Aktionen

Marinegruppenkommando Nord: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 3: Zeile 3:
 
| || colspan="3" |  
 
| || colspan="3" |  
  
{| class="wikitable"
+
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Dienststelle
 
! '''Marinegruppenkommando Nord'''
 
! '''Marinegruppenkommando Nord'''
 
|-
 
|-
Zeile 15: Zeile 15:
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Das Marinegruppenkommando Nord entstand am 10.08.1940 mit der Verlegung und Umbenennung des Marinegruppenkommandos Ost in Wilhelmshaven-Sengwarden. Das Marinegruppenkommando Nord wurde die operative Führungsstelle über den bisherigen Ostseeraum, die Deutsche Bucht, Dänemark und Norwegen. Ihm unterstanden damit die See- und Sicherungsbefehlshaber in diesem Gebiet. Am 17.04.1941 verlegte das Marinegruppenkommando Nord sein Stabsquartier nach Kiel. Zum 15.04.1943 wurde das Marinegruppenkommando Nord mit dem Flottenkommando zusammengelegt und in den folgenden Wochen verschmolzen. Seine Aufgaben waren nun:
+
| colspan="2" | Das Marinegruppenkommando Nord entstand am 10.08.1940 durch die Verlegung und Umbenennung des Marinegruppenkommandos Ost nach Wilhelmshaven-Sengwarden. Es fungierte als operative Führungsstelle für den Ostseeraum, die Deutsche Bucht sowie Dänemark und Norwegen. Am 17.04.1941 verlegte der Stab nach Kiel. Zum 15.04.1943 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Flottenkommando zur Bündelung der operativen Seekriegsführung im Nordraum. Die Dienststelle koordinierte die Abwehr feindlicher Angriffe und leitete großräumige operative Maßnahmen der Marinestationen Nord und Ost sowie des Flottenkommandos bis zu ihrer Auflösung am 01.05.1944.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Operative Seekriegsführung im Nordraum
+
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | 10.08.1940 aus Marinegruppenkommando Ost; Sitz zunächst Wilhelmshaven-Sengwarden, ab April 1941 Kiel.
 +
|-
 +
| Aufgabe: || colspan="3" | Operative Seekriegsführung im Nordraum; Führung unterstellter Seestreitkräfte; Koordinierung der Verteidigung bei feindlichen Angriffen.
 +
|-
 +
| Fusion: || colspan="3" | 15.04.1943 Verschmelzung mit dem Flottenkommando zur Straffung der Befehlswege im Nordmeer und der Ostsee.
 +
|-
 +
| Ende 1944: || colspan="3" | Auflösung am 01.05.1944; Übergang der operativen Führung im norwegischen Raum auf das Marineoberkommando (MOK) Norwegen.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Spezifische Merkmale
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Befehlsgewalt: || colspan="3" | Dem Kommando unterstanden sämtliche See- und Sicherungsbefehlshaber in den Gebieten Nordsee, Ostsee, Dänemark und Norwegen.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Truppendienstliche und zum Teil auch einsatzmäßige Führung der ihm unterstellten Seestreitkräfte
+
| Strategie: || colspan="3" | Leitung komplexer Operationen, die eine übergeordnete Regelung zwischen den Marinestationen und dem Flottenkommando erforderten.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Führung der Seeoperationen auch in den Operationsgebieten der Marinestationen der Nord- und Ostsee, wenn ein feindlicher Angriff eine Zusammenfassung der Führung zur gemeinsamen Abwehr erfordert
+
| Stab: || colspan="3" | Besetzung durch hochrangige Admirale (u. a. Generaladmiral Rolf Carls und Generaladmiral Otto Schniewind).
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Leitung und Durchführung operativer Maßnahmen, die im Rahmen der Aufgaben der operativen Seekriegsführung im Nordraum eine gemeinsame übergeordnete Regelung der drei Operationsbereiche Marinestationen der Nord- und Ostsee und des Flottenkommandos erfordern. Am 01.05.1944  wurde das Marinegruppenkommando Nord aufgelöst. Die operative Führung der Überwasserstreitkräfte im norwegischen Raum ging auf das Marineoberkommando Norwegen über.
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| ||  
+
| Marschsicherung: || colspan="3" | Koordination der Geleitsicherung für U-Boote durch die dänischen Gewässer und entlang der norwegischen Küste.
 +
|-
 +
| Nordmeer: || colspan="3" | Strategische Planung des Zusammenwirkens von schweren Überwassereinheiten und U-Booten gegen die alliierten Eismeergeleitzüge.
 +
|-
 +
| Stützpunktverteidigung: || colspan="3" | Organisation des großräumigen Küstenschutzes für die U-Boot-Basen in Norwegen gegen britische Vorstöße.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
| BArch RM 35-I || colspan="3" | Marinegruppenkommando Nord: Kriegstagebücher, operative Befehle und Akten zur Küstenverteidigung.
 
