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4. Vorpostenflottille

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Version vom 4. Februar 2026, 14:35 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
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Datenblatt 4. Vorpostenflottille
Die 4. Vorpostenflottille (4. Vp.-Flottille) war ein wichtiger Sicherungsverband der Kriegsmarine, dessen Einsatzgebiet sich über die Jahre von der Nordsee bis in den Ärmelkanal und die Biskaya erstreckte. Für die U-Boot-Waffe war sie ein lebenswichtiger Partner beim Geleitschutz durch die stark gefährdeten Küstengewässer.
Historische Entwicklung und Standorte
Aufstellung: Formiert am 01.09.1939 (Kriegsbeginn) aus requirierten Fischdampfern.
Einsatzgebiete:
1939–1940: Sicherungsdienst in der Nordsee (Deutsche Bucht).
1940–1943: Verlegung nach Westfrankreich. Stützpunkte waren vor allem Bordeaux und La Pallice.
1943–1944: Einsatz im Ärmelkanal (Raum Le Havre/Saint-Malo).
Ende: Die Flottille wurde nach der alliierten Invasion und dem Rückzug aus Frankreich im September 1944 aufgelöst. Die verbliebenen Boote wurden in andere Einheiten eingegliedert oder selbstversenkt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitsicherung (Ein- und Auslaufen): In den Häfen der Biskaya (Bordeaux/La Pallice) war die 4. Vp.-Flottille maßgeblich dafür verantwortlich, die ein- und auslaufenden Front-U-Boote durch die minengefährdeten Gebiete zu geleiten.
U-Jagd-Abwehr: Sie schützte die U-Boote gegen britische Schnellboote und Flugzeuge im Küstenvorfeld.
Seenotdienst: Mehrfache Beteiligung an der Rettung von U-Boot-Besatzungen nach Luftangriffen in der Biskaya.
Zusammenarbeit mit BETASOM: In Bordeaux arbeitete die Flottille eng mit dem italienischen U-Boot-Stützpunkt zusammen und sicherte auch deren Einheiten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106/158-164 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte) – Enthält die Kriegstagebücher (KTB) der 4. Vp.-Flottille.
BArch RM 45-V Dienststellen in Frankreich) – Belegt die Unterstellung unter den Admiral der französischen Westküste.
BArch PERS 6 Personalakten) – Dokumentiert Offiziere, die nach dem Dienst in der 4. Vp.-Flottille zur U-Boot-Waffe wechselten.
Lexikon der Wehrmacht → 4. Vorpostenflottille
Literaturverweise
Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte).
Erich Gröner Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 8, Hilfsschiffe).
Georg Tessin Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14).
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