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36. Minensuchflottille

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Datenblatt 36. Minensuchflottille
Die 36. Minensuchflottille ist ein klassisches Beispiel für die Verwendung von requirierten ausländischen Fahrzeugen zur Sicherung der Küstengewässer unmittelbar nach dem Westfeldzug.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Aufgestellt im Juli 1940 speziell für den Einsatz an der dänischen und niederländischen Küste. Die Flottille war eine Besonderheit, da sie aus 45 dänischen Fischloggern bestand, die in drei Gruppen zu je 15 Fahrzeugen gegliedert waren.
Standorte (1940): Die Gruppen waren in Thyborøn, Esbjerg (Dänemark) und Hörnum (Sylt) stationiert.
Funktion: Küstenüberwachung und Minensuchdienst. Die wendigen Logger waren ideal für die flachen Gewässer der dänischen Westküste und des Wattenmeeres, um britische Luftminen zu räumen.
Ende: Die Flottille wurde bereits im Januar 1942 wieder aufgelöst. Die Fahrzeuge wurden größtenteils an Dänemark zurückgegeben oder anderen Sicherungsverbänden zugeteilt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Sicherung: Die Flottille sicherte die Zwangswege für U-Boote, die von den Ausbildungszentren der Ostsee entlang der dänischen Küste in die Nordsee und weiter zu den Frontstützpunkten verlegten.
Minenwarndienst: Durch die ständigen Patrouillen der Logger konnten neu gelegte britische Minenfelder frühzeitig erkannt werden, was die Verlustrate auslaufender U-Boote in diesem Bereich massiv senkte.
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RM 106 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine. Invenio Online-Recherche. Enthält die Kriegstagebücher (KTB) der 36. Minensuchflottille (1940–1942).
Bundesarchiv Signatur PERS 6 Personalakten von Offizieren. Werdegänge von Kommandanten, die in diesen dänischen Gruppen Dienst taten.
Lexikon der Wehrmacht → 36. Minensuchflottille
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte).
Gröner, Erich Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten der Logger-Klassen).
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