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Marinesignalstelle Arcona: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Marinesignalstelle Arcona war eine strategisch exponierte Beobachtungs- und Nachrichtenstelle der Kriegsmarine am Kap Arkona auf der Insel Rügen. Aufgrund ihrer Lage an der nördlichsten Spitze der Insel kam ihr eine Schlüsselrolle bei der Überwachung des Schiffsverkehrs in der westlichen und mittleren Ostsee zu. Die Stelle diente der optischen und funktechnischen Kommunikation mit ein- und auslaufenden Flottenverbänden sowie der Frühwarnung vor feindlichen See- und Luftstreitkräften im Küstenvorfeld.
 
| colspan="3" | Die Marinesignalstelle Arcona war eine strategisch exponierte Beobachtungs- und Nachrichtenstelle der Kriegsmarine am Kap Arkona auf der Insel Rügen. Aufgrund ihrer Lage an der nördlichsten Spitze der Insel kam ihr eine Schlüsselrolle bei der Überwachung des Schiffsverkehrs in der westlichen und mittleren Ostsee zu. Die Stelle diente der optischen und funktechnischen Kommunikation mit ein- und auslaufenden Flottenverbänden sowie der Frühwarnung vor feindlichen See- und Luftstreitkräften im Küstenvorfeld.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Bereits seit der Kaiserlichen Marine als Signalstation genutzt; in der Kriegsmarine massiv ausgebaut und dem Seekommandanten Pommern unterstellt.
 
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| Standort: || colspan="3" | Kap Arkona, Rügen. Die Station nutzte die Höhenlage der Steilküste für weitreichende optische Signalgebung mittels Scheinwerfern, Flaggen und Signalmasten.
 
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| Technik: || colspan="3" | Ausstattung mit leistungsstarken Fernrohren, Lichtmörsern sowie einer angeschlossenen Funk- und Beobachtungsstelle zur Erfassung von Schiffsbewegungen.
 
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mit der Besetzung Rügens durch sowjetische Truppen im Mai 1945 wurde die Signalstelle Arcona aufgelöst und die technischen Einrichtungen demontiert.
 
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| Überwachungsfunktion: || colspan="3" | Kontinuierliche Beobachtung der Ostseezugänge und Meldung aller Fahrzeugbewegungen an die übergeordneten Nachrichtenmittel-Abteilungen.
 
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| Signalwesen: || colspan="3" | Zentrale Anlaufstelle für die optische Nachrichtenübermittlung an passierende Einheiten, die unter Funkstille operierten oder Bestätigungen von Befehlen benötigten.
 
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| Wetterdienst: || colspan="3" | Mitwirkung bei der Erfassung meteorologischer Daten am Kap Arkona zur Weitergabe an die zentralen Wetterfunkstellen der Marine.
 
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| Ausbildungshilfe: || colspan="3" | Die Station diente oft als Gegenstation für Signalübungen der angehenden Signalgasten und Wachoffiziere während ihrer Einfahrzeit in der Ostsee.
 
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| BArch RM 45-I || colspan="3" | Marineartilleriezeugämter: Unterlagen zur Ausrüstung der Signal- und Beobachtungsstationen mit optischen Geräten.
 
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| Giessler, Hellmuth || colspan="3" | „Der Marine-Nachrichtendienst“ (Details zur Bedeutung der Signalstationen für die Küstenüberwachung).
 
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 10:16 Uhr

Dienststelle Marinesignalstelle Arcona
Die Marinesignalstelle Arcona war eine strategisch exponierte Beobachtungs- und Nachrichtenstelle der Kriegsmarine am Kap Arkona auf der Insel Rügen. Aufgrund ihrer Lage an der nördlichsten Spitze der Insel kam ihr eine Schlüsselrolle bei der Überwachung des Schiffsverkehrs in der westlichen und mittleren Ostsee zu. Die Stelle diente der optischen und funktechnischen Kommunikation mit ein- und auslaufenden Flottenverbänden sowie der Frühwarnung vor feindlichen See- und Luftstreitkräften im Küstenvorfeld.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Bereits seit der Kaiserlichen Marine als Signalstation genutzt; in der Kriegsmarine massiv ausgebaut und dem Seekommandanten Pommern unterstellt.
Standort: Kap Arkona, Rügen. Die Station nutzte die Höhenlage der Steilküste für weitreichende optische Signalgebung mittels Scheinwerfern, Flaggen und Signalmasten.
Technik: Ausstattung mit leistungsstarken Fernrohren, Lichtmörsern sowie einer angeschlossenen Funk- und Beobachtungsstelle zur Erfassung von Schiffsbewegungen.
Ende 1945: Mit der Besetzung Rügens durch sowjetische Truppen im Mai 1945 wurde die Signalstelle Arcona aufgelöst und die technischen Einrichtungen demontiert.
Spezifische Merkmale
Überwachungsfunktion: Kontinuierliche Beobachtung der Ostseezugänge und Meldung aller Fahrzeugbewegungen an die übergeordneten Nachrichtenmittel-Abteilungen.
Signalwesen: Zentrale Anlaufstelle für die optische Nachrichtenübermittlung an passierende Einheiten, die unter Funkstille operierten oder Bestätigungen von Befehlen benötigten.
Wetterdienst: Mitwirkung bei der Erfassung meteorologischer Daten am Kap Arkona zur Weitergabe an die zentralen Wetterfunkstellen der Marine.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Marschkontrolle: Die Signalstelle erfasste die in der östlichen Ostsee zu Erprobungszwecken verlegenden U-Boote und diente als Orientierungspunkt für die Navigation.
Warndienst: Unverzügliche Weitergabe von Luftwarnungen an die in den Übungsgebieten vor Rügen tauchenden oder operierenden Schul-U-Boote.
Ausbildungshilfe: Die Station diente oft als Gegenstation für Signalübungen der angehenden Signalgasten und Wachoffiziere während ihrer Einfahrzeit in der Ostsee.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 56 Marinenachrichtendienst: Akten über die Einrichtung und den Betrieb der Signalstellen im Bereich der Ostsee und Pommern.
BArch RM 45-I Marineartilleriezeugämter: Unterlagen zur Ausrüstung der Signal- und Beobachtungsstationen mit optischen Geräten.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Signalmeister und Personal, das auf der Station Arcona eingesetzt war.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Marinenachrichtendienst: Küstenstationen).
Giessler, Hellmuth „Der Marine-Nachrichtendienst“ (Details zur Bedeutung der Signalstationen für die Küstenüberwachung).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Hinweise zur Infrastruktur und Befestigung auf Rügen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132