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| Ausbildung
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U-A-Lehrgang (U-Boot-Anwärter-Lehrgang)
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| Ein U-A-Lehrgang bezeichnete in der Kriegsmarine und der späten Reichsmarine den spezialisierten Anwärter-Lehrgang für künftiges U-Boot-Personal. Der Begriff diente insbesondere in der Phase der geheimen Wiederaufrüstung als Tarnbezeichnung, um die Ausbildung von Fachpersonal für die durch den Versailler Vertrag verbotene U-Boot-Waffe zu verschleiern. Er bildete die erste Stufe der Selektion und fachlichen Vorbereitung für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, bevor diese zur praktischen Ausbildung an die Unterseebootsschule (U-Schule) oder in die neu formierten Flottillen versetzt wurden.
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| Funktion und Tarncharakter
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| Ausbildungsinhalt: |
Vermittlung von theoretischem Wissen über Tauchtechnik, Batteriekunde und Hydrostatik unter der neutralen Bezeichnung "Abwehr-Lehrgang" oder "U-Schutz".
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| Selektion: |
Prüfung der physischen und psychischen Eignung (Druckkammer-Tests) für den Dienst unter extremen Bedingungen in der Enge eines Unterseebootes.
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| Tarnung: |
In den Stammrollen der Reichsmarine (vor 1935) wurde die Teilnahme oft als "Spezialkurs für Küstenschutz" oder schlicht "U-A" getarnt geführt.
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| Werdegang: |
Erfolgreiche Absolventen wurden im Anschluss an die Baubelehrungskommanden (B.B.K.) oder zur Erprobung der ersten geheimen Prototypen nach Finnland oder Spanien kommandiert.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kaderbildung: |
Schaffung eines geheimen Kerns von Fachpersonal, der ab 1935 den sofortigen Aufbau der 1. U-Flottille „Weddigen“ ermöglichte.
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| Professionalität: |
Sicherstellung einer hohen technischen Expertise bereits vor der offiziellen Indienststellung der ersten Einheiten vom Typ II A.
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| Personaltransfer: |
Viele spätere Spitzen-Kommandanten (z. B. Günther Prien oder Otto Kretschmer) durchliefen diese Lehrgänge in ihrer frühen Dienstzeit als Seeoffizier-Anwärter.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen: Dokumentiert die frühen Lehrgangspläne der U-Anwärter in der Ostsee.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Invenio-Nachweis für ältere Crews mit den Dienstzeitvermerken „U-A-Lehrgang“ in den frühen 1930er Jahren.
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| BArch RM 3 |
Reichsmarineamt: Akten zur getarnten Ausbildung und personellen Vorbereitung der künftigen U-Boot-Waffe.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Ersatzwesen und Ausbildung: Entwicklung der U-Boot-Waffe).
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutschen U-Boote und ihre Werften“ (Details zur geheimen Ausbildung in der Vorkriegszeit).
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| Busch / Röll |
„Der U-Boot-Krieg 1939-1945“ (Band 2: Der U-Boot-Bau; Kontext zur Ausbildung des Personals).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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