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Armeeoberkommando 16: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 16. Armee / Armeeoberkommando 16 (AOK 16) war eine Kommandobehörde des Heeres der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Sie war Oberkommando jeweils wechselnder Armeekorps sowie zahlreicher Spezialtruppen.  
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| colspan="2" | Das Armeeoberkommando 16 (16. Armee) war eine operative Kommandobehörde des Heeres der Wehrmacht. Aufgestellt am 22.10.1939 unter Verwendung des Personalstamms des Infanterie-Ersatz-Bataillons 1 (Königsberg), führte das AOK 16 wechselnde Armeekorps und Spezialtruppen. Nach Einsätzen im Westfeldzug und dem Überfall auf die Sowjetunion war die Armee maßgeblich an den verlustreichen Kämpfen im Nordabschnitt (Demjansk, Cholm) beteiligt. Ab Herbst 1944 wurde das AOK 16 schrittweise nach Kurland zurückgedrängt, wo es als Teil der Heeresgruppe Kurland am 08.05.1945 gegenüber der Roten Armee kapitulierte.
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: || colspan="3" | 22.10.1939; Personalstamm durch Inf.-Ers.-Btl. 1 (Königsberg) gestellt.
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| Einsatzräume: || colspan="3" | 1940: Frankreich; 1941–1944: Nordrussland (Demjansk, Cholm, Ladogasee); 1944–1945: Kurland-Kessel.
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| Aufgabe: || colspan="3" | Operative Führung unterstellter Korps und Divisionen; Verteidigung strategischer Frontvorsprünge; Sicherung der baltischen Küstenbereiche.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Kapitulation am 08.05.1945 in Kurland; das Personal geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft.
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| Festungskampf: || colspan="3" | Lange Verteidigung des zur "Festung" erklärten Frontvorsprungs von Demjansk bis Februar 1943 auf direkten Führerbefehl.
 
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| colspan="3" | Die 16. Armee wurde am 22.10.1939 aufgestellt. Der Personalstamm wurde durch das Infanterie-Ersatz-Bataillon 1 in Königsberg gestellt.
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| Kurland: || colspan="3" | Zusammen mit der 18. Armee bildete das AOK 16 das Rückgrat der isolierten Heeresgruppe Kurland bis zum Kriegsende.
 
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| colspan="3" | Sie nahm am Westfeldzug und am Krieg gegen die Sowjetunion teil, wo ihr II. Armeekorps im Januar 1942 bei Demjansk und eine weitere Kampfgruppe bei Cholm eingeschlossen und erst im Frühjahr 1942 befreit wurden. Der zur Festung erklärte Frontvorsprung von Demjansk wurde aufgrund eines Führerbefehls gehalten und erst nach der Niederlage von Stalingrad im Februar 1943 geräumt.
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| Führung: || colspan="3" | Geleitet durch namhafte Oberbefehlshaber wie Generalfeldmarschall Ernst Busch und Generaloberst Christian Hansen.
 
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| colspan="3" | Als die 2. Baltische Front am 19.02.1944 beiderseits Cholm angriff, erlitt die 16. Armee schwere Verluste und wurde bis Herbst 1944 schrittweise auf Kurland zurückgedrängt, wo sie zusammen mit der 18. Armee am 08.05.1945 kapitulierte.
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| Küstenschutz: || colspan="3" | Das AOK 16 sicherte die Landflanke der baltischen Häfen (Libau, Windau), die als wichtige U-Boot-Stützpunkte und Ausbildungszentren dienten.
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| Evakuierung: || colspan="3" | Die Verteidigungsleistung der 16. Armee ermöglichte der Kriegsmarine die Durchführung massiver Evakuierungstransporte über die Ostsee.
 
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| Kooperation: || colspan="3" | Enge Zusammenarbeit mit den Marineverbindungsoffizieren zur Koordinierung von schwerer Schiffsartillerie-Unterstützung bei Küstenkämpfen.
 
