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Marinelazarett Malente: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das Marinelazarett Malente in der Holsteinischen Schweiz war ein spezialisiertes rückwärtiges Krankenhaus der Marinestation der Ostsee zur Entlastung der bombengefährdeten Kieler Kliniken. Ab 1942/43 in Kurhäusern und Hotels eingerichtet, lag der Schwerpunkt auf der neurologischen und psychiatrischen Rehabilitation von U-Boot-Besatzungen. Es diente als zentrale Instanz für die Behandlung psychosomatischer Erschöpfung und posttraumatischer Belastungen ("U-Boot-Schäden") sowie für die psychologische Begutachtung der Frontbewährung. Bei Kriegsende im Mai 1945 lag das Lazarett in der "Internierten-Zone" Plön-Malente, dem letzten Sitz der Reichsregierung unter Karl Dönitz, und wurde unter britischer Aufsicht zur Versorgung von Verwundeten und Rekonvaleszenten weiterbetrieben.
 
| colspan="3" | Das Marinelazarett Malente in der Holsteinischen Schweiz war ein spezialisiertes rückwärtiges Krankenhaus der Marinestation der Ostsee zur Entlastung der bombengefährdeten Kieler Kliniken. Ab 1942/43 in Kurhäusern und Hotels eingerichtet, lag der Schwerpunkt auf der neurologischen und psychiatrischen Rehabilitation von U-Boot-Besatzungen. Es diente als zentrale Instanz für die Behandlung psychosomatischer Erschöpfung und posttraumatischer Belastungen ("U-Boot-Schäden") sowie für die psychologische Begutachtung der Frontbewährung. Bei Kriegsende im Mai 1945 lag das Lazarett in der "Internierten-Zone" Plön-Malente, dem letzten Sitz der Reichsregierung unter Karl Dönitz, und wurde unter britischer Aufsicht zur Versorgung von Verwundeten und Rekonvaleszenten weiterbetrieben.
 
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| Anfang: || colspan="3" | Einrichtung verstärkt ab 1942/43 durch Requirierung lokaler Beherbergungsbetriebe als Ausweichkapazität für das Standortlazarett Kiel.
 
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| Status: || colspan="3" | Operative Unterstellung unter den Stationsarzt der Ostsee (Kiel); Funktion als spezialisiertes Teillazarett für Langzeitpatienten und Offizierskurse.
 
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| Aufgaben: || colspan="3" | Neurologische Rehabilitation; allgemeine Chirurgie; psychiatrische Gutachtenerstellung zur weiteren Verwendung des fliegenden und schwimmenden Personals.
 
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| Ende 1945: || colspan="3" | Verbleib im britisch kontrollierten Sperrgebiet Plön; Fortführung des Dienstbetriebs zur Abwicklung der massiven Verwundetenzahlen aus den Ostgebieten.
 
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| Rehabilitation: || colspan="3" | Bevorzugter Erholungsort für Kommandanten nach extremen Einsätzen; Nutzung der ruhigen Binnenlandlage zur Genesung bei schweren Nervenerkrankungen.
 
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| Psychologische Prüfung: || colspan="3" | Durchführung klinischer Tests zur psychischen Belastbarkeit, die oft über das Ende der Frontkarriere oder die Versetzung in den Stab entschieden.
 
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| Biografischer Marker: || colspan="3" | In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert ein Aufenthalt in Malente oft eine längere Frontpause aus gesundheitlichen Gründen oder eine Rekonvaleszenzphase.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Sanitätsdienst Ostsee: Dienstvorschriften, Verzeichnisse und Kapazitätsmeldungen der Lazarette im Bereich der Marinestation der Ostsee.
 
| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Sanitätsdienst Ostsee: Dienstvorschriften, Verzeichnisse und Kapazitätsmeldungen der Lazarette im Bereich der Marinestation der Ostsee.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige mit ärztlichen Gutachten, Kurberichten und Entlassungspapieren aus dem Standort Malente.
 
