Aktionen

5. Zerstörerdivision: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
 
 
|-
 
|-
|
+
| || colspan="3" |
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 
  
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
Zeile 10: Zeile 9:
 
|-
 
|-
 
! Verband
 
! Verband
! '''5. Zerstörerdivision (5. Z-Div)'''
+
! '''5. Zerstörerdivision'''
 
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| colspan="3" | Die 5. Zerstörerdivision (5. Z-Div) war eine kurzlebige, aber für die U-Boot-Waffe personell bedeutsame Einheit der Vorkriegszeit. Sie diente als wichtige Ausbildungsschmiede auf modernsten Einheiten des Typs 1934 A. In der Phase 1937/38 wurden hier die taktischen Grundlagen für das Zusammenwirken von Überwasserstreitkräften und U-Booten erprobt, bevor die Division im Zuge einer Umstrukturierung der Zerstörerkräfte aufgelöst wurde.
 
| colspan="3" | Die 5. Zerstörerdivision (5. Z-Div) war eine kurzlebige, aber für die U-Boot-Waffe personell bedeutsame Einheit der Vorkriegszeit. Sie diente als wichtige Ausbildungsschmiede auf modernsten Einheiten des Typs 1934 A. In der Phase 1937/38 wurden hier die taktischen Grundlagen für das Zusammenwirken von Überwasserstreitkräften und U-Booten erprobt, bevor die Division im Zuge einer Umstrukturierung der Zerstörerkräfte aufgelöst wurde.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Historische Entwicklung und Standorte
 
! colspan="3" | Historische Entwicklung und Standorte
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert im Herbst 1937 kurz nach der Aufstellung der 1. Division zur Erweiterung der operativen Zerstörerkapazitäten der Kriegsmarine.
 
| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert im Herbst 1937 kurz nach der Aufstellung der 1. Division zur Erweiterung der operativen Zerstörerkapazitäten der Kriegsmarine.
 
|-
 
|-
 
 
| Zusammensetzung: || colspan="3" | Bestand gemäß den Zuweisungen des O.K.M. aus den Zerstörern des Typs 1934 A: Z 17 "Diether von Roeder", Z 18 "Hans Lüdemann" und Z 19 "Hermann Künne".
 
| Zusammensetzung: || colspan="3" | Bestand gemäß den Zuweisungen des O.K.M. aus den Zerstörern des Typs 1934 A: Z 17 "Diether von Roeder", Z 18 "Hans Lüdemann" und Z 19 "Hermann Künne".
 
|-
 
|-
 
 
| Umgliederung: || colspan="3" | Auflösung zum 01.11.1938 (Verfügung vom 26.10.1938); Verschmelzung mit der 6. Division zur neu geschaffenen 4. Zerstörerflottille.
 
| Umgliederung: || colspan="3" | Auflösung zum 01.11.1938 (Verfügung vom 26.10.1938); Verschmelzung mit der 6. Division zur neu geschaffenen 4. Zerstörerflottille.
 
|-
 
|-
 
 
| Verbleib: || colspan="3" | Die Schiffe der ehemaligen 5. Division (außer Z 10) kamen später fast geschlossen in der 3. Zerstörerflottille beim Unternehmen Weserübung (Narvik) zum Einsatz.
 
| Verbleib: || colspan="3" | Die Schiffe der ehemaligen 5. Division (außer Z 10) kamen später fast geschlossen in der 3. Zerstörerflottille beim Unternehmen Weserübung (Narvik) zum Einsatz.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Ausbildung
 
! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Ausbildung
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Taktik-Schule: || colspan="3" | Vermittlung von Expertise in der Hochgeschwindigkeits-Navigation und Torpedotaktik, die später als Basis für offensive U-Boot-Einsätze diente.
 
| Taktik-Schule: || colspan="3" | Vermittlung von Expertise in der Hochgeschwindigkeits-Navigation und Torpedotaktik, die später als Basis für offensive U-Boot-Einsätze diente.
 
|-
 
|-
 
 
| Geleitdienst: || colspan="3" | Durchführung der ersten gemeinsamen Manöver mit der U-Boot-Flottille „Weddigen“ zur Erprobung der operativen Kooperation zwischen den Waffengattungen.
 
| Geleitdienst: || colspan="3" | Durchführung der ersten gemeinsamen Manöver mit der U-Boot-Flottille „Weddigen“ zur Erprobung der operativen Kooperation zwischen den Waffengattungen.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Kommandantenschule: || colspan="3" | Offiziere der Crews 36 und 37a, die später in der U-Boot-Waffe Karriere machten, dienten auf Einheiten wie Z 10 und Z 11 als Wachoffiziere.
 
| Kommandantenschule: || colspan="3" | Offiziere der Crews 36 und 37a, die später in der U-Boot-Waffe Karriere machten, dienten auf Einheiten wie Z 10 und Z 11 als Wachoffiziere.
 
|-
 
|-
 
 
| Personaltransfer: || colspan="3" | Nach den massiven Verlusten bei Narvik (April 1940) wechselte ein erheblicher Teil des hochqualifizierten technischen Personals (Ingenieuroffiziere) zur U-Boot-Waffe.
 
| Personaltransfer: || colspan="3" | Nach den massiven Verlusten bei Narvik (April 1940) wechselte ein erheblicher Teil des hochqualifizierten technischen Personals (Ingenieuroffiziere) zur U-Boot-Waffe.
 
|-
 
|-
 
 
| Technischer Standard: || colspan="3" | Die Ausbildung an den komplexen Hochdruck-Heißdampfanlagen der Zerstörer qualifizierte das Personal direkt für anspruchsvolle Aufgaben als Leitende Ingenieure (LI) auf U-Booten.
 
