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Seemännische Nr. 2: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | In der Bordorganisation der Reichsmarine und Kriegsmarine bezeichnete die Seemännische Nr. 2 eine feste Funktionsnummer innerhalb einer Geschützbedienung. Diese Nummerierung stellte sicher, dass bei Gefechtsalarm jeder Mann sofort und ohne Befehl seine spezifische technische Aufgabe am Geschütz übernahm. Als Seitenrichtschütze trug die Nr. 2 die unmittelbare Verantwortung für die horizontale Ausrichtung der Waffe. Das blinde Zusammenspiel mit dem Höhenrichtschützen (Nr. 1) war die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zielbekämpfung unter den erschwerten Bedingungen schwankender Decksplattformen.
 
| colspan="3" | In der Bordorganisation der Reichsmarine und Kriegsmarine bezeichnete die Seemännische Nr. 2 eine feste Funktionsnummer innerhalb einer Geschützbedienung. Diese Nummerierung stellte sicher, dass bei Gefechtsalarm jeder Mann sofort und ohne Befehl seine spezifische technische Aufgabe am Geschütz übernahm. Als Seitenrichtschütze trug die Nr. 2 die unmittelbare Verantwortung für die horizontale Ausrichtung der Waffe. Das blinde Zusammenspiel mit dem Höhenrichtschützen (Nr. 1) war die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zielbekämpfung unter den erschwerten Bedingungen schwankender Decksplattformen.
 
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| Artillerie-Rolle: || colspan="3" | Einsatz als Seitenrichtschütze an der Deckskanone (8,8-cm oder 10,5-cm SK); Bedienung des horizontalen Handrades zur Ausrichtung des Rohres auf das Ziel.
 
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| Tätigkeit: || colspan="3" | Permanente Überwachung der Optik und Korrektur der Seitenrichtung; enge Abstimmung mit der Nr. 1 (Höhenrichtschütze) zur Bildung einer stabilen Visierlinie.
 
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| Flak-Rolle: || colspan="3" | Richtschütze für die Seite an Flak-Geschützen oder Bedienung spezialisierter Zieleinrichtungen bei kleineren Kalibern im „Wintergarten“ zur Abwehr anfliegender Flugzeuge.
 
| Flak-Rolle: || colspan="3" | Richtschütze für die Seite an Flak-Geschützen oder Bedienung spezialisierter Zieleinrichtungen bei kleineren Kalibern im „Wintergarten“ zur Abwehr anfliegender Flugzeuge.
 
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| Seemännisch: || colspan="3" | Einsatz an vorderen Stationen bei Deckmanövern; oft direkt an der Ankerwinde beim Anker lichten oder als verantwortlicher Führer einer Vorleine beim Festmachen.
 
| Seemännisch: || colspan="3" | Einsatz an vorderen Stationen bei Deckmanövern; oft direkt an der Ankerwinde beim Anker lichten oder als verantwortlicher Führer einer Vorleine beim Festmachen.
 
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| Präzision: || colspan="3" | Die Nr. 2 (oft ein Artillerie-Gast) musste das Rollen und Stampfen des Bootes manuell ausgleichen; eine physische Höchstleistung zum Halten der Seitenrichtung im Überwasserkampf.
 
| Präzision: || colspan="3" | Die Nr. 2 (oft ein Artillerie-Gast) musste das Rollen und Stampfen des Bootes manuell ausgleichen; eine physische Höchstleistung zum Halten der Seitenrichtung im Überwasserkampf.
 
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| Drill: || colspan="3" | Basisausbildung in den Schiffsstammabteilungen unter Aufsicht der Rekruten-Unteroffiziere; Erlernung des instinktiven Handelns im Team der Nummern 1 bis 6.
 
| Drill: || colspan="3" | Basisausbildung in den Schiffsstammabteilungen unter Aufsicht der Rekruten-Unteroffiziere; Erlernung des instinktiven Handelns im Team der Nummern 1 bis 6.
 
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| Spezialisierung: || colspan="3" | Auf U-Booten waren für diese Position oft besonders seefeste Männer vorgesehen, die auch bei extremem Seegang die Konzentration am Richtfernrohr bewahren konnten.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | M.Dv. 200 (Bordordnung für Kriegsschiffe): Zentrale Vorschrift zur Definition der exakten Aufgabenverteilung der Nummern 1 bis 6 für alle Geschütztypen.
 
