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2. Marine-Bordflakabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! '''2. Marine-Bordflak-Abteilung (2. MBFA)'''
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| colspan="3" | Die 2. Marine-Bordflakabteilung wurde am 01.07.1941 durch die Teilung der Marine-Bordflak-Abteilung 200 in Hamburg-St. Georg aufgestellt. Sie bildete am 15.03.1943 die Marine-Bordflak-Brigade Nord in Hamburg. Neu aufgestellt am 10.03.1943 bei der Marine-Bordflak-Abteilung Nord in Hamburg mit vier Kompanien:
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| colspan="3" | Die 2. Marine-Bordflak-Abteilung wurde im Juli 1940 aufgestellt und unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West. Ihr Hauptquartier befand sich in **St. Nazaire**, einem der wichtigsten Stützpunkte der U-Boot-Waffe. Die Aufgabe der Abteilung war die Sicherung von Handelsschiffen, Transportern und Hilfsschiffen gegen Luftangriffe. Hierzu wurden mobile Flak-Kommandos auf die zivilen Schiffe kommandiert, die in den gefährdeten Küstengewässern und auf den Geleitzügen im Atlantik operierten. Die personelle Besetzung bestand oft aus einer Mischung von erfahrenen Marineartilleristen und Reservisten.
 
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| colspan="3" | 1. Kompanie Hamburg
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| colspan="3" | 2. Kompanie Hamburg-Neudorf
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| colspan="3" | 3. Kompanie in Wilhelmshaven
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| Objektschutz: || colspan="3" | Flak-Sicherung von Handelsschiffen und Versorgern, die oft die U-Boot-Stützpunkte an der französischen Atlantikküste anliefen.
 
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| colspan="3" | 4. Kompanie in Kiel-Holtenau
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| Bordkommandos: || colspan="3" | Aufstellung und Ausbildung von kleinen Geschützbedienungen (Bordflak-Trupps), die eigenverantwortlich auf Handelsschiffen Dienst taten.
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| Bewaffnung: || colspan="3" | Einsatz von 2-cm-Flak C/30 oder C/38 sowie 3,7-cm-Flak auf improvisierten Lafetten und Plattformen an Deck der zivilen Einheiten.
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| Gefechtsstation: || colspan="3" | Sicherung der Ein- und Auslaufwege der U-Boote in der Biskaya gegen alliierte Jagdbomber (Jabos) und Fernaufklärer.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Schutz der lebensnotwendigen Versorgungsschiffe und Tanker, ohne die der U-Boot-Krieg im Atlantik logistisch nicht hätte aufrechterhalten werden können.
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| Stützpunktverteidigung: || colspan="3" | Integration in das Flak-Gürtel-System rund um die massiven U-Boot-Bunker von St. Nazaire bei schweren Luftangriffen.
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| Personal-Austausch: || colspan="3" | Teilweise personelle Überschneidungen bei der Ausbildung an Flak-Waffen, die auch auf U-Booten (z.B. Typ VII C) zur Flugabwehr eingesetzt wurden.
 
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| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinebordflak/2MBA.htm | → 2. Marine-Bordflakabteilung]
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die Sicherung der Schifffahrt im Raum Westfrankreich und Verluste durch Lufteinwirkung.
 
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| Kurowski, Franz || colspan="3" | Der Kampf um die Festung St. Nazaire (Details zur Verteidigung des Hafens und der Rolle der Marineeinheiten).
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Aktuelle Version vom 1. März 2026, 12:18 Uhr

Dienststelle 2. Marine-Bordflak-Abteilung (2. MBFA)
Die 2. Marine-Bordflak-Abteilung wurde im Juli 1940 aufgestellt und unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West. Ihr Hauptquartier befand sich in **St. Nazaire**, einem der wichtigsten Stützpunkte der U-Boot-Waffe. Die Aufgabe der Abteilung war die Sicherung von Handelsschiffen, Transportern und Hilfsschiffen gegen Luftangriffe. Hierzu wurden mobile Flak-Kommandos auf die zivilen Schiffe kommandiert, die in den gefährdeten Küstengewässern und auf den Geleitzügen im Atlantik operierten. Die personelle Besetzung bestand oft aus einer Mischung von erfahrenen Marineartilleristen und Reservisten.
Aufgaben und Funktionen
Objektschutz: Flak-Sicherung von Handelsschiffen und Versorgern, die oft die U-Boot-Stützpunkte an der französischen Atlantikküste anliefen.
Bordkommandos: Aufstellung und Ausbildung von kleinen Geschützbedienungen (Bordflak-Trupps), die eigenverantwortlich auf Handelsschiffen Dienst taten.
Bewaffnung: Einsatz von 2-cm-Flak C/30 oder C/38 sowie 3,7-cm-Flak auf improvisierten Lafetten und Plattformen an Deck der zivilen Einheiten.
Gefechtsstation: Sicherung der Ein- und Auslaufwege der U-Boote in der Biskaya gegen alliierte Jagdbomber (Jabos) und Fernaufklärer.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitschutz: Schutz der lebensnotwendigen Versorgungsschiffe und Tanker, ohne die der U-Boot-Krieg im Atlantik logistisch nicht hätte aufrechterhalten werden können.
Stützpunktverteidigung: Integration in das Flak-Gürtel-System rund um die massiven U-Boot-Bunker von St. Nazaire bei schweren Luftangriffen.
Personal-Austausch: Teilweise personelle Überschneidungen bei der Ausbildung an Flak-Waffen, die auch auf U-Booten (z.B. Typ VII C) zur Flugabwehr eingesetzt wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-IV Dienststellen der Marinebordflak: Enthält Kriegstagebücher (KTB) und Tätigkeitsberichte der 2. Abteilung in St. Nazaire.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Sicherung der Schifffahrt im Raum Westfrankreich und Verluste durch Lufteinwirkung.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Kommandierungen von Flak-Personal auf Schiffe der Handelsmarine.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945 (Gliederung der Marineartillerie und Bordflak-Verbände).
Hummelchen, Gerhard Die Deutsche Marinebordflak im Zweiten Weltkrieg (Umfassende Darstellung der Organisation und Einsätze).
Kurowski, Franz Der Kampf um die Festung St. Nazaire (Details zur Verteidigung des Hafens und der Rolle der Marineeinheiten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132