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Reichsarbeitsdienst

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Organisation Reichsarbeitsdienst
Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war eine staatliche Organisation im Nationalsozialismus, die durch das Gesetz vom 26.06.1935 zur Pflicht für alle jungen Deutschen wurde. Er diente der ideologischen Erziehung im Sinne der Volksgemeinschaft sowie der Durchführung von Arbeitsaufgaben in der Landwirtschaft und Infrastruktur. Mit Kriegsbeginn wurde der RAD zunehmend als Hilfsorgan der Wehrmacht eingesetzt. Er übernahm baupioniertechnische Aufgaben, den Stellungsbau und die Instandsetzung von Nachschubwegen. Zahlreiche Bau-Bataillone des Heeres und der Marine wurden durch geschlossene Übernahme von RAD-Einheiten mobilisiert.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 1935; hervorgegangen aus dem freiwilligen Arbeitsdienst (FAD).
Aufgabe: Arbeitsdienstpflicht; Melioration; Ernteschutz; später kriegswichtiger Baueinsatz.
Leitung: Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl; unterstand dem Reichsinnenministerium.
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung und Verbot durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2.
Spezifische Merkmale
Gliederung: Unterteilung in Arbeitsgaue, Gruppen und Abteilungen.
Uniform: Charakteristische erdbraune Uniform mit der Schaufel auf dem Ärmelspaten.
Wehrersatz: Der RAD-Dienst war in der Regel die Voraussetzung für den Wehrdienst in der Wehrmacht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bunkerbau: Massiver Einsatz von RAD-Abteilungen beim Bau der U-Boot-Bunkeranlagen im Westen.
Küstenschutz: Errichtung von Küstenbatterien und Befestigungen zum Schutz der Marinebasen.
Personal: Ausbildung des technischen Nachwuchses; viele RAD-Männer wechselten zur Marine.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch R 38 Reichsarbeitsdienst: Akten der Reichsleitung und der Arbeitsgaue.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über abgeleistete RAD-Pflichtzeiten.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über den Einsatz von RAD-Personal im Küstenbau.
Literaturverweise
Seidler, Franz W. „Der Reichsarbeitsdienst: Organisation und Aufbau“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Organisationen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
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