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| BArch RM 7 / 2337 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Akten zum völkerrechtlichen Status der Lazarette innerhalb der Sonderzone Plön-Malente im Mai 1945.
 
| BArch RM 7 / 2337 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Akten zum völkerrechtlichen Status der Lazarette innerhalb der Sonderzone Plön-Malente im Mai 1945.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sanitätswesen: Die Struktur der Speziallazarette und Erholungsheime für die U-Boot-Waffe).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sanitätswesen: Die Struktur der Speziallazarette und Erholungsheime für die U-Boot-Waffe).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien“ (Bietet Kontext zur strategischen Bedeutung des Raumes Plön-Malente in den letzten Kriegstagen).
 
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| Herzog, Bodo || colspan="3" | „Deutsche U-Boote 1906–1966“ (Informationen zur psychologischen Betreuung und der medizinisch-rehabilitativen Infrastruktur für U-Boot-Besatzungen).
 
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Aktuelle Version vom 5. März 2026, 10:51 Uhr

Sanitätsdienst Marinelazarett Malente
Das Marinelazarett Malente in der Holsteinischen Schweiz war ein spezialisiertes rückwärtiges Krankenhaus der Marinestation der Ostsee zur Entlastung der bombengefährdeten Kieler Kliniken. Ab 1942/43 in Kurhäusern und Hotels eingerichtet, lag der Schwerpunkt auf der neurologischen und psychiatrischen Rehabilitation von U-Boot-Besatzungen. Es diente als zentrale Instanz für die Behandlung psychosomatischer Erschöpfung und posttraumatischer Belastungen ("U-Boot-Schäden") sowie für die psychologische Begutachtung der Frontbewährung. Bei Kriegsende im Mai 1945 lag das Lazarett in der "Internierten-Zone" Plön-Malente, dem letzten Sitz der Reichsregierung unter Karl Dönitz, und wurde unter britischer Aufsicht zur Versorgung von Verwundeten und Rekonvaleszenten weiterbetrieben.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Einrichtung verstärkt ab 1942/43 durch Requirierung lokaler Beherbergungsbetriebe als Ausweichkapazität für das Standortlazarett Kiel.
Status: Operative Unterstellung unter den Stationsarzt der Ostsee (Kiel); Funktion als spezialisiertes Teillazarett für Langzeitpatienten und Offizierskurse.
Aufgaben: Neurologische Rehabilitation; allgemeine Chirurgie; psychiatrische Gutachtenerstellung zur weiteren Verwendung des fliegenden und schwimmenden Personals.
Ende 1945: Verbleib im britisch kontrollierten Sperrgebiet Plön; Fortführung des Dienstbetriebs zur Abwicklung der massiven Verwundetenzahlen aus den Ostgebieten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rehabilitation: Bevorzugter Erholungsort für Kommandanten nach extremen Einsätzen; Nutzung der ruhigen Binnenlandlage zur Genesung bei schweren Nervenerkrankungen.
Psychologische Prüfung: Durchführung klinischer Tests zur psychischen Belastbarkeit, die oft über das Ende der Frontkarriere oder die Versetzung in den Stab entschieden.
Biografischer Marker: In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert ein Aufenthalt in Malente oft eine längere Frontpause aus gesundheitlichen Gründen oder eine Rekonvaleszenzphase.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Sanitätsdienst Ostsee: Dienstvorschriften, Verzeichnisse und Kapazitätsmeldungen der Lazarette im Bereich der Marinestation der Ostsee.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige mit ärztlichen Gutachten, Kurberichten und Entlassungspapieren aus dem Standort Malente.
BArch RM 7 / 2337 Seekriegsleitung (Skl): Akten zum völkerrechtlichen Status der Lazarette innerhalb der Sonderzone Plön-Malente im Mai 1945.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sanitätswesen: Die Struktur der Speziallazarette und Erholungsheime für die U-Boot-Waffe).
Hildebrand, Hans H. „Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien“ (Bietet Kontext zur strategischen Bedeutung des Raumes Plön-Malente in den letzten Kriegstagen).
Herzog, Bodo „Deutsche U-Boote 1906–1966“ (Informationen zur psychologischen Betreuung und der medizinisch-rehabilitativen Infrastruktur für U-Boot-Besatzungen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132