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U 11: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | U 11 war ein Boot vom [[II B|Typ II B]] der deutschen [[Kriegsmarine]]. Dieser Typ war eine verbesserte Weiterentwicklung des [[II A|Typs II A]] und wurde aufgrund seiner geringen Größe und der beengten Platzverhältnisse von den Besatzungen auch als „Einbaum“ bezeichnet. Im Vergleich zum Vorgänger war der Rumpf des Typs II B um ca. 1,80 Meter verlängert, was den Einbau größerer Treibstoffbunker ermöglichte und die Reichweite auf rund 3.100 Seemeilen fast verdoppelte. Im Gegensatz zu den meisten anderen Booten seiner Klasse wurde U 11 während seiner gesamten Dienstzeit nicht als Frontboot eingesetzt und absolvierte keine Unternehmungen gegen den Feind. Stattdessen diente es ab seiner Indienststellung am 21.09.1935 ausschließlich als Schulboot bei der [[U-Bootschulflottille]] und später bei der [[21. U-Flottille]] sowie der [[22. U-Flottille]] in der Ostsee. Eine technische Besonderheit war der Einsatz von U 11 als Versuchsboot: Von Juni 1940 bis September 1941 führte das Boot umfangreiche Erprobungen mit dem System „Fafnir“ durch, einem Vorläufer der schallabsorbierenden [[Alberich|Alberich-Beschichtung]]. Während dieser Zeit wurde das Boot für wissenschaftliche Messreihen zur akustischen Tarnung genutzt. Das Schicksal des Bootes endete mit der Außerdienststellung am 14.12.1944 in Gotenhafen. Am 05.01.1945 wurde das Boot nach Kiel geschleppt, wo es schließlich am 03.05.1945 im Arsenal im Rahmen der [[Aktion Regenbogen]] von der eigenen Besatzung gesprengt wurde. Das Wrack wurde nach dem Krieg im Jahr 1947 in Kiel abgewrackt und verschrottet.
 
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Aktuelle Version vom 14. März 2026, 16:08 Uhr

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!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten/Please pay attention to the notes Klick hier → Anmerkungen für U-Boote !!!
Datenblatt: Unterseeboot U 11
Typ: II B
Bauauftrag: 20.07.1934
Bauwerft: Krupp Germaniawerft, Kiel
Baunummer: 545
Serie: U 7 - U 12
Kiellegung: 25.03.1935
Stapellauf: 27.08.1935
Indienststellung: 21.09.1935
Kommandant: Hans-Rudolf Rösing
Feldpostnummer: M - 27 219
Kommandanten
21.09.1935 - 01.10.1937 Kapitänleutnant - Hans-Rudolf Rösing
13.08.1938 - 04.09.1939 Kapitänleutnant - Viktor Schütze
05.09.1939 - 22.03.1943 Kapitänleutnant - Georg Peters
23.03.1943 - 13.07.1944 Oberleutnant zur See - Gottfried Stolzenburg
14.07.1944 - 15.12.1944 Oberleutnant zur See - Günter Dobenecker
Flottillen
00.09.1935 - 30.06.1940 Schulboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
01.07.1940 - 30.11.1940 Schulboot - 1. U-Flottille, Kiel
01.12.1940 - 00.05.1941 Schulboot - 21. U-Flottille, Neustadt
00.05.1941 - 00.09.1941 Erprobungsboot - Nachrichtenmittel-Erprobungskommando, Kiel
00.10.1941 - 28.02.1943 Erprobungsboot - 5. U-Flottille, Kiel
01.03.1943 - 03.05.1945 Schulboot - 22. U-Flottille, Gotenhafen - Wilhelmshaven
Verlustursache
Datum: 03.05.1945
Letzter Kommandant: Günter Dobenecker
Ort: Kiel
Position: 54° 19' Nord - 18° 40' Ost
Planquadrat: AO 7727
Verlust durch: Selbstsprengung
Tote: 0
Überlebende: -
Klick hier → Besatzungsliste U 11
Verlustursache im Detail
U 11 wurde bereits am 14.12.1944 in Gotenhafen außer Dienst gestellt. Es wurde am 05.01.1945 nach Kiel geschleppt und dort am 03.05.1945, im Arsenal, bei der Aktion Regenbogen gesprengt. Das Boot wurde 1947 in Kiel abgewrackt und verschrottet.
U 11 führte von Juni 1940 bis September 1941 Erprobungen mit dem Vorgänger der Alberich-Beschichtung, mit dem Namen "Fafnir" durch. Das Boot selbst bekam keine Alberich-Beschichtung. Es war ein reines Schul- und Erprobungsboot und führte keine Unternehmungen durch.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Literaturverweise
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 51, 177, 195, 219, 236. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 16, 27, 194. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 306, 357, 359. | → Amazon
Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 31. | → Amazon
Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 38. | → Amazon
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