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie: Enthält detaillierte Schießberichte und Analysen, in denen die Leistungen der Richtschützen (Nr. 1 und 2) bewertet wurden.
 
| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie: Enthält detaillierte Schießberichte und Analysen, in denen die Leistungen der Richtschützen (Nr. 1 und 2) bewertet wurden.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Artillerie-Spezialisten mit spezifischen Vermerken über die Qualifikation und Prüfung als „geprüfter Richtschütze“.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945" (Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie: Gliederung der Geschützbedienungen).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945" (Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie: Gliederung der Geschützbedienungen).
 
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| Köhl, Fritz || colspan="3" | "Vom Original zum Modell: Uboottyp VII C" (Technische Zeichnungen und Stationierungspläne der Bedienmannschaft am Deckgeschütz).
 
| Köhl, Fritz || colspan="3" | "Vom Original zum Modell: Uboottyp VII C" (Technische Zeichnungen und Stationierungspläne der Bedienmannschaft am Deckgeschütz).
 
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| M.Dv. 170 || colspan="3" | "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Detaillierte Handlungsanweisungen für die Richtnummern 1 und 2 an Bord).
 
| M.Dv. 170 || colspan="3" | "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Detaillierte Handlungsanweisungen für die Richtnummern 1 und 2 an Bord).
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 14:40 Uhr

Funktion Seemännische Nr. 2
In der Bordorganisation der Reichsmarine und Kriegsmarine bezeichnete die Seemännische Nr. 2 eine feste Funktionsnummer innerhalb einer Geschützbedienung. Diese Nummerierung stellte sicher, dass bei Gefechtsalarm jeder Mann sofort und ohne Befehl seine spezifische technische Aufgabe am Geschütz übernahm. Als Seitenrichtschütze trug die Nr. 2 die unmittelbare Verantwortung für die horizontale Ausrichtung der Waffe. Das blinde Zusammenspiel mit dem Höhenrichtschützen (Nr. 1) war die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zielbekämpfung unter den erschwerten Bedingungen schwankender Decksplattformen.
Aufgaben und Funktionen
Artillerie-Rolle: Einsatz als Seitenrichtschütze an der Deckskanone (8,8-cm oder 10,5-cm SK); Bedienung des horizontalen Handrades zur Ausrichtung des Rohres auf das Ziel.
Tätigkeit: Permanente Überwachung der Optik und Korrektur der Seitenrichtung; enge Abstimmung mit der Nr. 1 (Höhenrichtschütze) zur Bildung einer stabilen Visierlinie.
Flak-Rolle: Richtschütze für die Seite an Flak-Geschützen oder Bedienung spezialisierter Zieleinrichtungen bei kleineren Kalibern im „Wintergarten“ zur Abwehr anfliegender Flugzeuge.
Seemännisch: Einsatz an vorderen Stationen bei Deckmanövern; oft direkt an der Ankerwinde beim Anker lichten oder als verantwortlicher Führer einer Vorleine beim Festmachen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Präzision: Die Nr. 2 (oft ein Artillerie-Gast) musste das Rollen und Stampfen des Bootes manuell ausgleichen; eine physische Höchstleistung zum Halten der Seitenrichtung im Überwasserkampf.
Drill: Basisausbildung in den Schiffsstammabteilungen unter Aufsicht der Rekruten-Unteroffiziere; Erlernung des instinktiven Handelns im Team der Nummern 1 bis 6.
Spezialisierung: Auf U-Booten waren für diese Position oft besonders seefeste Männer vorgesehen, die auch bei extremem Seegang die Konzentration am Richtfernrohr bewahren konnten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RHD 18 M.Dv. 200 (Bordordnung für Kriegsschiffe): Zentrale Vorschrift zur Definition der exakten Aufgabenverteilung der Nummern 1 bis 6 für alle Geschütztypen.
BArch RM 11 Inspektion der Marineartillerie: Enthält detaillierte Schießberichte und Analysen, in denen die Leistungen der Richtschützen (Nr. 1 und 2) bewertet wurden.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Artillerie-Spezialisten mit spezifischen Vermerken über die Qualifikation und Prüfung als „geprüfter Richtschütze“.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945" (Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie: Gliederung der Geschützbedienungen).
Köhl, Fritz "Vom Original zum Modell: Uboottyp VII C" (Technische Zeichnungen und Stationierungspläne der Bedienmannschaft am Deckgeschütz).
M.Dv. 170 "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Detaillierte Handlungsanweisungen für die Richtnummern 1 und 2 an Bord).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132