| Technischer Standard: || colspan="3" | Die Ausbildung an den komplexen Hochdruck-Heißdampfanlagen der Zerstörer qualifizierte das Personal direkt für anspruchsvolle Aufgaben als Leitende Ingenieure (LI) auf U-Booten.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| BArch RM 10 || colspan="3" | Führer der Zerstörer: Kriegstagebücher (KTB) der Boote Z 9 bis Z 11 aus der aktiven Divisionszeit (1937–1938).
 
| BArch RM 10 || colspan="3" | Führer der Zerstörer: Kriegstagebücher (KTB) der Boote Z 9 bis Z 11 aus der aktiven Divisionszeit (1937–1938).
 
|-
 
|-
 
 
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von U-Boot-Kommandanten mit dem Vermerk „Wachoffizier 5. Z-Div“ in ihren militärischen Stammrollen.
 
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von U-Boot-Kommandanten mit dem Vermerk „Wachoffizier 5. Z-Div“ in ihren militärischen Stammrollen.
 
|-
 
|-
 
 
| BArch RM 6 || colspan="3" | Oberkommando der Kriegsmarine (O.K.M.): Dokumentiert die Aufstellungsbefehle von 1937 und die Umgliederungsverfügung vom 26.10.1938.
 
| BArch RM 6 || colspan="3" | Oberkommando der Kriegsmarine (O.K.M.): Dokumentiert die Aufstellungsbefehle von 1937 und die Umgliederungsverfügung vom 26.10.1938.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I, Kapitel zur Organisation der Zerstörerkräfte und Stellenbesetzungen).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I, Kapitel zur Organisation der Zerstörerkräfte und Stellenbesetzungen).
 
|-
 
|-
 
 
| Koop / Schmolke || colspan="3" | "Die deutschen Zerstörer 1935–1945" (Technische Details und Einsatzchroniken der Divisionen).
 
| Koop / Schmolke || colspan="3" | "Die deutschen Zerstörer 1935–1945" (Technische Details und Einsatzchroniken der Divisionen).
 
|-
 
|-
 
 
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" |
 
! colspan="3" |
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 
 
|}
 
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 4. März 2026, 11:53 Uhr

Verband 5. Zerstörerdivision
Die 5. Zerstörerdivision (5. Z-Div) war eine kurzlebige, aber für die U-Boot-Waffe personell bedeutsame Einheit der Vorkriegszeit. Sie diente als wichtige Ausbildungsschmiede auf modernsten Einheiten des Typs 1934 A. In der Phase 1937/38 wurden hier die taktischen Grundlagen für das Zusammenwirken von Überwasserstreitkräften und U-Booten erprobt, bevor die Division im Zuge einer Umstrukturierung der Zerstörerkräfte aufgelöst wurde.
Historische Entwicklung und Standorte
Aufstellung: Formiert im Herbst 1937 kurz nach der Aufstellung der 1. Division zur Erweiterung der operativen Zerstörerkapazitäten der Kriegsmarine.
Zusammensetzung: Bestand gemäß den Zuweisungen des O.K.M. aus den Zerstörern des Typs 1934 A: Z 17 "Diether von Roeder", Z 18 "Hans Lüdemann" und Z 19 "Hermann Künne".
Umgliederung: Auflösung zum 01.11.1938 (Verfügung vom 26.10.1938); Verschmelzung mit der 6. Division zur neu geschaffenen 4. Zerstörerflottille.
Verbleib: Die Schiffe der ehemaligen 5. Division (außer Z 10) kamen später fast geschlossen in der 3. Zerstörerflottille beim Unternehmen Weserübung (Narvik) zum Einsatz.
Spezifische Merkmale & Ausbildung
Taktik-Schule: Vermittlung von Expertise in der Hochgeschwindigkeits-Navigation und Torpedotaktik, die später als Basis für offensive U-Boot-Einsätze diente.
Geleitdienst: Durchführung der ersten gemeinsamen Manöver mit der U-Boot-Flottille „Weddigen“ zur Erprobung der operativen Kooperation zwischen den Waffengattungen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kommandantenschule: Offiziere der Crews 36 und 37a, die später in der U-Boot-Waffe Karriere machten, dienten auf Einheiten wie Z 10 und Z 11 als Wachoffiziere.
Personaltransfer: Nach den massiven Verlusten bei Narvik (April 1940) wechselte ein erheblicher Teil des hochqualifizierten technischen Personals (Ingenieuroffiziere) zur U-Boot-Waffe.
Technischer Standard: Die Ausbildung an den komplexen Hochdruck-Heißdampfanlagen der Zerstörer qualifizierte das Personal direkt für anspruchsvolle Aufgaben als Leitende Ingenieure (LI) auf U-Booten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 10 Führer der Zerstörer: Kriegstagebücher (KTB) der Boote Z 9 bis Z 11 aus der aktiven Divisionszeit (1937–1938).
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von U-Boot-Kommandanten mit dem Vermerk „Wachoffizier 5. Z-Div“ in ihren militärischen Stammrollen.
BArch RM 6 Oberkommando der Kriegsmarine (O.K.M.): Dokumentiert die Aufstellungsbefehle von 1937 und die Umgliederungsverfügung vom 26.10.1938.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I, Kapitel zur Organisation der Zerstörerkräfte und Stellenbesetzungen).
Koop / Schmolke "Die deutschen Zerstörer 1935–1945" (Technische Details und Einsatzchroniken der Divisionen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132