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| colspan="3" | Wikipedia/Deutschland [https://de.wikipedia.org/wiki/16._Armee_(Wehrmacht) | → Armeeoberkommando 16]
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| BArch RH 20-16 || colspan="3" | Armeeoberkommando 16: Kriegstagebücher, Tätigkeitsberichte und operative Planungen 1939–1945.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die Zusammenarbeit mit dem AOK 16 im Raum Kurland und der Ostseeküste.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Marineverbindungsoffizieren beim Stab des AOK 16.
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945“ (Band 4: Die Landstreitkräfte 15–30).
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| Haupt, Werner || colspan="3" | „Heeresgruppe Nord 1941–1945“ (Details zu den Kämpfen der 16. Armee in Russland und Kurland).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landfronten im Osten).
 
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 8. März 2026, 14:18 Uhr

Verband Armeeoberkommando 16
Das Armeeoberkommando 16 (16. Armee) war eine operative Kommandobehörde des Heeres der Wehrmacht. Aufgestellt am 22.10.1939 unter Verwendung des Personalstamms des Infanterie-Ersatz-Bataillons 1 (Königsberg), führte das AOK 16 wechselnde Armeekorps und Spezialtruppen. Nach Einsätzen im Westfeldzug und dem Überfall auf die Sowjetunion war die Armee maßgeblich an den verlustreichen Kämpfen im Nordabschnitt (Demjansk, Cholm) beteiligt. Ab Herbst 1944 wurde das AOK 16 schrittweise nach Kurland zurückgedrängt, wo es als Teil der Heeresgruppe Kurland am 08.05.1945 gegenüber der Roten Armee kapitulierte.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: 22.10.1939; Personalstamm durch Inf.-Ers.-Btl. 1 (Königsberg) gestellt.
Einsatzräume: 1940: Frankreich; 1941–1944: Nordrussland (Demjansk, Cholm, Ladogasee); 1944–1945: Kurland-Kessel.
Aufgabe: Operative Führung unterstellter Korps und Divisionen; Verteidigung strategischer Frontvorsprünge; Sicherung der baltischen Küstenbereiche.
Ende 1945: Kapitulation am 08.05.1945 in Kurland; das Personal geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft.
Spezifische Merkmale
Festungskampf: Lange Verteidigung des zur "Festung" erklärten Frontvorsprungs von Demjansk bis Februar 1943 auf direkten Führerbefehl.
Kurland: Zusammen mit der 18. Armee bildete das AOK 16 das Rückgrat der isolierten Heeresgruppe Kurland bis zum Kriegsende.
Führung: Geleitet durch namhafte Oberbefehlshaber wie Generalfeldmarschall Ernst Busch und Generaloberst Christian Hansen.
Relevanz für die Marine / U-Boot-Waffe
Küstenschutz: Das AOK 16 sicherte die Landflanke der baltischen Häfen (Libau, Windau), die als wichtige U-Boot-Stützpunkte und Ausbildungszentren dienten.
Evakuierung: Die Verteidigungsleistung der 16. Armee ermöglichte der Kriegsmarine die Durchführung massiver Evakuierungstransporte über die Ostsee.
Kooperation: Enge Zusammenarbeit mit den Marineverbindungsoffizieren zur Koordinierung von schwerer Schiffsartillerie-Unterstützung bei Küstenkämpfen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RH 20-16 Armeeoberkommando 16: Kriegstagebücher, Tätigkeitsberichte und operative Planungen 1939–1945.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Zusammenarbeit mit dem AOK 16 im Raum Kurland und der Ostseeküste.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Marineverbindungsoffizieren beim Stab des AOK 16.
Literaturverweise
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945“ (Band 4: Die Landstreitkräfte 15–30).
Haupt, Werner „Heeresgruppe Nord 1941–1945“ (Details zu den Kämpfen der 16. Armee in Russland und Kurland).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landfronten im Osten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132