|-
 
|-
| ||  
+
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Akten über die Organisation der Marinegruppen und die Zusammenlegung mit dem Flottenkommando.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinegruppenkommandos/marinegruppenkommando_nord.htm | → Marinegruppenkommando Nord]
+
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Oberbefehlshaber und Stabsoffiziere des Marinegruppenkommandos Nord.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die operative Führung – Marinegruppen).
 +
|-
 +
| Salewski, Michael || colspan="3" | „Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945“ (Details zur strategischen Rolle im Nordraum).
 +
|-
 +
| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Oberbefehlshaber der Gruppe Nord).
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 8. März 2026, 10:41 Uhr

Dienststelle Marinegruppenkommando Nord
Das Marinegruppenkommando Nord entstand am 10.08.1940 durch die Verlegung und Umbenennung des Marinegruppenkommandos Ost nach Wilhelmshaven-Sengwarden. Es fungierte als operative Führungsstelle für den Ostseeraum, die Deutsche Bucht sowie Dänemark und Norwegen. Am 17.04.1941 verlegte der Stab nach Kiel. Zum 15.04.1943 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Flottenkommando zur Bündelung der operativen Seekriegsführung im Nordraum. Die Dienststelle koordinierte die Abwehr feindlicher Angriffe und leitete großräumige operative Maßnahmen der Marinestationen Nord und Ost sowie des Flottenkommandos bis zu ihrer Auflösung am 01.05.1944.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: 10.08.1940 aus Marinegruppenkommando Ost; Sitz zunächst Wilhelmshaven-Sengwarden, ab April 1941 Kiel.
Aufgabe: Operative Seekriegsführung im Nordraum; Führung unterstellter Seestreitkräfte; Koordinierung der Verteidigung bei feindlichen Angriffen.
Fusion: 15.04.1943 Verschmelzung mit dem Flottenkommando zur Straffung der Befehlswege im Nordmeer und der Ostsee.
Ende 1944: Auflösung am 01.05.1944; Übergang der operativen Führung im norwegischen Raum auf das Marineoberkommando (MOK) Norwegen.
Spezifische Merkmale
Befehlsgewalt: Dem Kommando unterstanden sämtliche See- und Sicherungsbefehlshaber in den Gebieten Nordsee, Ostsee, Dänemark und Norwegen.
Strategie: Leitung komplexer Operationen, die eine übergeordnete Regelung zwischen den Marinestationen und dem Flottenkommando erforderten.
Stab: Besetzung durch hochrangige Admirale (u. a. Generaladmiral Rolf Carls und Generaladmiral Otto Schniewind).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Marschsicherung: Koordination der Geleitsicherung für U-Boote durch die dänischen Gewässer und entlang der norwegischen Küste.
Nordmeer: Strategische Planung des Zusammenwirkens von schweren Überwassereinheiten und U-Booten gegen die alliierten Eismeergeleitzüge.
Stützpunktverteidigung: Organisation des großräumigen Küstenschutzes für die U-Boot-Basen in Norwegen gegen britische Vorstöße.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-I Marinegruppenkommando Nord: Kriegstagebücher, operative Befehle und Akten zur Küstenverteidigung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Organisation der Marinegruppen und die Zusammenlegung mit dem Flottenkommando.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Oberbefehlshaber und Stabsoffiziere des Marinegruppenkommandos Nord.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die operative Führung – Marinegruppen).
Salewski, Michael „Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945“ (Details zur strategischen Rolle im Nordraum).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Oberbefehlshaber der Gruppe Nord).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132