehr auf U-Booten durch gezielte Schützenschulungen.
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Inspektion des U-Bootwesens: Akten zur taktischen Verbesserung der Flak-Abwehr auf U-Booten durch gezielte Schützenausbildung und technische Nachrüstung.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band III, Kapitel zur fachspezifischen Artillerie- und Flakausbildung).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Ausbildung: Die fachspezifische Flak- und Artillerieausbildung für das Bordpersonal).
 
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| Giesler, Robert || colspan="3" | Gefechtsdienst auf U-Booten. (Beschreibt die taktische Rolle der Flak-Bedienung und die Bedeutung der Schützenausbildung).
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| Giesler, Robert || colspan="3" | „Gefechtsdienst auf U-Booten“ (Beschreibt detailliert die taktische Rolle der Flak-Bedienung und die lebensnotwendige Bedeutung der Schützenausbildung).
| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Bietet Kontext zur Ausbildungsorganisation der Marine-Flak-Schulen).
 
 
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verteidigung der Küsten“ (Bietet Kontext zur administrativen Ausbildungsorganisation und den Kapazitäten der Marine-Flak-Schulen im Heimatgebiet).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:37 Uhr

Ausbildung Flak-Schützenlehrgang
Ein Flak-Schützenlehrgang war eine fachspezifische Kurzausbildung für Mannschaften und Unteroffiziere zur praktischen Handhabung, Wartung und Zielansprache leichter und mittlerer Flugabwehrwaffen. In der zweiten Kriegshälfte (ab 1943) war die Luftbedrohung durch alliierte Überwachungsflugzeuge die größte Gefahr für U-Boote; Absolventen dieses Lehrgangs bildeten daher die überlebenswichtigen Flak-Bedienungen auf dem „Wintergarten“. Die Ausbildung umfasste die Waffenkunde an der 2-cm-Flak 30/38 und 3,7-cm-Flak, das Beheben von Ladehemmungen unter Zeitdruck sowie die Vermittlung von Vorhaltemaßen und Freund-Feind-Kennung. Auf jedem Frontboot verfügten mehrere Soldaten über diese Zusatzqualifikation, um bei einem Angriff sofort die Geschütze besetzen zu können, wobei der Lehrgang für Besatzungen spezieller „Flak-Fallen“ zwingend erforderlich war.
Funktion und Ausbildungsinhalte
Waffenkunde: Intensive Einweisung in die Standard-Flakwaffen der Marine; Training im Zerlegen, Reinigen und in der Störungsbeseitigung unter Gefechtsbedingungen.
Schießlehre: Schulung in der optischen Zielansprache und Flugzeugerkennung; Berechnung von Vorhaltemaßen beim Schießen auf schnell bewegliche Sturz- oder Tiefflieger.
Munition: Handhabung von Leuchtspurmunition und sicherheitsgerechtes Laden von Magazinen zur Gewährleistung einer kontinuierlichen Feuerfolge im Abwehrkampf.
Zielgeräte: Praktische Ausbildung an Visieren sowie mechanischen Rechen- und Zielgeräten zur signifikanten Steigerung der Trefferquote bei hoher Eigenbewegung des Bootes.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Luftabwehr: Ausbildung des Personals für den entscheidenden Kampf gegen Flugboote (z. B. Sunderland) und schwere Bomber (z. B. Liberator) in der Biskaya und im Atlantik.
Spezialisten: Schaffung eines Pools an fachkundigen Schützen innerhalb der seemännischen Besatzung zur sofortigen Herstellung der flaktechnischen Gefechtsbereitschaft.
Biografischer Marker: In den Personalunterlagen belegt die Teilnahme an diesem Lehrgang eine spezialisierte Verwendung im Oberdecksdienst und die Befähigung zur Führung eines Flak-Geschützes.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 142 Marine-Flakschulen: Lehrpläne, Prüfungsordnungen und Berichte der Schulen Swinemünde und Misdroy über Kurzlehrgänge für das schwimmende Personal der Flotte.
BArch RM 3 / 1024 Reichsmarineamt / OKM: Dienstvorschriften über die Flak-Ausbildung an Bord und die fachlichen Qualifikationsvoraussetzungen für die Ernennung zum Flak-Schützen.
BArch RM 20 / 1215 Inspektion des U-Bootwesens: Akten zur taktischen Verbesserung der Flak-Abwehr auf U-Booten durch gezielte Schützenausbildung und technische Nachrüstung.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Ausbildung: Die fachspezifische Flak- und Artillerieausbildung für das Bordpersonal).
Giesler, Robert „Gefechtsdienst auf U-Booten“ (Beschreibt detailliert die taktische Rolle der Flak-Bedienung und die lebensnotwendige Bedeutung der Schützenausbildung).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Bietet Kontext zur administrativen Ausbildungsorganisation und den Kapazitäten der Marine-Flak-Schulen im Heimatgebiet).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132